71. Symposium 2010

Abfallwirtschaft in Städten und Ballungsräumen - Braunschweig, vom 26.01 bis 27.01.2011


Der Entwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes aus Landessicht
Prof. Dr. Alexander Schink
Die novellierte Abfallrahmenrichtlinie der Europ√§ischen Union ist bis zum Ende des Jahres in nationales Recht umzusetzen. Diesem Ziel dient die √Ąnderung des Krw-/AbfG durch den Referentenentwurf zu einem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrwG-E).
Die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes - Ein nachhaltiger Beitrag zu mehr Ressourcen- und Klimaschutz
MinDir Dr. Thomas Rummler
In vieler Hinsicht wurde in der Abfallwirtschaft in den vergangenen 2 Jahrzehnten hierzulande Beispielhaftes geleistet. Das Potenzial der Abfallwirtschaft ist damit aber längst noch nicht erschöpft. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit des BMU in der nächsten Zeit wird der weitere Ausbau der Kreislaufwirtschaft sein.
Die Novellierung des KrW/AbfG aus Sicht des VKS im VKU
Prof. Dr.-Ing. R√ľdiger Ulrich Siechau
Deutschland nimmt in Europa eine Vorreiterposition im Bereich Klima- und Ressourcenschutz in der Abfallwirtschaft ein. Dies war eines der Ziele der deutschen Abfallgesetzgebung. Weitere Ziele deutscher Abfallgesetzgebung konnten ebenfalls erreicht werden, jedoch scheint ein "Nachsteuern" in wesentlichen Bereichen der Entsorgungswirtschaft angesagt.
Die Novellierung des KrW/-AbfG. aus Sicht des BVSE
Burkhard Landers
Die Bodenschätze der Erde könnten schneller zur Neige gehen als bisher angenommen. Weltweites Bevölkerungswachstum und der wirtschaftliche Aufschwung in den Schwellenländern steigern den Bedarf an Rohstoffen.
Urban Mining: Definition, Potenzial, Aufgaben
Professor Dipl.-Ing. Dr. Helmut Rechberger
Urban Mining besch√§ftigt sich mit der Exploration und Charakterisierung der anthropogenen Ressourcen. Das sind im Gegensatz zu den Prim√§rressourcen all jene Ressourcen, die von Menschen genutzt werden bzw. wurden. Der Gro√üteil der anthropogenen Ressourcen steckt in Siedlungen, Infrastruktur und anderen langlebigen G√ľtern, die das sogenannte anthropogene Lager bilden; ein kleinerer Anteil (ca. 10-20%) in Deponien und Halden.
Wie viel ist drin? Was kommt raus? - Verwertung von Altgebäuden
Dipl.-Geogr. Florian Knappe
Angesichts des in den n√§chsten Jahren wachsenden auschuttaufkommens bei eher stagnierender Baustoffnachfrage wird die Entsorgungssituation f√ľr Hochbauschutt nicht einfacher. Im Gegenzug bringt diese Situation die gro√üe Chance, erhebliche Anteile am Baustoffbedarf √ľber RC-Baustoffe abdecken zu k√∂nnen. Der Geb√§udebestand kann zu anthropogenen Steinbr√ľchen werden, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schwerpunkt des zuk√ľnftigen Baugeschehens in den Ballungsr√§umen und Stadtkernen.
Nachhaltige Abfallwirtschaft im Bausektor
Professor Dr.-Ing. habil. Anette M√ľller
Die Herstellung materieller G√ľter oder das Erbringen von Dienstleistungen, ist mit dem Verbrauch von Rohstoffen verbunden. Der noch vor 100 Jahren vertretene Ansatz Rohstoffe als "freie G√ľter" zu betrachten, ist heute nicht mehr g√ľltig. Vielmehr geh√∂rt der Zugang zu Rohstoffen zu den Faktoren, welche die wirtschaftliche Situation eines Landes entscheidend beeinflussen.
Was leisten die neuen Sammelsysteme wirklich? - Eine Sachstandsanalyse!
