Strom zu Gas – Speicherbedarf und Möglichkeit für die kommunale Gasinfrastruktur

Zur Umsetzung der Energiewende wird die Speicherung von überschüssiger Wind- und Sonnenenergie nötig. In folgendem Beitrag wird beispielhaft für das Jahr 2020 die Methodik zur Ermittlung des Speicherbedarfs und des Speicherpotenzials der Gasverteilnetze vorgestellt.

Bis 2020 sollen 35 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Im Jahr 2030 sollen es bereits 50 Prozent sein. Doch die Integration des stetig wachsenden Anteils an Windund Sonnenenergie in die bestehende Stromversorgung ist schwierig, da deren Einspeisung fluktuiert. Nur mit ausreichend Speichersystemen für regenerativen Strom ist die Energiewende möglich. Batterien und Pumpspeicher bieten in absehbarer Zeit nicht genug Potenzial. Das Verfahren „Strom zu Gas“ – Umwandlung überschüssiger regenerativer Energie in Wasserstoff bzw. Methan und Einspeisung in das Gasnetz – wird in diesem Zusammenhang viel diskutiert. Eine Studie der Thüga Aktiengesellschaft untersuchte die Frage des künftigen Speicherbedarfs für überschüssige erneuerbare Energie und das Potenzial des Gasverteilnetzes für deren Aufnahme. Das Ergebnis: Der Speicherbedarf wird künftig stark ansteigen und es werden neue Speichersysteme zur Aufnahme überschüssigen Stroms nötig. Das Verfahren „Strom zu Gas“ und die Einspeicherung der damit erzeugten Gase in die Gasverteilnetze bieten hier großes Potenzial. Die Kapazität des Gasverteilnetzes ist enorm und reicht aus, um den künftig anfallenden Speicherbedarf an Überschussstrom zu decken.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2013 (Januar 2013)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Günter Walther
Hardy Fiedler
B. Eng. Jakob Brendli

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