Die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an den Staustufen der Bundeswasserstraße Neckar

Die im Rahmen des Ausbaus des Neckars für das 135-m-Schiff erforderlichen Eingriffe in Natur und Umwelt werden mit sieben Fischaufstiegsanlagen zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit kompensiert. Das Wasserhaushaltsgesetz schreibt seit dem 1. März 2010 den Bau weiterer Fischaufstiegsanlagen u. a. an der Bundeswasserstraße Neckar vor. Um einen durchgehenden Fischaufstieg zwischen Mannheim und Plochingen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens realisieren zu können, haben Experten Lösungsansätze zur Standardisierung von Fischaufstiegsanlagen erarbeitet.

Das Amt für Neckarausbau Heidelberg (ANH), eine Dienststelle der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, plant neben der Ertüchtigung der Bundeswasserstraße Neckar für 135 m lange Binnenschiffe, dem Bau von Liegestellen für die Schifffahrt, der Instandsetzung oder dem Neubau von Wehren und Hochwassersperrtoren sowie der Sicherung von Seitenkanälen auch die Herstellung von Fischaufstiegsanlagen, die der Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit dienen. Um die mindestens 26 Fischaufstiegsanlagen (am Wehr Ladenburg existiert bereits ein neuer Vertical-Slot-Pass) in einem übersehbaren Zeitraum realisieren zu können, haben Ingenieure und Biologen des Bundes und des Landes Baden-Württemberg nach Möglichkeiten der Standardisierung von Fischaufstiegsanlagen gesucht. Auf der Grundlage einvernehmlich ausgewählter Leitfischarten für den Neckar entwickelten die Experten Mindestanforderungen für die Fischaufstiegsanlagen. Für die einzelnen Standorte müssen die vom ANH beauftragten Fachplaner diese Mindestanforderungen in der jeweiligen Detailplanung berücksichtigen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 6 / 2011 (Juni 2011)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Klaus Michels
Dipl.-Ing. Werner Zacharides

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2022)
Immer mächtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschränken oder nur noch bei Erfüllen massiver gewässerökologischer Maßnahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so „verseucht“ ist, dass Gewässerorganismen sich unterhalb üblicher Kläranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren können?

Woran das Gebot zur Bürgerbeteiligung bei der WRRL-Umsetzung scheitert
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2022)
Für die deutsche Wasserwirtschaft war das Gebot der Wasserrahmenrichtlinie zur aktiven Förderung der Bürgerbeteiligung eine Novität. Zu Beginn der formal letzten Umsetzungsperiode der Richtlinie (2021-2027) ist der Elan der Behörden zur Förderung der Partizipation merklich erlahmt. Mit einer technokratischen und bürokratischen Herangehensweise können die Wasserwirtschaftsverwaltungen in den Bundesländern aber keine „Follower“ hinter sich versammeln. Der BUND macht deshalb Vorschläge für eine besser gelingende Partizipation.

Auswirkungen der Dürreverhältnisse 2018-2020 auf die Grundwasserstände in Mitteldeutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2021)
Die Jahre 2018-2020 waren außergewöhnlich trocken! Hiervon waren nicht nur menschliche Nutzungen, wie Land- und Forstwirtschaft oder Wasserversorgung, sondern auch der Naturraum, insbesondere aquatische Ökosysteme, betroffen. Ein besonders stark getroffenes Gebiet ist hierbei der mitteldeutsche Raum, der ohnehin durch geringe Niederschläge und Grundwasserneubildung charakterisiert ist. Im Rahmen der Studie wurden die Pegelstände von über 220 Grundwassermessstellen in Mitteldeutschland untersucht und das historische Ausmaß des Wasserdefizits aufgezeigt.

Partizipation betroffener Akteursgruppen zur Minderung der Nitratbelastung des Grundwassers
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2020)
Die Nitratwerte im deutschen Grundwasser sind vielerorts seit über 20 Jahren erhöht. Die EU-Kommission beurteilte entsprechende Gesetzesnovellen der vergangenen Jahre mehrfach als unzureichend. Vorgestellt werden Untersuchungsergebnisse dazu, unter welchen Voraussetzungen kleine partizipative Gremien lokal zu einer Einhaltung der Nitratgrenzwerte in ihrer jeweiligen Region beitragen können.

Wasser Berlin International 2017
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2017)
Bericht über Wasser Berlin international 2017

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...