Breitbandverlegung in Deutschland: Für wen gelten die anerkannten Regeln der Technik?

Der Ausbau des Breitbandnetzes steht seit Anfang 2009 im Fokus der Bundesregierung. Ihrer veröffentlichten Breitbandstrategie, wonach bis Ende 2018 etwa 75 % aller deutschen Haushalte über Breitbandanschlüsse mit einer Übertragungsrate von mehr als 50 MBit/s verfügen sollen, müssen nun Taten folgen. Im März dieses Jahres wurde das neue Telekommunikationsgesetz (TKG) im Bundeskabinett verabschiedet, worin o. g. Forderungen nun auch gesetzlich verankert sind. Die Bundesregierung kündigt Fördermittel in Höhe von 250 Millionen € an.

Welcher Versorger und welcher Leitungstiefbauer kennt das nicht: Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der leitungsgebundenen Energie- und Breitbandversorgungsnetze haben nach den „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ zu erfolgen. Wer erstellt diese Regeln? Für netztechnische und betriebliche Fragen sind hier in erster Linie die Regel setzenden Verbände für Energie- und Wasserversorgungsnetze zu nennen. Die Erstellung der technischen Vorschriften erfolgt in einem geordneten Verfahren unter Beteiligung der betroffenen Fachkreise (vgl. hierzu auch EnWG § 49).
• AGFW Der Energieeffizienz-Verband für Wärme, Kälte und KWK e. V.
• DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches
• FNN Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE
Für die Erweiterung, Erneuerung, Veränderung und Reparatur von Leitungsnetzen werden die öffentlichen Straßen, Wege und Plätze zum Teil wiederholt aufgegraben. Technische Regeln hierzu werden u. a. in Arbeitskreisen des DIN, der FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) und der Berufsgenossenschaften erstellt. Diese erarbeiteten Regeln werden dann durch Bundes- bzw. Landeserlass in Kraft gesetzt. Mitunter werden diese Regeln in vielen Kommunen durch ergänzende, aber unterschiedliche und teilweise sehr kostenintensive Vorgaben erweitert. Um z. B. die notwendige Aufbruchgenehmigung in öffentlichen Verkehrsflächen zu erlangen, müssen all diese Vorgaben der Straßenbauämter bzw. der Baulastträger durch die ausführenden Baufirmen erfüllt werden.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2012 (Mai 2012)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Susanne Hake

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Projektverbund zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der bayerischen Wirtschaft - ForCYCLE II
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2018)
Zur Fortschreibung des erfolgreich abgeschlossenen Projektverbundes ForCYCLE finanzierte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) die Konzeption eines neuen Verbundes zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der bayerischen Wirtschaft, insbesondere für KMU und Handwerk, ForCYCLE II.

Deutschland scheitert (vorerst?) mit nationalem Alleingang bei Schadstoffgrenzwerten für Kinderspielzeug
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2015)
Die Entscheidung des Europäischen Gerichts betrifft den nationalen Alleingang der Bundesrepublik Deutschland nach Art. 114 Abs. 4 AEUV hinsichtlich der Beibehaltung von Grenzwerten für bestimmte chemische Stoffe in Kinderspielzeug. Mit der bis zum20.1.2011 umzusetzenden und ab dem 20.7.2011 anzuwendenden Richtlinie 2009/48/EG4 (im Folgenden: neue Spielzeugrichtlinie) wurden die Bestimmungen für die Sicherheit von Spielzeug und dessen freien Verkehr innerhalb der Europäischen Union aktualisiert.

The Coolsweep Project - establishing common resources across borders within the field of waste-to-energy
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Waste poses a major problem area as well as a great business potential in countries throughout the globe. Therefore, cross-regional collaboration between leading companies, universities, and public authorities is not only necessary to overcome problems of environmental degradation and pollution; it is also good business for everyone. The Coolsweep project aims to support the development of these cross-regional partnerships by establishing research driven collaboration between leading European stakeholders within waste-to-energy. The project partners include five major European cleantech cluster organisations, two universities and one cluster analysis organisation deriving from Italy, Spain, Denmark, Austria, Norway, and Latvia.

Ressourceneffizienz in der Eisen- und Stahlindustrie
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Zur Begegnung der Problematik Verknappung natürlicher Rohstoffe, wurden Möglichkeiten zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der Eisen- und Stahlindustrie untersucht. In diesem Beitrag werden ausgewählte Prozessrückstände anhand einer Stoffstromanalyse identifiziert und charakterisiert sowie Lösungsansätze für eine effiziente Verwertung mit Metallrückgewinnung aufgezeigt und diskutiert

Megatrends der Zukunft – steigender Energiebedarf, Bevölkerungswachstum und Rohstoffknappheit
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
Der Klimawandel und seine Folgen sind eine der größten Herausforderungen. Die Eindämmung der globalen Erwärmung bedeutet, weltweites Wachstum von Bevölkerung und Wirtschaft und den daraus resultierenden Energiebedarf zu entkoppeln. Besonders erschwerend hierfür sind die Megatrends demografischer Wandel und die wachsende Urbanisierung. Kritische Faktoren sind auch die Globalisierung, das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer und die daraus resultierende Steigerung des Lebensstandards, deren Ausdruck eine gewaltig anwachsende Mobilität ist.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...