Sicherheitstechnische Vorgaben und funktionale Anforderungen an das Smart Meter Gateway

Die Verfügbarkeit von intelligenten Messeinrichtungen ist für die Mehrheit der Prosumer (sowohl Privatals auch Geschäftskunden) eine notwendige Voraussetzung für den Aufbau von intelligenten Netzen. In den Medien wurden allerdings auch einige Bedenken bzgl. Datenschutz und Datensicherheit von intelligenten Zählern geäußert. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz argumentierte, dass personenbezogene Daten von intelligenten Zählern durch unberechtigte Dritte verarbeitet, gesammelt und verfälscht werden können, solange es keine einheitlichen und verbindlichen Vorgaben an Datenschutz und Datensicherheit von Seiten des Gesetzgebers gibt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt daher Schutzprofile nach Common Criteria und Technische Richtlinien, die eine international vergleichbare Sicherheitszertifizierung solcher Geräte ermöglichen.

Die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit, die im Schutzprofil für Smart Meter Gateways adressiert werden, sind somit auch durch die funktionalen Vorgaben der Technischen Richtlinie abgebildet. Durch die Gewährleistung von Interoperabilität wird die Grundlage geschaffen, weitere technische Komponenten in ein intelligentes Netz einzubinden. Zudem wird durch die Festlegung von Webservices die Möglichkeit geschaffen, innovative Mehrwertdienstleistungen und zukünftige M2M-Anwendungen im Energiemarkt zu realisieren. Hierzu ist es allerdings notwendig, die aktuellen Marktprozesse (WiM/ GPKE) eng mit den Vorgaben der Technischen Richtlinie und des Schutzprofils abzustimmen.
Der aktuelle Zeitplan des BSI sieht vor, dass die Dokumente, die Schutzprofile für das Gateway und das Sicherheitsmodul sowie die Technische Richtlinie bis Ende des Jahres in einer stabilen Version vorliegen, damit diese zusammen mit der Messzugangsverordnung (MessZV) die Notifizierung durch die EU erhalten können. Darüber hinaus werden die Arbeiten, insbesondere an der Technischen Richtlinie, weitergehen, um Rückflüsse aus den Entwicklungsarbeiten bei den Herstellern sowie den Zertifizierungsverfahren aufzunehmen. Hierbei werden Pilotprojekte und Testregionen wertvolle Informationen liefern, um den Roll-Out von Messsystemen erfolgreich zu gestalten.



Copyright: © Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF Gas Erdgas 11/2012 (November 2012)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Holger Bast
Stefan Vollmer

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