
| BioMasters Championship â Kommunaler Wettbewerb zur Sensibilisierung bei der Bioabfalltrennung im Neckar-Odenwald-Kreis Sebastian Damm Die NOK BioMasters Championship im Neckar-Odenwald-Kreis war ein innovativer Wettbewerb zur Verbesserung der BioabfallqualitĂ€t. Alle 27 Kommunen traten gegeneinander an â bewertet wurde die Quote falsch befĂŒllter Biotonnen. |
| VollumfĂ€ngliche Kreislaufwirtschaft an einem Standort Florian Fuchsluger Die Trockenfermentationsanlage Fuchsluger zeigt, wie sich biogene Reststoffe effizient und nachhaltig in einem geschlossenen Kreislaufsystem verwerten lassen. Aus BiomĂŒll und GrĂŒnschnitt entsteht durch TrockenvergĂ€rung hochwertiges Biomethan, das nach Aufbereitung ins Erdgasnetz eingespeist und so zur regionalen Versorgungssicherheit beitrĂ€gt. |
| Reversible Brennstoffzellenkraftwerke fĂŒr Biogasanlagen Fabian Gohlke Reverion hat ein reversibles Brennstoffzellenkraftwerk fĂŒr den Einsatz in Biogasanlagen entwickelt. Die Technologie basiert auf Hochtemperatur-Brennstoffzellen, die sowohl im Stromerzeugungs- als auch im Elektrolysebetrieb betrieben werden können. Dadurch lassen sich Wirkungsgrade von bis zu 80 % erreichen. |
| Reife von GrĂŒngutkomposten als zentraler QualitĂ€tsparameter fĂŒr die Erdenindustrie â Stand und Perspektiven fĂŒr die GĂŒtesicherung Dipl.-Ing. Ralf Gottschall, Dr. Christian Bruns, Dipl.-Ing. Agr. Maria Thelen-JĂŒngling Der Einsatz von vor allem GrĂŒngutkomposten als Torfersatz in Blumenerden fĂŒr den Hobbygartenbau ist in den letzten zehn Jahren auf mittlerweile ca. 1,7 Mio. mÂł (2024) gestiegen. Hingegen werden in Kultursubstraten fĂŒr den Erwerbsgartenbau noch durchschnittlich 65 % Torf und nur sehr wenig Kompost eingesetzt. F u. E-Projekte, wie TerĂko, haben gezeigt, dass auch in diesem sehr anspruchsvollen Anwendungsbereich GrĂŒngutkomposte sicher und mit Erfolg eingesetzt werden können, wenn sie professionell hergestellt und sorgfĂ€ltig gĂŒtegesichert werden. |
| TGV â Thöni GĂ€rrestverwertung: Kompostierungstechnologie zur Behandlung von GĂ€rresten Marco Grosze-Holz Die TGV â Thöni GĂ€rrestverwertung behandelt GĂ€rreste aus VergĂ€rungsanlagen und verarbeitet sie zu hochwertigem Kompost. Das System schlieĂt die LĂŒcke zwischen anaerober Vor- und aerober Nachbehandlung. Durch eine eigene Technologie werden Schnittstellen reduziert und Planung sowie AusfĂŒhrung aus einer Hand ermöglicht. |
| Der Weg vom GĂ€rrest zum QualitĂ€tskompost â Erfahrungen in umgesetzten Anlagen Dipl.-oec. Univ. Martin Hagenmeyer Die Erzeugung eines hochwertigen QualitĂ€tskomposts ist vielfach ein SchlĂŒssel zum wirtschaftlichen Erfolg einer Bioabfallbehandlungsanlage. Da jedoch die meisten BioabfĂ€lle bei der Anlieferung in einer Behandlungsanlage immer noch einen sehr hohen Fremdstoff- und Verunreinigungsanteil aufweisen, ist neben einer effizienten biologischen Behandlung â in einer Kaskadennutzung bei hohem Biogasertrag und guter Aerobisierung und Nachrotte der GĂ€rreste â die Abscheidung der Störstoffe in einer Kompostfeinaufbereitung der SchlĂŒssel zu einem vermarktbaren QualitĂ€tskompost. |
