
Der finanzielle Druck auf die Betreiber von Klärschlammanlagen wächst. Große Erwartungen wurden durch Vorbehandlungsmethoden zur Desintegration von Klärschlämmen geweckt, doch wissenschaftliche Untersuchungen haben die Effizienz solcher Verfahren in Frage gestellt. Die norwegische Firma Cambi hat diese Einschätzungen erfolgreich widerlegt.
(30.04.12) Im März 1999 prognostizierte die britische Wirtschaftszeitung ‚The Economist’ stabile Energiepreise für die Zukunft. Bei einer Probeabstimmung auf der Europäischen Klärschlammkonferenz erwarteten die Fachleute aus der Abwasserwirtschaft eine Verdopplung der Energiepreise innerhalb von zehn Jahren. Tatsächlich hat sich in diesem Zeitraum der Großhandelspreis für Gas mehr als verdreifacht. Steigende Energiepreise sind nur ein wichtiger Faktor für die wachsende Bedeutung von Biogas aus Klärschlamm und Abfällen. Der Atomausstieg der Bundesregierung und die auferlegten Ziele zur CO2-Einsparung erhöhen ständig den Druck auf die Kommunen, das Potential der erneuerbarer Energien auch zu nutzen. Die Schonung fossiler Brennstoffe durch die Verwendung vorhandener Ressourcen aus Abwasser und Abfällen schließt nicht nur den Kreislauf von Rohstoffen, sondern ist CO2-neutral. Steigende Entsorgungskosten für Klärschlamm sind ein weiterer Kostenfaktor, der den Druck auf Kläranlagenbetreiber weiter erhöht, neue Technologien zur Effizienzsteigerung einzusetzen. So zeigen sich die Betreiber zunehmend sensibel hinsichtlich der Schlamm- Nutzung als Dünger in der Landwirtschaft...
| Copyright: | © Deutscher Fachverlag (DFV) | |
| Quelle: | April/Mai 2012 (April 2012) | |
| Seiten: | 2 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Henrik Kruchen | |
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Betriebserfahrungen zur Verbrennung von Klärschlamm im Kleinstmassstab
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2025)
Die Novelle der Klärschlammverordnung (2017) erhöht den Bedarf an Verbrennungskapazitäten und erfordert in ländlichen Regionen dezentrale Lösungen:
Inwertsetzung von metallurgischen Schlacken: Wertmetall/(Phosphor) rückgewinnung und Herstellung einer Bindemittelkomponente
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Schlacken sind der Hauptnebenstrom des Stahlherstellungsprozesses. Obwohl sie als Rückstände oder Nebenprodukte betrachtet werden, enthalten sie oft noch große Mengen an wertvollen Elementen wie Fe, Mn, Cr und P, meist in oxidischem Zustand, zusammen mit einer Ca-Mg-Al-Si-Matrix.
Thermisch behandelte Stahlschlacken und künstliche Mineralfasern als neuartige reaktive Bindemittel für die Baustoffindustrie
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Bei der Zementproduktion entstehen etwa 7% der weltweiten Treibhausgasemissionen. Deshalb wird in der Bindemittelindustrie oft Zement durch Zumahlstoffe (supplementary cementitious materials, SCMs) ersetzt, wie beispielsweise Hüttensand, der durch schnelles Abkühlen von Hochofenschlacke entsteht.
Verwendung von Eisenhüttenschlacken als zirkuläre Rohstoffe
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2024)
Schlacken aus der Produktion von Eisen und Stahl sind ein echter Multifunktionswerkstoff. Die Anwendungsgebiete reichen vom Einsatz im Straßen- und Betonbau über die Substitution von Zement bis hin zur Nutzung als Düngemittel. Neben den schon bestehenden Verwendungsgebieten von stahlwerksschlacken wird gemeinsam von Industrie und Wissenschaft an neuen, hochwertigen Anwendungen geforscht.
Erfahrungen aus Projekten der Mono-Klärschlammverbrennung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2023)
Die Verbrennung von Klärschlamm in Monoverbrennungsanlagen stellt bestimmte Ansprüche an die Verbrennungstechnologie sowie die Einrichtung der zugehörenden weiteren Verfahrensschritte. Vorgestellt werden Prinzip, Randbedingungen und zugehörende Verfahrensschritte bei der Wirbelschichttechnik als Kernbereich der Verbrennung.
