Erreger haben keine Chance: Im virologischen Labor werden Flüssigkeiten vollautomatisiert entkeimt

Zur Behandlung von Abwässern aus biochemischen Hochsicherheitslaboren werden meist thermische oder umweltbelastende chemische Verfahren eingesetzt. Das Institut für Organische Chemie und Biochemie der Akademie der Wissenschaften in Prag hat ein Sterilisationsgerät installiert, das alle anfallenden Flüssigkeiten vollautomatisch behandelt – ohne Chemie.

Foto: Meteka(19.10.2012) Die Europäische Norm EN 12740 dient der Risikominimierung in Zusammenhang mit dem Umgang von Abfällen, die innerhalb eines Laboratoriums anfallen. Kontaminierte Abwässer aus dem Hochrisikobereich bedürfen einer speziellen Behandlung. Um die Biostoffverordnung einzuhalten, werden meist thermische oder chemische Verfahren eingesetzt. Letztere schädigen allerdings die Umwelt. Um dies zu verhindern, hat das Institut für Organische Chemie und Biochemie der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag einen Medister 560-100 der Meteka GmbH (Judenburg, Österreich) installiert. Dieser sammelt alle anfallenden Flüssigkeiten aus Waschbecken und Duschen sowie infektiöse Reststoffe in einem Tank, um sie vollautomatisch zu behandeln. Das System sterilisiert bis zu100 Liter Abwasser in der Stunde durch die Erhitzung auf140 °C...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Meteka GmbH (Judenburg, Österreich); Institute of Organic Chemistry and Biochemistry v.v.i. Academy of Sciences of the Czech Republic
Autorenhinweis: Julia Rummel, Pressebüro Gebhardt-Seele, München
Foto: Meteka



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2012 (Oktober 2012)
Seiten: 2
Autor: Julia Rummel

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