Die Schiffbarmachung des Hochrheins bis zum Bodensee – Rückblick auf die einstigen Projekte

Das letzte, von deutscher und schweizerischer Seite erstellte Projekt zur Schiffbarmachung des Hochrheins bis zum Bodensee tragt die Bezeichnung Projekt 61, gemeint ist 1961. Es ist also schon rund 50 Jahre alt und gehort zu einer bestimmten Epoche der europaischen Verkehrsgeschichte. Der vorliegende Artikel soll daran erinnern, ebenso wie an die vorangehenden Planstudien. Anlass dazu bietet das Jubilaum von Kollege Jurgen Giesecke, der aus Konstanz stammt. Und Konstanz hatte ja bei der Verwirklichung des Projekts einen schiffbaren Anschluss an die Nordsee erhalten und wirtschaftlich wohl am meisten profitiert.

Wie bei jeder anderen Verkehrstechnik, so gab es auch bei der Binnenschifffahrt Begeisterte. Zu diesen zählte der Basler Maler Burkhard Mangold (1873 bis 1950), der sich tagelang am Rhein aufhielt, um Schifffahrtsanlagen zu zeichnen und zu malen. Es gab aber auch Besorgte, die sich nicht vorstellen mochten, dass es einmal an den stillen und zumeist lieblichen Gestaden des Hochrheins und des Bodensees ähnlich wie in Basel aussehen könnte. Die großen Kontrahenten waren natürlich nicht Einzelne, sondern ganze Verbände. Die Wirtschaftsverbände waren mit Ausnahme der Vertreter der Bahn und der Fischerei Befürworter einer Schiffbarmachung des Hochrheins. Ihnen gegenüber standen die Verbände des Natur- und Heimatschutzes. Den Ausschlag zur Einstellung der Planungsarbeiten gab letztlich wohl die Einsicht, dass sich die großen Güterverkehrsströme von Deutschland und der Schweiz nicht entlang des Hochrheins bewegen, sondern auf anderen Achsen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 10 / 2012 (Oktober 2012)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr. Dr.-Ing. Daniel L. Vischer

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