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Gallenkemper, Dr.-Ing. Gabriele Becker
Nach etwa 30 Jahren stetiger Intensivierung der getrennten Sammlung werden in Deutschland seit etwa 2000 die etablierten Sammelsysteme hinterfragt. Dabei werden die Diskussionen zu alternativen Erfassungssystemen sowohl im Hinblick auf eine Vereinfachung der getrennten Sammlung f√ľr die B√ľrgerinnen und B√ľrger als auch mit dem Ziel der Gew√§hrleistung einer umfassenden Verwertung sowie auch aus strategischen Gr√ľnden gef√ľhrt. Verschiedene Systeme werden derzeit diskutiert und teilweise in Modellversuchen getestet.
Bioabfallsammlung in Ballungsräumen - Flächendeckung sinnvoll?
Dipl. agr. Ing. Michael Schneider, Sebastian Leuchter, Verena Bauer
Im Referentenentwurf der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vom 06.08.2010 wird im Paragraph 11 Absatz 1 die Forderung aufgestellt, dass √ľberlassungspflichtige Bioabf√§lle sp√§testens ab dem 01.01.2015 getrennt zu sammeln sind. In einem Eckpunktpapier des Bundesministeriums f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zum Referentenentwurf hei√üt es, dass bis 2015 fl√§chendeckend die getrennte Erfassung von Bioabf√§llen eingef√ľhrt werden soll. Ziel sei es, das hohe Ressourcenpotential der bislang √ľber den Hausm√ľll erfassten Bioabf√§lle effizienter zu erschlie√üen.
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz - Eine Chance f√ľr die Wertstofftonne
Dr. Eric Schweitzer
Themen wie Ressourcenschutz, Ressourceneffizienz, steigende Rohstoffpreise und Klimaschutz geh√∂ren heute zu den besonders dringlichen gesellschaftlichen Problemen. Nat√ľrliche Ressourcen sind eine Grundlage unseres menschlichen Seins und bilden das wichtigste Fundament unseres wirtschaftlichen Handelns und unseres Wohlstandes.
Standort Service PLUS - Ein "Rundum-Sorglos-Paket" f√ľr die Wohnungswirtschaft?!
Monika Melzer-Helmcke
Die Wohnungswirtschaft hat in den letzten Jahren mit zunehmenden Problemen in der Bewirtschaftung ihrer Bestände zu kämpfen. Eine hohe Anzahl von Wohnungsleerständen zwingt sie, die Mieten bzw. Mietnebenkosten zu senken und das Wohnumfeld attraktiver und optisch ansprechender zu gestalten.
Waste picking in Deutschland: Gefahr oder Chance?
Ulrike Lange, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Der informelle Sektor spielt eine entscheidende Rolle in der Abfallwirtschaft. Speziell in Europa greifen meist osteurop√§ische Gesellschaftsgruppen aus √ľberwiegend niedrigen Einkommensschichten eine nicht zu vernachl√§ssigende Menge an G√ľtern in L√§ndern mit "hochentwickeltem" abfallwirtschaftlichem Standard ab.
Abfallvermeidung und - verwertung in schwierigen Umfeldern
Dr.-Ing. habil. Norbert Kopytziok
Das vorliegende Referat ist dem Themenblock "Sozioökonomische Aspekte" zugeordnet. Aus diesem Grund wird hier die Abfallvermeidung und -verwertung unter sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten angesprochen.
Bedeutung des demographischen Wandels f√ľr die Abfallwirtschaft in Gro√üst√§dten - Abfallwirtschaft in St√§dten und Ballungsr√§umen
Lic. oec. HSG, M.A. Friederike Lauruschkus
Die demografische Entwicklung in Deutschland stellt Abfallwirtschaftsbetriebe vor Herausforderungen, bietet aber auch Chancen.
