Unter den Augen des Gesetzes: An einem Standort mit Rüstungsaltlasten wurde eine Quelle mit Alkohol saniert

Flächen mit Rüstungsaltlasten sind häufig mit sprengstofftypischen Verbindungen kontaminiert, die auch ins Grundwasser gelangen können. An einem weitgehend sanierten Standort, an dem noch punktuelle Grundwasserschäden vorhanden sind, ist ein Pilotversuch zur In-situ-Auswaschung von Nitroaromaten mit Alkohol erfolgreich durchgeführt worden. Hierbei kam unvergälltes, reines Ethanol zum Einsatz.

Grafik: HIM ASG(19.10.2012) Der Rüstungsaltstandort Stadtallendorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf war die größte Sprengstoff-Produktionsstätte der deutschen Rüstungsindustrie im Zweiten Weltkrieg. Auf dem Gebiet der ehemaligen Sprengstoffwerke der Dynamit AG (DAG) sind der Boden und das Grundwasser seither durch sprengstofftypische Schadstoffe belastet. Im Auftrag des Landes Hessen hat die HIM ASG als Projektabwickler seit 1993 das etwa 400 ha große Gelände weitgehend saniert, auf dem ein Viertel der Bewohner Stadtallendorfs leben und auf dem sich nach 1945 Industrie und Gewerbe angesiedelt haben. Von 1995 bis 2005 wurden Quellensanierungen durch Bodenaushub durchgeführt, soweit dies technisch und ökonomisch möglich war; die sanierten Bereiche liegen über die gesamte Fläche des ehemaligen Sprengstoffwerks verstreut. Ebenfalls1995 begann die hydraulische Sicherung des Gesamtgebiets im 2. Grundwasserstockwerk. Die ehemalige Wassergewinnung für die Sprengstoffproduktion wird seit 1945 für die Wasserversorgung des mittelhessischen Raums genutzt...


Unternehmen, Behörden + Verbände: Ingenieurbüro ahu AG (Aachen), HIM ASG
Autorenhinweis: Hans Joachim Schmitz, Stromberg
Grafik: HIM ASG



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2012 (Oktober 2012)
Seiten: 2
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