
Der Siegeszug der Lithium-Ionen-Akkus in der Konsum-Elektronik und bei Fortbewegungsmitteln ist unübersehbar. Als Speichermedien für elektrische Energie haben sie derzeit unübertroffene Eigenschaften. Aber auch ihr ‚Leben’ ist endlich, und dann sind sie begehrte Rohstoffquellen. Doch ihr Recycling ist noch nicht ausgereift. Forscher und Entwickler suchen nach Verfahren für eine hohe Rückgewinnungsquote der Metalle.
(04.06.2013) Lithium-Batterien, insbesondere wiederaufladbare Li-Ion-Akkumulatoren finden schon seit einer Dekade einen schnell wachsenden Einzug in die Konsumelektronik. Technisch bedingt bieten sie eine unübertroffene Performance, insbesondere ein hohes Spannungsniveau und höchste Energiedichten, wodurch sie bevorzugt in Einsatzgebieten wie Laptops, Tablets, Handys etc. Anwendung finden. Diese Entwicklung wird sich schon in Anbetracht der wachsenden Elektromobilität beschleunigen. Der damit zu erwartende höhere Rohstoffbedarf kann eine Kostensteigerung nur durch die Schließung der Stoffkreisläufe nachhaltig dämpfen. Das Recycling von Altbatterien ist in Deutschland bereits seit 1998 gesetzlich verankert. Damit sind, zumindest der Theorie nach, alle Voraussetzungen für eine effiziente Kreislaufführung der End-Of-Life (EOL)-Produkte erfüllt. Zudem gilt eine Verwertungspflicht, und Batterierecyclingprozesse unterliegen technischen Mindestanforderungen. Mit der Direktive EU 493 aus 2012 werden diese für Li-Ion-Batterien auf 50 Prozent zurück gewonnener Produkte spezifiziert...
| Copyright: | © Deutscher Fachverlag (DFV) | |
| Quelle: | Mai/Juni 2013 (Juni 2013) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Dr.-Ing. Reiner Weyhe | |
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Lithium aus Geothermalwaessern als heimische Ressource zur Verbesserung der Versorgungssicherheit
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2025)
Die selektive Extraktion von Lithium aus Geothermalwasser ist eine vielversprechende Möglichkeit, den Lithiumbedarf, z. B. für Lithium-Ionen-Batterien in der Elektromobilität, aus heimischen Quellen ressourcenschonend zu decken.
InnoBLA III: Auswirkungen der thermischen Bodenbehandlung auf die Mobilität von Schwermetallen und die Korrosion von Heizlanzen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Die Auswirkungen der thermisch unterstützten Bodenluftabsaugung mit festen Wärmequellen (thermal conduction heating, TCH) auf die Mobilität von Metallen sind noch wenig erforscht. Eine Forschergruppe zeigte einen Anstieg der Mobilität von Fe und Al (Roh, et al., 2000), eine andere erklärte eine erhöhte Ökotoxizität durch eine Änderung der Speziation von Schwermetallen (Bonnard, Devin, Leyval, Morel, & Vasseur, 2010), eine weitere beobachtete einerseits eine schwächere Sorption durch Zerstörung der organischen Substanz, aber auch eine Umverteilung von Fe und Zn in schwerer lösliche Fraktionen (Biache, Mansuy-Huault, Faure, Munier-Lamy, & Leyval, 2008). Die wenigen existierenden Studien zu diesem Thema basieren auf dem rein empirischen Prinzip der sequentiellen Extraktion, welche weder die realen Mechanismen, welche die Mobilität kontrollieren, berücksichtigt, noch die reale Speziation der Schwermetalle untersucht.
Zn Entfernung aus metallurgischen Stäuben mit schwefeloxidierenden
Bakterien
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Zinkhaltige Stahlwerksstäube, wie sie bei der Eisen- und Stahlproduktion über die Route Hochofen- Konverter anfallen, können als bedeutende Sekundärrohstoffe angesehen werden. Gegenwärtig zählen zwei Verfahren zum Stand der Technik bezüglich der Abtrennung und Gewinnung von Zink aus Stahlwerksstäuben, nämlich pyrometallurgische und hydrometallurgische Verfahren. Einige Prozessrouten erzeugen jedoch wiederum nicht verwertbare Sekundärabfälle und können teilweise nur unter hohen Energieaufwand betrieben werden und sind daher ökologisch gesehen nicht als nachhaltig einzustufen.
Vergleich von verschiedenen Metallrückgewinnungstechnologien für
MVA-Schlacken in der Schweiz
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Im Rahmen des Projekts "MetExSlag" wurden vier verschiedene Metallrückgewinnungsanlagen untersucht, um die Metallrückgewinnungsraten, die Metallqualität (bestimmt durch Schmelzausbeuten) und die Restschlackenqualität über Massenbilanzen der Outputströme zu ermitteln. Von jeder Metallrückgewinnungsanlage wurden ca. 100 Tonnen NE-Metalle gesammelt
(Qualität Q1) und in einem zweiten Schritt wurden diese Chargen auf einer mechanischen Veredelungsanlage prozessiert (Qualität Q2) und die Ausbeuten bestimmt.
SELFRAG-Technologie - der Schlüssel für die nächste Generation von
Aufbereitungsanlagen für MVA-Schlacke
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Gegenwärtig realisiert die SELFRAG AG den Aufbau einer neuen Generation
von Aufbereitungsanlagen für MVA-Schlacke, deren innovativer Ansatz die selektive Fragmentierung mit trocken- und nassmechanischen Aufbereitungstechnologien aus Bergbau und Recycling kombiniert. Nebst der Rückgewinnung von Metallkonzentraten mit hoher Qualität, ermöglicht
die Anlage das Recycling von mineralischen Fraktionen. Dadurch wird die Recyclingquote auf 50-60 Gew.-% des Schlackeninputs gesteigert, und der knappe Deponieraum in der Schweiz massiv entlastet. Die neuartigen Fraktionen können in der Schweiz gesetzeskonform als Sekundärrohstoffe in der Zementklinkerproduktion verwertet werden. Zukünftig ist auch ein Einsatz als sekundäre Gesteinskörnung im Beton oder Straßenbau denkbar.
