Wirtschaftlicher Vorteil durch amtliche Stichprobenprüfung – bald auch für „smarte“ Gaszähler

Die am Markt erhältlichen „smarten“ Gaszähler ermöglichen die Nutzung vieler Zusatzfunktionen. Trotzdem sind bisher in den deutschen Gasnetzen keine nennenswerten Einbauraten erreicht worden. Der Hauptgrund hierfür ist in erster Linie der deutlich höhere Anschaffungspreis. Hinzu kommt, dass nach bisheriger Gesetzeslage die amtliche Stichprobenprüfung zur Verlängerung der Eichgültigkeit ausschließlich für Balgengaszähler zugelassen war. Die Anwendung dieses Verfahrens bei Zählern mit anderen Messprinzipien war bisher nicht erlaubt.

Die Eichgültigkeitsdauer von Gaszählern ist im Anhang B der Eichordnung festgeschrieben.Bis Ende 1992 war die Eichgültigkeitsdauer von Balgengaszählern der Größe G2,5 bis G6 auf zwölf Jahre festgelegt. Dieses hatte zur Folge, dass die Haushaltsbalgengaszähler praktisch alle zwölf Jahre ausgetauscht werden mussten.Durch eine Änderung der Eichordnung wurde die Eichgültigkeit für Haushaltsbalgengaszähler ab 1993 von zwölf auf acht Jahre reduziert. Weiterhin wurde nunmehr in der Eichordung festgelegt: „Wird die Messrichtigkeit von Messgeräten vor Ablauf der Gültigkeitsdauer der Eichung durch eine Stichprobenprüfung nachgewiesen, verlängert sich die Gültigkeitsdauer um den in Anhang B festgelegten Zeitraum. Die Stichprobenprüfung muss nach dem in Anhang B genannten Verfahren durchgeführt werden.“



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 11 - 2013 (November 2013)
Seiten: 6
Preis: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Klaus Overhoff

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