Mineralische Beschichtung bei aggressivem Wasser – Erfahrungen aus vierjähriger Betriebszeit

Bei der Speicherung von sehr weichen oder calcitlösenden Wässern kommt es an der Oberfläche mineralischer Beschichtungen recht schnell zu Auslaugungen und Absandungen. Da diese beim Betrieb als störend empfunden werden, wurde bei der anstehenden Sanierung eines Wasserhochbehälters eine neue, rein mineralische Beschichtung mit erhöhtem Hydrolysewiderstand erstmalig eingesetzt. Nach vierjähriger Betriebszeit liegen erste belastbare Erfahrungen vor.

Der Wasserversorgungszweckverband Perlenbach mit Sitz in Monschau versorgt sieben Gemeinden in der Nordeifel mit Trinkwasser. In dem etwa 400 km² großen Gebiet werden zur Versorgung von über 50.000 Personen 21 Trinkwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von etwa 15.000 m³ betrieben. Bei dem Trinkwasser des Wasserzweckverbandes handelt es sich um ein typisches, aufbereitetes Talsperrenwasser mit geringer Härte (Härtebereich 1 nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz). Dieses weiche Wasser bereitet zwar dem Endverbraucher große Freude (geringere Verkalkung von Haushaltsgeräten und Einsparung an Waschmittel), doch stellt es den Betreiber von Trinkwasserbehältern vor schwierige Entscheidungen, sofern die Bevorratung des Trinkwassers in Hochbehältern aus Beton stattfindet und eine Sanierung ansteht.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 11 - 2013 (November 2013)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Derk Buchsteiner
Dipl.-Ing. Martin Bolesta

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