Wasserwirtschaft 07-08 / 2010

- Der neue Multi-Struktur-Schlitzpass
- K√ľsten ‚Äď die Risikobrennpunkte der Erde
- Kanalsanierung ‚Äď Werterhalt durch Wissensvorsprung
- ...


Die Gegendruck-Peltonturbine als L√∂sung f√ľr die Energieproduktion in Trinkwassersystemen
Reto Baumann, Thomas Juric
Im Trinkwasser schlummert √Ėkostrom. Bisher wurden zu dessen energetischer Nutzung klassische Peltonturbinen oder kosteng√ľnstigere r√ľckw√§rtslaufende Standardpumpen (PAT) eingesetzt. Beide Technologien weisen Nachteile bzw. Einschr√§nkungen hinsichtlich ihrer Einsatzm√∂glichkeiten auf, was eine optimale Umsetzung der vorhandenen Potenziale oftmals nicht g√§nzlich erm√∂glicht. Die neue Gegendruck-Peltonturbine vereint die Vorteile der beiden Technologien und ist dadurch in vielen F√§llen die ‚Äěeffizienteste L√∂sung‚Äú.
Strategische Umweltpr√ľfung f√ľr den Ausbau der Kleinwasserkraft im Einzugsgebiet des Aragvi
Dipl.-Ing. Dr. Martin Fuchs, Dr. Herbert Weilguni, Dipl.-Ing. Martin Lagler, Dr. Richard Temsch, Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Pelikan
Zur Beurteilung m√∂glicher Auswirkungen des Kleinwasserkraftausbaus im Flusseinzugsgebiet des Aragvi in Georgien wurde eine Strategische Umweltpr√ľfung durchgef√ľhrt. Das Projekt umfasst technische, umweltbezogene und sozio√∂konomische Aspekte sowie ein Programm zur √Ėffentlichkeitsbeteiligung. Besonders sensible √∂kologische Zonen finden sich in den abgelegenen Regionen. Daher wird empfohlen, den Ausbau der Kleinwasserkraft auf die bereits gut mit Stra√üen und Leitungen erschlossenen Hauptt√§ler zu konzentrieren. Dort finden sich auch die gr√∂√üten Wasserkraftpotenziale.
Der neue Multi-Struktur-Schlitzpass
Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Mader, Dipl.-Ing. Michael-Marcus Tauber
Der neu entwickelte Multi-Struktur-Schlitzpass stellt eine optimale L√∂sung zur Wiederherstellung des Gew√§sserkontinuums dar. Die Formgebung erm√∂glicht eine Reduktion des Betriebsdurchflusses (-40 %), der Flie√ügeschwindigkeit (-20 %), der Energiedissipation (-30 %) und der Turbulenz (-35 %) im Beckenpass. Damit ist ein einfaches Durchwandern der Anlage in beide Richtungen auch f√ľr schwimmschwache Fischarten und Juvenile m√∂glich. Die Reduktion des Betriebsdurchflusses wirkt sich dar√ľber hinaus positiv auf die Erzeugung elektrischer Energie am Querbauwerk aus.
Meeresschutz und Schutz der Binnengew√§sser ‚Äď Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Dr. Ulrich Irmer, Stefanie Werner, Ulrich Claussen, Dr. Wera Leujak, Dr. Petra Ringeltaube
Die am 22. Dezember 2000 in Kraft getretene EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) [2] verpflichtet die Mitgliedsstaaten (MS) der Europ√§ischen Gemeinschaft, bis zum Jahr 2015 einen ‚ÄěGuten Zustand‚Äú der Binnen- und K√ľstengew√§sser sowie des Grundwassers zu erreichen. Die Richtlinie konkretisiert die entsprechenden Anforderungen sowie die notwendigen fachlichen und organisatorischen Schritte.
K√ľsten ‚Äď die Risikobrennpunkte der Erde
Dr.-Ing. Wolfgang Kron
K√ľsten sind attraktive, aber auch in besonderem Ma√üe verschiedensten Naturgefahren ausgesetzte Gebiete. Die meisten der gro√üen Naturkatastrophen der letzten Jahre ereigneten sich an K√ľsten. Nirgendwo sonst ist das Potenzial exorbitanter Sch√§den so hoch wie hier. Das hohe Risiko begr√ľndet sich nicht allein auf den Naturgefahren, sondern wird insbesondere durch die enorme Bev√∂lkerungs- und Wertekonzentration in K√ľstengebieten sowie durch die Anf√§lligkeit moderner, hochvernetzter Gesellschaften bestimmt.
Hochwasserschutz, kommunale Planungshoheit und Eigentum
Prof. Dr. Michael Reinhardt
Der Beitrag er√∂rtert das Verh√§ltnis zwischen Hochwasserschutz und Eigentum der betroffenen Anlieger. Dar√ľber hinaus besch√§ftigt er sich mit der Reform des deutschen Hochwasserschutzrechts und der Umsetzung der Richtlinie 2007/60/EG √ľber die Bewertung und das Management von Hochwasserrisiken nach dem neuen Wasserhaushaltsgesetz.
Maßnahmen zur Pipeline-Sicherheit und -Überwachung
Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-B. Horlacher, Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Giesecke
In einer vorausgegangenen Veröffentlichung befassten sich beide Autoren mit den hydraulischen Problemen bei Mineralölfernleitungen [1]. Dieser Beitrag schildert die am meisten infrage kommenden Maßnahmen zur Sicherheit derartiger Pipelines.
