Autonome Mess-Systeme mit Fernübertragung (GSM-2)

Das Bedürfnis nach autonom arbeitenden Mess-Systemen besteht schon lange, wurden bis jetzt jedoch nur mit dem Einsatz von lokal auslesbaren Datenloggern realisiert. Die gewonnenen Daten waren zwangsläufig nie aktuell und boten lediglich einen Blick auf die Historie. Eine ständige Funktionsüberwachung der Messgeräte fehlte. Die Nutzung der Mobilfunknetze und dem Internet erlaubt es heute, weit verstreute Mess-Systeme virtuell an einem Ort zusammenzufügen und die gewonnenen Daten zeitnah zu verwerten.

Professionelle Messtechnik profitiert in hohem Maße von Komponenten und Technologien, die ursprünglich für die hohen Stückzahlen bei Konsumprodukten entwickelt wurden. Ein aktuelles Beispiel ist die Nutzung der Mobilfunknetze zur Datenübertragung. Die GSM-Empfangsabdeckung ist so weit fortgeschritten und die Preise für Telefonmodule und Gesprächskosten so günstig, dass dies nicht nur für dezentral oder völlig abseits gelegene Messpunkte, sondern auch an gut erreichbaren Orten die billigste und einfachste Lösung der Messwerterfassung ist.
Die Kosten für die Datenübertragung ist ein Bruchteil der Kosten für Personal zur Messwerterfassung. Zudem ist dieses komplette Mess-System mit GSM-Übertragung nur wenig teurer als ein Datenlogger ohne GSM-Übertragung.
Bei der Übertragung von Messdaten per E-Mail fallen derzeitig sehr geringe Kosten an. Wird eine Prepaid-Karte eingesetzt, entfallen sogar die monatlichen Gebühren.
Die Datenübertragung per E-Mail oder SMS sind die in der Praxis am einfachsten umzusetzenden Möglichkeiten, denn auf der Empfangsseite muss nicht viel getan werden. Es reicht ein normales Mobiltelefon, an dem die Messdaten (SMS) via PC ausgelesen werden, oder ein PC mit Internetanschluss, über den die Daten via EMail empfangen werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 7-8 / 2011 (August 2011)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl. El.-Techniker TS Marcel Gautschi

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