Beim Abwassertransport Wartungs- und Energiekosten sparen

Feststofftrennsysteme bewältigen Rohabwasser auch mit einem hohen Anteil von Feststoffen. Sie können mit weit geringerem Energieverbrauch und niedrigeren Wartungskosten eingesetzt werden als vergleichbare gleich große Systeme, die mit Tauchmotorpumpen arbeiten, bei denen Abwasser und Feststoffe nicht separiert werden.

Trinkwasser ist eine kostbare Ressource und wird immer sparsamer eingesetzt. Veränderte Verbrauchsgewohnheiten, moderne Badezimmerinstallationen sowie Waschmaschinen und Geschirrspüler mit immer niedrigerem Wasserbedarf führen dazu, dass der Trinkwasserverbrauch der Privathaushalte vielerorts rückläufig ist. Damit geht auch die Menge an Abwasser zurück – obwohl der Anteil der enthaltenen Feststoffe gleich bleibt oder eher noch zunimmt. Diese Beimengungen umfassen eine Vielzahl von verschiedenen Stoffen, die allesamt das Abwassersystem und damit vor allem die Pumpen durchlaufen müssen. Die Bandbreite reicht von Toilettenpapieren, Einmalwischtüchern und Hygieneartikeln bis hin zu Kunststofffolien, Putzlappen und anderem Haushaltsmüll, der absichtlich oder versehentlich in der Kanalisation landet. Sie umfassen aber auch Stoffe, die mit dem Regenwasser eingeschwemmt werden können, zum Beispiel Blätter, Zweige oder sogar Steine, die vor allem in bergigen Regionen immer wieder eingespült werden. Für die Betreiber von Abwassernetzen und Pumpstationen bedeuten diese Feststoffe erhebliche Herausforderungen. Sie benötigen Pumpen, die mit einem hohen Feststoffanteil im Abwasser zurechtkommen, verschleißarm arbeiten, nur geringen Wartungsaufwand verursachen und auch noch möglichst wenig Strom verbrauchen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 04 - 2012 (April 2012)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Christoph P. Pauly

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