Die Landeswasserversorgung liefert als Fernwasserversorgungsunternehmen Trinkwasser an etwa 250 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg und Bayern. Mit den Fernleitungen werden große Höhenunterschiede und lange Strecken überwunden, so dass der Energieeffizienz bei der Wasserförderung, der Energierückgewinnung und dem optimalen Betrieb des Systems besondere Bedeutung zukommt. Der Beitrag führt ein in Überlegungen zu einem energieoptimierten Förderbetrieb und beleuchtet am praktischen Beispiel die Frage, wann sich der Tausch einer Pumpe lohnt. Weiterhin werden der energieoptimale Betrieb von regelbaren Trinkwasserturbinen und die Auslegung von Trinkwasserkleinturbinen erläutert. Schlussendlich wird aufgezeigt, wie diese Maßnahmen die Energiebilanz der Landeswasserversorgung verbessern.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasserwirtschaft 10 / 2012 (Oktober 2012) | |
| Seiten: | 8 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Prof. Dr.-Ing. Frieder Haakh | |
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Angepasste Wasserfördertechnologie unter Einsatz von Pumpen im Turbinenbetrieb
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2009)
Kreiselpumpen können im inversen Betrieb zur Wasserkraftpotenzialnutzung
als kostengünstige Alternative zu Turbinen eingesetzt werden. Neben den geringeren Investitionskosten zeichnen sie sich durch Robustheit und einen geringen Betriebs- und Wartungsaufwand aus. Der effiziente Einsatz hängt aufgrund der fehlenden Regulierbarkeit mittels einer Leiteinrichtung von der zielgerichteten Auswahl des Pumpentyps sowie der Einhaltung des optimalen hydraulischen Betriebsbereiches ab. Durch Implementierung mehrerer paralleler Module sowie über gezielte Modifikation der Maschinen kann eine Steigerung des Spitzenwirkungsgrades auch für ein stark schwankendes Abflussdargebot gewährleistet werden. In Zusammenarbeit der Universität Karlsruhe (TH) und der KSB AG wurden Fördermodule entwickelt, bei denen rückwärtslaufende Kreiselpumpen mechanisch mit mehrstufigen Gliederpumpen gekoppelt sind. Diese werden pilothaft zur energieautarken Förderung von Trinkwasser aus einer Karsthöhle in Indonesien eingesetzt.
Nutzung von Karstwasservorkommen für die Trinkwasserversorgung –
Gefährdungspotenziale und Schutz
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2009)
Karstgrundwasserleiter bilden in vielen Ländern der Erde eine wichtige Basis für die Trinkwasserversorgung. Durch das spezifische hydrogeologische Abflussverhalten ergeben sich Besonderheiten, die sowohl bei der Fassung als auch beim Schutz von Karstwässern zu beachten sind. Aufgrund der Infiltrationsbedingungen und der weitlumigen unterirdischen Wasserwege ergibt sich eine besonders hohe Vulnerabilität des Karstsystems gegen eindringende Schadstoffe. Dies erfordert besondere Schutzmaßnahmen. Basis hierfür bildet die Risikobewertung über die Vulnerabilität der geologischen Abfolge und die Verteilung der Gefahrenpotenziale, deren Sicherung über ein angepasstes Grundwassermanagement wahrgenommen wird.
Ringkolbenventile als Regelarmaturen in der Wasserversorgung
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Die im Rahmen des deutsch-indonesischen Verbundprojektes der Universität Karlsruhe (TH) gebaute Wasserkraftanlage staut ein Volumen von rund 300 000 m3 auf, und das in einer Höhle 100 m tief unter der Erde. Der darin angestaute Wasserdruck von rund 15 m treibt Pumpenturbinen an, die über ein Getriebe mit Förderpumpen gekoppelt sind. Sie drücken einen Teil des Wassers 220 m hoch in einen Speicher an der Erdoberfläche, um die ca. 80 000 Menschen der Region mit Wasser zu versorgen . Die Regelung der angestauten Wassermenge erfolgt über ein VAG-RIKO®-Ringkolbenventil (Bild 1).
Konzeption und Herstellung eines unterirdischen Betonsperrwerks zur Trinkwassergewinnung auf Java
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Der vorliegende Beitrag beschreibt die Konzeption und den Bau eines Betonsperrwerks in einem Höhlenfluss im Karst zur Realisierung einer unterirdischen Wasserförderanlage auf Java. Um die Übertragbarkeit auf weitere Projekte sicherzustellen, sollten nur örtlich verfügbare Baustoffe und Technologien zur Anwendung kommen. Durch die außergewöhnlichen Randbedingungen der unterirdischen Baustelle wurden die technischen Möglichkeiten zusätzlich eingeschränkt. Trotz aller Schwierigkeiten und Rückschläge durch Überflutung und Erdbeben konnte die Anlage im Sommer 2008 in den Testbetrieb gehen.
Defizite und Chancen der Wasserversorgung in der südchinesischen Megastadt Guangzhou
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2009)
Im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Megacities Megachallenge“, werden Einflüsse und Wechselwirkungen (in)formeller Strukturen auf die Ressource Wasser in Guangzhou untersucht. Im Verlauf des Projekts sollen städtische Planungsstrukturen und informelle Einflüsse erkannt und nachhaltige Handlungsoptionen entwickelt werden.
