Wasser Wirtschaft 05 / 2008

- Ein neuer Bewertungsansatz für urbane Fließgewässer
- Auswirkungen des Extremjahres 2003 auf den Wasserhaushalt von Böden
- IFAT 2008: innovativ, umfassend, international, informativ
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Auswirkungen des Extremjahres 2003 auf den Wasserhaushalt von Böden
Dipl.-Phys. Dietmar Klotz
Die kontinuierliche Untersuchung des Gesamtgewichtes von Lysimeterböden zeigt, dass der Bodenwasserhaushalt auch unter dem Oberboden von extremen klimatischen Bedingungen beeinflusst wird. Überdurchschnittliche Temperaturen in den Sommermonaten und Nieder-schlagsmangel, wie sie das Extremjahr 2003 aufwies, vermindern stark den Wassergehalt ins-besondere von Böden mit feinkörnigen (schluffigen) Oberböden. Nach zwei näherungsweise klimatischen Normaljahren (2004 und 2005) ist deren Wassergehalt noch nicht gänzlich auf-gefüllt. Wassergehaltsänderungen bewirken Änderungen der hydraulischen Bodenparame-ter, was Tracer-Untersuchungen in einem einfachen Kleinlysimeter zeigen.
IFAT 2008: innovativ, umfassend, international, informativ
Dipl.-Ing. Heribert Meyer
15. Internationale Fachmesse für Wasser – Abwasser – Abfall – Recycling
Untersuchung über die Auswirkung von Luftbeimischungen in Fernwasserleitungen auf deren betriebliche Sicherheit
Dr.-Ing. Oscar Pozos Estrada, Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Giesecke, PD Dr.-Ing. Walter Marx
Das Ziel der hier vorgestellten Studie war, eine Methode zu entwickeln, die ein mögliches Luftvolumen an Hochpunkten von Pumpendruckleitungen identifiziert und quantifiziert. Zudem werden die Effekte dieser Lufttaschen für die Berechnungsfälle mit und ohne unter-stromiger Wasser-Luft-Mischung auf hydraulische Druckstoßvorgänge analysiert. Labor-versuche kamen zum Einsatz, um dieses Luftvolumen zu messen sowie das Verhalten der großen Lufteinschlüsse an den Hochpunkten der Rohrleitung zu untersuchen. Das Berech nungsverfahren wird in Form eines Flussdiagramms und anhand einer exemplarischen Fallstudie vorgestellt.
Belüftungscharakteristik von Wurfstrahlen nach Skisprüngen
Dipl.-Ing. Lukas Schmocker, Dr. Michael Pfister
Skisprünge sind im Wasserbau ein wesentlicher Bestandteil vieler Hochwasserentlastungsanlagen. Der Strahlzerfall während der Flugphase ist für den Lufteintrag und somit für die Energiedissipation maßgebend. Das Ziel des vorliegenden Forschungsprojekts ist die Analyse der Luftkonzentrationen im Strahl unterstrom eines Skisprungs sowohl für reinen Wasserzufluss als auch für vorbelüfteten WasserLuftGemischzufluss. Die Luftverteilung des Strahls wurde im Modell gemessen und für jeden Querschnitt die minimale und die mittlere Luftkonzentration bestimmt.
Einlass- und Auslassbauwerk des Flutpolders Weidachwiesen an der Oberen Iller
Dipl.-Ing. Mathias Kappeler
Das Flutpolderkonzept der Bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung sieht im Rahmen des Aktionsprogrammes 2020 den Bau von sieben gesteuerten Flutpoldern in Bayern vor. Am 27.09.2007 wurde der Flutpolder Weidachwiesen des Hochwasserschutzkonzeptes Obere Iller als erster dieser großen gesteuerten Rückhalteräume feierlich in Betrieb genommen. Die Planung der Einlass- und Auslassbauwerke dieser im Nebenschluss liegenden gesteuerten Flutpolder stellt neue Anforderungen an die planenden Ingenieure. Die enge funktionale und hydraulische Beziehung dieser Bauwerke wird am Beispiel des Flutpolders Weidachwiesen erläutert.
Ein neuer Bewertungsansatz für urbane Fließgewässer
Dipl.-Geoökol. Susanne Miethaner, Dipl.­-Ing. Frauke Koenig, Prof. Dr.-Ing. habil. Boris Lehmann
Zur Defizitanalyse, Definition von Referenzstrecken, Maßnahmenplanung, zum Monitoring und zur Erfolgskontrolle benötigt die Gewässerentwicklungsplanung Bewertungsmethoden. Für die Anwendung an urbanen Fließgewässern sind existierende Verfahren jedoch ungeeignet. Dieser Beitrag stellt hierfür einen neuen Bewertungsansatz vor. Ausgehend von sektoralen Leitbildern, die sich am Biotopverbund und den Ansprüchen der Stadtbewohner orientieren, werden die vier Bewertungsmodule „Strukturvielfalt“, „Aquatische Durchgängigkeit“, „Räumliche Integration“ und „Attraktivität des Gewässerraumes“ entwickelt.
Raab-Karcher-Rohrleitungstag hat sich als Messe etabliert
Olivier Aul
Der jährliche Raab-Karcher-Rohrleitungstag diesmal Ende Januar in Neu-Ulm hat sich als re-gional stark frequentierte Messe etabliert. 1 700 Teilnehmer kamen in diesem Jahr nicht nur zum Austausch, sondern nahmen auch ganz gezielt das Weiterbildungsangebot in den Fachvorträgen wahr. Rohrleitungsbauer, Planer und Verantwortliche aus Stadtwerken zeigten sich ebenso wie die 60 Industriepartner rundum zufrieden mit fachlichen Inhalten und Organisa-tion durch den Veranstalter. Die Referenten der mehr als 30 Vorträge und die Hersteller der begleitenden Ausstellung legten ihren Focus vor allem auf Innovationen und Neuheiten in der Gas- und Wasserversorgung. So präsentierte zum Beispiel die Friatec AG ihre Weltneuheit aus Kunststoff, die erste Absperrarmatur aus Polyethylen (PE).
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