Wasser und Abfall 06/2009

- Wege zur energieautarken Kläranlage
- Abfallwirtschaftliche Rekonstruktion von Altdeponien
- Energieeffizienz auf Kläranlagen – Potenziale und Handlungsfelder
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Energieeffizienz auf Kläranlagen – Potenziale und Handlungsfelder
Rolf Jung, Hon. Prof. Dr.-Ing. Matthias Franke, M. Eng. Andreas Weger, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
Der Beitrag fasst die Ergebnisse eines vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) geförderten Vorhabens zur Energieeffizienz auf Kläranlagen zusammen. Dabei werden zunächst die potenziellen Energiequellen und -senken auf Kläranlagen identifiziert und der Ist-Zustand bayerischer Kläranlagen dargestellt. Abschließend werden verschiedene Handlungsfelder auf ihre Eignung zur Verbesserung der Energieeffizienz auf Kläranlagen untersucht und bewertet.
Wege zur energieautarken Kläranlage
Dipl. Ing. fĂĽr Umweltschutz Reiner Kunz
Neben Energieeinsparung ist die weitgehende Nutzung der im Abwasser vorhandenen Energiequellen von erheblicher Bedeutung zur Verringerung des Energiebezugs einer Kläranlage. Projekte in Rheinland-Pfalz haben zum Ziel, Kläranlagen in den nächsten Jahren zur energieautarken Kläranlage zu entwickeln.
Anwendung von Energie-Kennzahlen auf Anlagen zur Nutzung von Energie aus Abfall
Dr. Oliver Gohlke, M.Sc. Dipl.-Ing. Martin J. Murer
Für die Bewertung der Energieeffizienz von Anlagen zur Nutzung von Energie aus Abfall stehen unterschiedliche Kennzahlen zur Verfügung, die zu stark abweichenden Ergebnissen führen. Entscheidend ist eine vernünftige Kombination der Nutzung von Wärme und Strom.
„Die ersten Schritte waren für mich die schwierigsten“
Hans-Joachim Meier
Interview mit Dipl.-Ing. oec. Gesine Strohmeyer, Geschäftsführerin der EURAWASSER Nord GmbH
Umweltreferendariat qualifiziert Fach- und Führungskräfte für die öffentliche Umweltverwaltung
MDgt.a.D. Dipl.-Ing. Edgar Freund
Für die Genehmigung und Überwachung von großen Industrieanlagen, Entsorgungsanlagen und weiteren Vollzugsaufgaben wird besonders qualifiziertes Fach- und Führungspersonal benötigt. Ingenieurinnen und Ingenieure der Wasserwirtschaft und Umwelttechnik sind auf Grund ihres naturwissenschaftlich-technischen Hochschulstudiums für diese Tätigkeit besonders geeignet. Wichtig für die weitere berufliche Entwicklung, insbesondere für die Wahrnehmung von Führungsaufgaben, ist jedoch eine zusätzliche Referendarausbildung, die von einzelnen Ländern seit einem Jahrzehnt auch für die Fachrichtung Umwelttechnik/Umweltschutz angeboten wird.
Abfallwirtschaftliche Rekonstruktion von Altdeponien
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis, Prof. Dr. rer. nat. Johannes Jager
Vor dem Hintergrund endlicher Rohstoffe und deren zukĂĽnftig anzunehmenden Preisanstieg kann der RĂĽckbau von Deponien mittelfristig wirtschaftlich tragbar werden. BegĂĽnstigend wirken sich Menge und Energiegehalt an Stoffen zur energetischen Verwertung aus der Zeit vor der Getrennterfassung aus.
Flächenhafte Ermittlung der Konzentrationen diffus eingetragener Nährstoffe in das oberflächennahe Grundwasser Nordostdeutschlands
Dr. Stephan Hannappel
Zur Erfüllung der Wasserrahmenricht­linie (WRRL) und der Grundwasserrichtlinie [GWRL, 1] war es seitens der zuständigen Wasserwirtschaftsverwaltungen der Länder notwendig, die Grundwasserkörper in Deutschland in Bezug auf den chemischen Zustand zu bewerten. Die Bewertung wurde auf Grundlage von Kriterien durchgeführt, die von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser abgestimmt worden waren [2]. Sie erfolgte durch den Vergleich mit konzentrationsbezogenen Qualitätsnormen und Schwellenwerten für ausgewählte Grundwasserinhaltsstoffe. Hierfür war es im Vorfeld notwendig, in flächenhafter Form möglichst aktuelle Konzentrationen von Stoffen zu ermitttteln, die einerseits in natürlichen Konzentrationsbereichen im Grundwasser vorkommen, andererseits aber auch dem diffus geprägten anthropogenen Stoffeintrag in das oberflächennahe Grundwasser unterliegen.
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