Notfall- und Krisenmanagement – eine „neue“ Herausforderung?

Eigentlich sollte man meinen, dass die Behandlung von Störungen, Notfällen und Krisen in der Gas- und Wasserversorgung in Deutschland bereits überall implementiert und gelebt wird. Für die Behandlungen von Störungen genauso wie für den Umgang mit Notfällen wurde in den letzten Jahren im DVGW-Regelwerk viel getan. Dies gilt grundsätzlich auch für den Themenkreis Krisenmanagement. Mit der Veröffentlichung des DVGW-Merkblattes G 1002 und des DVGW-Hinweises W 1002 wurde der grundsätzliche Aufbau eines Krisenmanagements beschrieben.

Die konzeptionellen Grundlagen für eine unternehmensweit implementierbare Eskalationskette, sozusagen von der Störung bis zum Notfall hin zur Krise, sind grundsätzlich beschrieben. Das Thema „Schutz kritischer Infrastrukturen“ hat die Sensibilisierung für den Umgang mit Notfällen und Krisen bei den Entscheidungsträgern in Unternehmen, insbesondere jedoch auch bei der Bevölkerung, erheblich erhöht. Die Wahl des Wortes Eskalationskette anstatt Notfallmanagement kommt nicht von ungefähr. Viele kleine Ereignisse eskalieren oft aufgrund von individuellen Fehleinschätzungen, aber auch aufgrund mangelnder Vorbereitung auf Krisen für das Unternehmen.
Mit der Einführung von Qualitätsmanagementsystemen und den einschlägigen Zertifizierungen von Personen, Verfahren und Unternehmen unterliegt man einem internationalen Trend. Wo liegen also die größten Herausforderungen für Unternehmen aus der Gas- und Wasserversorgung? Sicherlich in der Beherrschung von komplexen Situationen unbekannter Natur – einer weiteren Definition des Begriffs Krise.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2013 (Mai 2013)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dipl.-Ing. Wolfgang Czerni

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