Neubau einer Trinkwasserbehälteranlage in Bochum

Auch für einen Energie- und Wasserversorger gehört der Neubau einer Trinkwasserbehälteranlage, bestehend aus zwei Trinkwasserbehälterkammern und moderner Anlagetechnik, nicht gerade zum Arbeitsalltag. Die Stadtwerke Bochum machten es sich zur Aufgabe, einen Teil der Bochumer Wasserversorgung auf den neusten Stand zu bringen, Ersatzversorgung für die Bauzeit zu schaffen und historische Teile der Wasserversorgungsgeschichte zu erhalten.

Im Zentrum der Metropole Ruhr werden rund 365.000 Einwohner täglich mit sauberem Trinkwasser versorgt. Dieses entstammt dem natürlichen Grundwasser der Ruhr, die heute zu den saubersten Flüssen Deutschlands zählt. Im Ruhrtal wird das Wasser in den zwei Wasserwerken Bochum Stiepel und Essen gewonnen und über zwei Wasserhochbehälter in Stiepel in ein 1.077 km langes Leitungssystem mit Nennweiten von 80 mm bis 1.000 mm verteilt. Auf diese Weise werden den Nutzern jährlich ca. 23 Mio. m³ mit Spitzenleistungen bis zu 5.500 m³/h zugeführt.
An der Kemnader Straße in Bochum Stiepel steht der neu errichtete Trinkwasserbehälter hinter dem denkmalgeschützten Eingangsportal des alten Behälters, bestehend aus zwei Wasserkammern. Bis zu 46.000 m³ Trinkwasser laufen täglich durch die Kammern. Für das geistige Auge: Dies entspricht ca. einer Füllmenge von 20 Schwimmbecken mit einer Länge von 50 Metern. Neben der Versorgung der „Unteren Zone“, der größten Druckzone in Bochum, erfüllt der Wasserbehälter weitere wichtige Aufgaben: Er sorgt für einen konstanten Druck im Netz, ermöglicht eine gleichmäßige Auslastung der Wasserwerke und hält ausreichende Reserven für Löschwasser bereit.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 02 - 2013 (Februar 2013)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Christian Seger
Nina Podkowa

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