Untersuchungen zur Befahrbarkeit des Neckars mit 135 m langen Schiffen in der Streckenfahrt

Im Rahmen der Verlängerung bestehender Neckarschleusen für das 135 m lange „Große Rheinschiff“ (üGMS) ist die Befahrbarkeit mit dem üGMS in der Streckenfahrt mit ihren teilweise sehr schmalen Querschnitten und engen Kurven zu überprüfen. Im Vorfeld konnte die grundsätzliche Befahrbarkeit im Richtungsverkehr aufgezeigt werden. Es war jedoch unklar, in welchen Streckenabschnitten Überholungen oder Begegnungen möglich sind. Hierzu wurden Naturuntersuchungen mit heute zugelassenen GMS und einem Verband, mit dem ein üGMS simuliert wurde, durchgeführt. Nachfolgend wird die Methodik der Durchführung und Auswertung der Naturversuche mit zugehöriger Prognose für den Ausbaufall aufgezeigt.

Auf dem Rhein hat sich nach Freigabe der Zulassung durch die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt bei Neubauten das „Große Rheinschiff“ mit max. 135 m Länge, nachfolgend „übergroßes Großmotorgüterschiff“ (üGMS) genannt, durchgesetzt. Nach einer Marktanalyse der Firma PLANCO-Consulting könnte es künftig 30 % der Neckarflotte ausmachen, wenn die Befahrbarkeit auf dem Neckar möglich wäre. Derzeit können nur 105 m lange Großmotorgüterschiffe (GMS) geschleust werden. Vorgesehen ist deshalb die Verlängerung von je einer Schleusenkammer der meist als Doppelschleusen ausgebildeten Schleusenanlagen am Neckar auf 135 m Nutzlänge. Hierfür ist der Nachweis der Befahrung in den Strecken zwischen den Schleusen mit ihren z. T. sehr schmalen Fahrrinnenbreiten und engen Kurven zu erbringen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 6 / 2011 (Juni 2011)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr.-Ing. Bernhard Söhngen
Dipl.-Ing. Raed Qaqunda

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