GWF 01/2010

- Benchmarking des Prozesses Wasserverlustmanagement in Trinkwasserversorgungssystemen
- Einfluss der Kanalreinigung: auf Sp√ľlsto√üfrachten in Mischwassersystemen
- Keine Regulierung der Wasserpreise!
- ...


Benchmarking des Prozesses Wasserverlustmanagement in Trinkwasserversorgungssystemen
Dipl.-Ing. Dr.techn. Jörg Kölbl
Die unterschiedlichen Strategien sowie die Vielzahl an eingesetzten Methoden und Technologien f√ľr das Management von Wasserverlusten in Trinkwasserversorgungssystemen machen es Wasserversorgungsunternehmen oft schwer, die f√ľr das eigene Unternehmen am besten geeigneten Ma√ünahmen im Wasserverlustmanagement auszuw√§hlen. Prozessbenchmarking ist eine Methode, die Effizienz und die technische Qualit√§t im Wasserverlustmanagement zu untersuchen und mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Dieser Beitrag beschreibt das im Rahmen einer Dissertation [1] entwickelte Prozessbenchmarkingsystem f√ľr den Prozess des Managements realer Wasserverluste. Beispielhaft werden auch Ergebnisse aus dem in √Ėsterreich durchgef√ľhrten √ĖVGW Prozessbenchmarking 2007/08 dargestellt und diskutiert.
Entwicklung und biologische Bewertung der Mikrowellenplasma-Technologie als UV-Quelle f√ľr die Entkeimung von Wasser/Abwasser
Dr. Thomas Schwartz, Dr. Jacqueline S√ľ√ü, Dr. Mathias Kaiser, J√ľrgen Vogt, Horst M√ľgge
Ziel des Vorhabens war die Entwicklung einer elektrodenlosen UV-Lichtquelle basierend auf einer Mikrowellen- Plasmaentladung (bevorzugt Excimerentladungen) mit Strahlungsemission im Bereich zwischen 200‚Äď300 nm. Mit diesen Lichtquellen wurde untersucht, ob durch alternative Emissionslinien eine deutlich bessere Entkeimungswirkung erzielt werden kann als mit der klassischen Quecksilberdampflinie bei 254 nm. Mit einem neuen Konzept wurden mit molekularbiologischen und mikrobiologischen Verfahren neben der Inaktivierungseffizienz bei hygienisch relevanten gram-positiven und gram-negativen Referenzbakterien auch nat√ľrliche Abwasserpopulationen aus dem Auslauf einer kommunalen Kl√§ranlage analysiert. Neben quantitativen Ans√§tzen wurde auch der Grad der DNA-Sch√§digung durch die Strahlung und das Regenerationsverhalten der Bakterienpopulationen in die Bewertung eingebunden.
Einfluss der Kanalreinigung: auf Sp√ľlsto√üfrachten in Mischwassersystemen
Dipl.-Ing. Ruben-Laurids Lange, Prof. Dr.- Ing. habil. Marc Wichern, Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler, Dipl.-Ing. Marco Schl√ľter,
Die Einf√ľhrung einer bedarfsorientierten Reinigungsstrategie bietet f√ľr Kommunen, die ihr Kanalnetz unabh√§ngig vom Ablagerungszustand alle zwei Jahre oder √∂fter komplett reinigen, Potential f√ľr hohe Kosteneinsparungen. Weitgehend unbekannt ist jedoch, inwiefern eine Ver√§nderung (in der Regel eine Verl√§ngerung) der Reinigungsintervalle negative Auswirkungen, bspw. durch erh√∂hte Schmutzfrachtentlastungen aus dem Kanalnetz in die Gew√§sser, hat. F√ľr die untersuchten Einzugsgebiete zeigte sich, dass die Menge der im Mischwasserabfluss transportierten Schmutzfrachten ma√ügeblich von Einflussgr√∂√üen wie den Einzugsgebietseigenschaften oder der Dauer der Trockenperiode vor einem Regenereignis abh√§ngen, w√§hrend sich ein langanhaltender Effekt einer Kanalreinigung nicht nachweisen lie√ü.
Bestimmung der anaeroben Abbaubarkeit von Hochlastabwasser im Semibatch-Verfahren zur Bilanzierung von Stoffströmen bei der Co-Vergärung
Stefan Gartiser, Andreas Killer
Die Nutzung der Faulraumkapazit√§t kommunaler Kl√§ranlagen f√ľr die Co-Verg√§rung organischer Substrate und die Nutzung des entstehenden Biogases als Energietr√§ger wird als sinnvolle Strategie der Rohstoff - und Abfallwirtschaft angesehen und auch f√ľr organisch hoch belastete Abw√§sser ‚ÄěHochlastabw√§sser‚Äú der Industrie angewandt [1]. Allerdings ist der Nachweis zu erbringen, dass diese Substrate anaerob abbaubar sind und die Faulung nicht st√∂ren.
Keine Regulierung der Wasserpreise! Die deutsche Wasserwirtschaft steht zu ihrem öffentlichen Auftrag und setzt auf Transparenz
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Merkel
Die √∂ffentliche Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung in Deutschland stehen in einem Spannungsfeld (Bild 1). Zwischen der Daseinsvorsorge als Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung, neuen technischen und strukturellen Herausforderungen auf der einen Seite und dem von wirtschaftspolitischem Denken bestimmten Wettbewerb und kartellamtlichen Preiskontrollen auf der anderen Seite und m√∂glicherweise daraus erwachsenden Risiken f√ľr Qualit√§t und Zuverl√§ssigkeit ist der richtige Weg zu finden.
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