Wasser und Abfall 11/2009

- Vom Müllberg zum Energieberg
- Neue Sicherheitsregeln für Vergärungsanlagen
- Die Natur hilft nicht den CO2-Anstieg zu bremsen
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Vom Müllberg zum Energieberg
Thomas Müllerschön
Aus der ehemaligen Mülldeponie-West in Karlsruhe wurde ein „Energieberg“, auf dem jährlich 17,5 Mio. kWh Strom produziert werden. Dies reicht aus, um ca. 17.000 Einwohner mit Strom zu versorgen. Der im Karlsruher Rheinhafen gelegene Berg ist die zweithöchste Erhebung in der Rheinebene nach dem Kaiserstuhl.
Neue Sicherheitsregeln für Vergärungsanlagen
Dipl.-Ing. Ludger Kock
Planer und Betreiber von Vergärungsanlagen sollten sich frühzeitig mit baulichen Maßnahmen zur Unfallverhütung beschäftigen. Die Sicherheitsregeln erfassen alle Bereiche der Vergärungsanlage und der darin tätigen Personen und gehören zum Sicherheitskonzept der Anlage.
Monetäre Bewertung von Komposten und Gärprodukten
Dr. Bertram Kehres
Etwa die Hälfte aller erzeugten Komposte und nahezu alle Gärprodukte finden ihren Absatz in der Landwirtschaft. Bei einer monetären Bewertung von Komposten oder Gärprodukten ist die Zufuhr von Pflanzennährstoffen zur Düngung und von organischer Substanz zur Erhaltung von Bodenfruchtbarkeit und Humusreproduktion zu berücksichtigen.
Erweiterung der Bioabfallverwertung um energetische Nutzungsoptionen
PD Dr. Ing. habil. Ina Körner, Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Elmar Fischer
Die energetische Nutzbarmachung von Bioabfallströmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ihre aktuelle Nutzung in Deutschland wird analysiert. Die Perspektiven sowie das Für und Wider einer verstärkten energetischen Nutzung werden diskutiert. Eine Kombination von Vergärung und Kompostierung erscheint sinnvoll, um sowohl eine energetische als auch stoffliche Nutzung zu erzielen.
Die Natur hilft nicht den CO2-Anstieg zu bremsen
Prof. Dr. Ludger Grünhage, Prof. Dr. Klaus Hanewald, Gerhard Dörger, Dr. Thomas Schmid, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Jäger
Umweltbeobachtung- und Klimafolgenforschungsstation Linden
Einzugsgebiete mit gestörten Hochmooren und ihre Relevanz für Trinkwassertalsperren im Erzgebirge
Dipl.-Geograph Jörg Scheithauer, Dr. Karsten Grunewald, Dipl.-Biol. Ralf Sudbrack, Dipl.-Biol. Karin Freier, Henning Andreae
Von dem Phänomen steigender Huminstoffeinträge in Oberflächengewässer sind Trinkwassertalsperren im Erzgebirge betroffen. Wieder zu vernässende Hochmoore stehen als Stoffsenke, Stoffquelle und Schutzgut im Fokus.
Alternative Kriterien für die Modellselektion in der Hochwasserstatistik
Dr. Jörg Walther, Dr. Michael Schramm, Dr. Ralf Haupt, Prof. Dr. Konrad Miegel
Im Beitrag „Defizite der Modellselektion in der Hochwasserstatistik“ in Heft 12 /2008 dieser Zeitschrift [1] werden die im DVWK-Merkblatt 251 „Statistische Analyse von Hochwasserabflüssen“ [2] empfohlenen Kriterien zur Modellselektion als dem allgemeinen Wissensstand in der Statistik widersprechend kritisiert. Dargelegt wird dort, dass diese Kriterien zur Wahl von ungünstigen Modellen und damit zu nicht optimalen Bemessungen führen können. Mit dem Akaike-Informationskriterium AIC [3] und dem Bayesschen Informationskriterium BIC [4] werden zwei alternative Kriterien für die Modellselektion vorgeschlagen.
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