Häufige Schäden an Trinkwasserbehältern und deren Sanierung

Viele Trinkwasserbehälter kommen heute in ein Alter, in dem erste Schäden an den Behälterinnenflächen erkennbar werden. Welche Schäden häufig in Trinkwasserbehältern vorgefunden werden und mittels welcher Untersuchung die Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes unterstützt werden kann, behandelt dieser Text.

Vereinzelt handelt es sich bei den Schäden um Betonabplatzungen aufgrund von Stahlkorrosion, deutlich häufiger finden sich aber bräunliche Verfärbungen auf den Behälterinnenwänden, die ursächlich auf andere Schadensmechanismen zurückzuführen sind. Unabhängig davon, welcher Schadenstyp bei dem betreffenden Objekt vorliegt, ist der Anlagenbetreiber nach DVGW-Arbeitsblatt W 300 verpflichtet, den ordnungsgemäßen Zustand des Behälters wiederherzustellen und somit eine einwandfreie Trinkwasserqualität dauerhaft zu gewährleisten.
Im Rahmen der Sanierungsplanung entsprechender Behälter zeigt sich häufig, dass die Planer zwar über Erfahrung in den betontechnologischen Belangen und der sanierungsvorbereitenden Bestandserfassung von Stahlbetonbauteilen unter Verwendung der einschlägigen technischen Regelwerke (RILI-SIB oder ZTV‑Ing.) verfügen, aber nicht mit den Zusatzanforderungen, die sich aus dem Trinkwasserschutz ergeben, vertraut sind. So müssen Trinkwasserbehälter gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 300 so geplant (auch im Falle der Sanierung), gebaut und betrieben werden, dass Verunreinigungen oder sonstige chemische, physikalische und biologische Einflüsse, welche die Wasserqualität beeinträchtigen, vermieden werden. Hieraus ergeben sich zum Teil erhebliche Konsequenzen, sowohl für die Festlegung der Untersuchungsprogramme als auch für die Sanierung der Behälter.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2013 (Januar 2013)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. rer. nat. Karl-Uwe Voß

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