Experimentelle Untersuchung zur Funktionstauglichkeit von mikrothermischen Gaszählern

Der mikrothermische Gaszähler bietet perspektivisch in Verbindung mit eventuell zusätzlichen Sensoren die Möglichkeit einer integrierten Gasartenerkennung. Ein Forschungsvorhaben hat geprüft, ob mikrothermische Gaszähler für die Praxis geeignet sind.

Die europäischen und nationalen Rahmenbedingungen zur Einführung von „Smart Metering“ sind gezeichnet. Der Begriff fasst die Prozesskette vom Zähler über die Kommunikationsinfrastruktur bis zum IT-System zusammen und beschreibt die Messung von Energieverbrauchsdaten mit anschließender Übermittlung und Verarbeitung beim Energieversorgungsunternehmen.
Die Politik möchte durch die Neuerungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich Messung und Abrechnung von Energie mehr Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten schaffen. Damit soll eine Senkung des Gesamtenergieverbrauchs erreicht werden, was auch dem Endkunden entgegenkommt. Neue gesetzliche Auflagen für Deutschland wie z. B. die neue Energieeffizienzrichtlinie oder der Entwurf zur Messsystemverordnung erfordern neue Ansätze in der Mess- und Abrechnungssystematik. Die Erfüllung der gesetzlichen Rahmenbedingungen bedarf einer Messtechnik, die die Verbrauchsdaten des Kunden darstellen kann und diese über eine Kommunikationsschnittstelle für die Fernauslesung bereitstellt. Diese Notwendigkeit stellt eine Chance für die Einführung von elektronischen Messprinzipien in der Haushaltsmessung dar. Auf dem Markt befinden sich aktuell mikroelektronische Haushaltsgaszähler, die auf dem Messprinzip der thermischen Massendurchflussmessung basieren.
Im Jahr 2009 wurde am Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. bereits ein mikrothermischer Gaszähler im Labor getestet. Dieser erzielte bei Verwendung von Luft sehr gute Ergebnisse; die Werte für Erdgas zeigten jedoch nicht die gleiche Messqualität. Daher bestanden offene Fragen bezüglich des Einflusses der Erdgaszusammensetzung auf die Messqualität, sodass die Notwendigkeit gesehen wurde, mikrothermische Gaszähler in einem offiziellen Forschungsvorhaben einer umfangreicheren Betrachtung zu unterziehen. Folgende Aspekte wurden an elektronischen Zählern zweier Hersteller untersucht:
• Einfluss unterschiedlicher Erdgasqualitäten aus dem Spektrum der in Deutschland und Italien verteilten H-Gase
• Einfluss verschiedener Temperaturen und Drücke
• Intervall-Betrieb
• Zusatz von Begleitstoffen



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 10 - 2013 (Oktober 2013)
Seiten: 8
Preis: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Frank Burmeister
Dipl.-Ing. Eren Tali
Dipl.-Ing. Sabine Feldpausch-Jägers
Dipl.-Ing. Kai Florian Scholten
Gerhard Krause

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