Abfluss √ľber breitkronige Wehre
Dr. Oscar Castro-Orgaz, Dr. Michael Pfister
Alle Abfl√ľsse, bei denen der Sohlen- oder der Wasserspiegelverlauf geneigt oder nicht parallel ist, weisen keine hydrostatischen Druckverh√§ltnisse auf. Entsprechend ist das Konzept der minimalen Energieh√∂he kombiniert mit der kritischen Wassertiefe nicht anwendbar. Das effektive Geschwindigkeits- und Druckprofil muss zur Berechnung der Energieh√∂he deshalb ber√ľcksichtigt werden. Die Theorie der gekr√ľmmten Stromlinien wird am Beispiel des Abflusses √ľber ein breitkroniges Wehr mit abgerundeter Oberstrom-Kante angewandt und mit Modellmesswerten verglichen.
Absch√§tzung der zuk√ľnftigen Sedimentationsleistung einer Vorsperre im Mittelgebirge
Prof. Dr.-Ing. Ulf Teschke
Um große Hauptsperrbecken mit wenig Sediment zu belasten, wird ihnen häufig eine Vorsperre vorgeschaltet. Im Laufe der Zeit kommt es durch die Sedimentablagerung zu einer Verringerung der Sedimentationsleistung. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Abschätzung der Sedimentationsleistung einer kleinen Vorsperre im Harz. Es wird die Sedimentationsleistung bei Inbetriebnahme der Sperre vor 73 Jahren und im heutigen Zustand abgeschätzt. Nach einer Kalibrierung des Berechnungsmodells wird die Sedimentationsleistung in den nächsten Jahrzehnten prognostiziert.
Kanalsanierung ‚Äď Werterhalt durch Wissensvorsprung
Dipl.-Ing. Marie Launay, Dipl.-Hyd. Isabelle Fechner
Am 15. 04. 2010 fand im Max-Planck-Institut in Stuttgart die 1. Stuttgarter Runde ‚ÄěKanalsanierung ‚Äď Werterhalt durch Wissensvorsprung‚Äú statt. Veranstalter waren der DWA Landesverband Baden-W√ľrttemberg und das Institut f√ľr Siedlungswasserbau, Wasserg√ľte- und Abfallwirtschaft der Universit√§t Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Entwicklungsinstitut f√ľr Industrie- und Siedlungswasserwirtschaft sowie Abfallwirtschaft e. V. Stuttgart. Die 145 Teilnehmer nutzten die Tagung, um sich von hoch qualifizierten Referenten aus der Praxis einen aktuellen √úberblick √ľber den Stand der Inspektions- und Sanierungstechnik von √∂ffentlichen und privaten Kan√§len geben zu lassen.
Flusskonferenz Main 2010 ‚Äď Leben am Fluss
Dr. Kai Fischer, Harald Schmitt
√úber 230 Beh√∂rdenvertreter, Kommunalpolitiker und Verbandsvertreter aus Bayern, Hessen und Baden-W√ľrttemberg diskutierten am 16. und 17. M√§rz 2010 in W√ľrzburg auf der zweit√§gigen Flusskonferenz Main 2010 ‚Äď Leben am Fluss, Probleme und Zukunftsperspektiven f√ľr den Fluss Main. Ziel der Gemeinschaftsveranstaltung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion S√ľd und der Bundesl√§nder Hessen, Bayern und Baden-W√ľrttemberg ist es, allen am Fluss Main t√§tigen Interessensgruppen aus Naturschutz, Politik, Wirtschaft, Schifffahrt, Fischerei, Freizeit und Kultur eine Plattform zum Meinungsaustausch zu geben. Auf der Konferenz wurde ein breites Themenspektrum behandelt.
Das Wasserkraftpotenzial des Bundeslandes Salzburg in √Ėsterreich
Dipl.-Ing. Michael-Marcus Tauber, Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Mader
Durch Revitalisierungsma√ünahmen, einen zeitgem√§√üen Ausbau und eine Anbindung an das √∂ffentliche Stromnetz lie√üe sich im Bundesland Salzburg eine Steigerung der Erzeugung um rd. 85 % (450 GWh/a) aus 442 bestehenden Wasserkraftanlagen <5 MW erzielen. Durch die multifunktionale Nutzung von Quellen als Trinkwasserkraftanlagen w√§ren bei einem Ausbau auf die genehmigten Abfl√ľsse 13,4 GWh/a hebbar. W√ľrden Beschneiungsteiche multifunktional f√ľr die Pumpspeicherung genutzt, so w√§re die zus√§tzliche Bereitstellung von 1 400 GWh/a an Spitzen- und Regelenergie m√∂glich.
Sanierung von Kleinwasserkraftwerken in Rumänien
Dipl.-Ing. Mag. Jörg Gmeinbauer
2008 konnte sich die Wien-Energie-Tochter Wienstrom GmbH bei der Versteigerung von Kleinwasserkraftwerken der Hidroelectrica S. A. erfolgreich gegen nationale und internationale Konkurrenz durchsetzen sowie gemeinsam mit strategischen Partnern 31 Kleinwasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von rund 20 MW erwerben. Die Anlagen wurden in die neu gegr√ľndete Wienstrom-Tochter Vienna Energy Forta Naturala Srl. eingegliedert und werden derzeit einem umfassenden Sanierungsprogramm unterzogen. Wien Energie ist damit bereits der drittgr√∂√üte Betreiber von Kleinwasserkraftwerken in Rum√§nien.
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