Erfolgreiche Kooperation zwischen Stadt und Land im Regierungsbezirk D√ľsseldorf
Dipl.-Ing. Olaf Schmidt
Der Regierungsbezirk D√ľsseldorf ist mit ca. 5,1 Mio. Einwohnern der bev√∂lkerungsreichste und bei einer Bev√∂lkerungsdichte von 981 Einwohnern je Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Regierungsbezirk in Deutschland. Trotz der mit 10 kreisfreien St√§dten und 5 Kreisen √ľberwiegend st√§dtisch gepr√§gten Struktur werden 52% der Fl√§che landwirtschaftlich genutzt (vorwiegend linksrheinisch).
EKOCity - Ein Beispiel f√ľr eine erfolgreiche Kooperation von St√§dten und Kreisen
Bernd Westemeyer
Die Abfallwirtschaft in Deutschland entwickelt sich, letztlich auch vor dem Hintergrund der europ√§ischen Vorgaben, immer st√§rker zu einer die Ressourcen schonenden Kreislaufwirtschaft. Wiederverwendung und stoffliches Recycling werden entsprechend der k√ľnftig geltenden f√ľnfstufigen Abfallhierarchie noch mehr im Fokus abfallwirtschaftlichen Handelns stehen.
Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis bauen ihre Zusammenarbeit aus
Ludgera Decking
Die Bundesstadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis haben nach einer langen Phase eines abfallwirtschaftlichen Nebeneinanders im Jahr 2004 mit Gespr√§chen √ľber eine Kooperation begonnen, die zum 01.01.2009 mit der Gr√ľndung eines gemeinsamen Zweckverbands erfolgreich waren.
Status des Klimaschutzes und der energetischen Nutzung von Biomasse in den Kreisen Nordrhein-Westfalens
Hans-Jürgen Serwe
Durch die geänderte gesellschaftliche Wahrnehmung des sich abzeichnenden Klimawandels haben die kommunalen Aktivitäten zum Klimaschutz politischen Auftrieb erhalten.
Beitrag der Stadtreinigung Hamburg zur Erreichung der Klimaschutzziele der Freien und Hansestadt Hamburg
Dr. Stefan L√ľbben
Die umfangreichen Berechnungen zeigen, dass durch abfallwirtschaftliche Ma√ünahmen sehr gro√üe Klimaschutzeffekte erzielt werden k√∂nnen. Auch die Energieerzeugung hat diesbez√ľglich gro√üe Potentiale. Beide Effekte k√∂nnen jedoch nur zu Teilen dem Unternehmen oder der Stadt direkt zugerechnet werden, da die Effekte eher gro√üfl√§chig zu betrachten sind.
Das BERDION-Projekt - Neue Wege zur energetischen und stofflichen Nutzung regionaler Bioressourcen
Helmut Adwiraah, PD Dr. Ing. habil. Ina Körner, Dipl.-Ing. Saskia Oldenburg
Das BERBION-Projekt ist ein langfristig angelegtes, innovatives Verbundvorhaben, welches von 13 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und √∂ffentlicher Hand √ľber einen Zeitraum von 5 Jahren bearbeitet wird. Ziel ist es, die methodischen Grundlagen zur Umsetzung von integrativen Gesamtkonzepten f√ľr die energetische und stoffliche Nutzung von in St√§dten anfallenden Bioressourcen zu schaffen.
Der Klimarechner Abfallwirtschaft - Auswirkungen der praktizierten Abfallwirtschaft einer Region auf den Klimawandel
Dr.-Ing. Wolfgang Pfaff-Simoneit, Dipl.-Ing. Sandra Spies, Dipl.-Ing. Regine Vogt, Dipl.-Phys. J√ľrgen Giegrich
Vorhaben der Kreislauf- und Abfallwirtschaft tragen zu vergleichsweise geringen spezifischen Kosten effizient zum Klimaschutz bei. J√§hrlich √ľber 50 Mio. Tonnen CO2-√Ąquivalente werden allein in Deutschland durch den Aufbau einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und die Beendigung der direkten Deponierung von Abf√§llen eingespart.
Vorwort
Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke
Von Klaus Fricke zum 71. Symposium des ANS e.V.
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