| Hygienisierung und Trocknung von GĂ€rresten â Erfahrungen mit dem Herhof-BelĂŒftungssystem Dr.-Ing. Bianca-Maria Heering Die Herstellung von QualitĂ€tskomposten aus BioabfallgĂ€rresten stellt herkömmliche Kompostierungssysteme vor groĂe Herausforderungen. Je nach VergĂ€rungssystem mĂŒssen Hygienisierungsnachweise nach Bioabfallverordnung oder deutliche VerĂ€nderungen im Trockensubstanzgehalt zusĂ€tzlich zum organischen Abbau erzielt und nachgewiesen werden. Erfahrungen im Bereich Bioabfallkompostierung oder biologischer Trocknung von Restabfall flieĂen in die Umsetzung der GĂ€rrestbehandlungssysteme mit ein. Anhand der kombinierten VergĂ€rungs- und Kompostierungsanlagen in Cröbern und Bernburg werden die Ergebnisse und die Grenzen des Herhof-BelĂŒftungssystems speziell im Hinblick auf Hygienisierung nach Bioabfallverordnung und Trocknung fĂŒr die Kompostaufbereitung dargestellt. |
| RHINOÂź RĂŒhrwerkstrockner â die beste Lösung fĂŒr flĂŒssige oder auch stichfeste Stoffe Ludger Heumer Das Anforderungsprofil an einen erstklassigen Trockner lautet: einfach in der Konstruktion, nachhaltig im Betriebsablauf und permanent verfĂŒgbar. Die RHINOÂź Trocknung beruht auf diesen Werten. |
| InBio â die integrierte Bioabfallbehandlungsanlage der KWA Regio Mike Karasch-Egelhof Wenn wertvoller biologischer Abfall ohne RĂŒckstĂ€nde von flĂŒssigen GĂ€rresten verwertet werden kann, profitieren davon Mensch, Umwelt und Natur. |
| Bioabfall aus der Mehrfamilienhausbebauung â ein wenig genutztes Potenzial Dr.-Ing. Michael Kern, Dipl.-Ing. Jörg Siepenkothen Die Analyse der Abfallmengen zeigt, dass die Siedlungs- und Bebauungsstruktur signifikante Auswirkungen auf das Aufkommen und die Verwertungswege von AbfĂ€llen hat. Mit zunehmender Verdichtung nimmt auch das spezifisches Haus- und GeschĂ€ftsmĂŒllaufkommen (in kg/E*a) der öffentlich-rechtlichen EntsorgungstrĂ€ger (örE) zu. Im Gegenzug nimmt das spezifische Bio- und GrĂŒngutaufkommen mit zunehmender Verdichtung ab. |
| Erfahrungen mit Biotonnenkontrollen mittels KI im Saarland Dr. Marc Koch Der Entsorgungsverband Saar (EVS, damals noch KABV) startete die getrennte Erfassung von Biogut bereits Mitte der 1990er Jahre und flankiert dies seit vielen Jahren unter anderem mit breitgefĂ€cherten Informations- und Sensibilisierungskampagnen zur Verbesserung der erfassten BiogutqualitĂ€t. Im Zuge der immer weiter verschĂ€rften Vorgaben setzt der EVS seit Mitte 2023 eine KI-basierte Biotonnenkontrolle an den Sammelfahrzeugen ein, welche die bisher eher nur punktuell oder konkret anlassbezogenen Sichtkontrollen ersetzt und neben einem umfassenden Erkenntnisgewinn ĂŒber die erfassten QualitĂ€ten auch sehr zielgerichtete und effiziente Eingriffs- und Nachsteuerungsoptionen ermöglicht. |
| Bio- und GrĂŒnabfallverwertung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen â Von der Sammlung bis zur Erzeugung hochwertiger Loisachtaler Erden
Dipl.-Ing. Marion Bieker, Krinner Sebastian, M.Sc. AgnĂšs Schrader-Mazarguil Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen startete in den 1980er Jahren als einer der Pioniere mit der EinfĂŒhrung der Getrenntsammlung von AbfĂ€llen im Rahmen eines 2-Tonnensystems (Altstoff- und NassmĂŒlltonne). Anfang der 1990er Jahre wurde das Konzept weiterentwickelt und 1993 die separate Erfassung und biologische Behandlung von Bio- und GrĂŒnabfĂ€llen ĂŒber die Biotonne eingefĂŒhrt. |
| GrĂŒnguterfassung und Verwertung von holzigem GrĂŒngut im Heizwerk des Landkreises Nordhausen Dipl.-Verwaltungswirtin Kathrin Materlik Im Landkreis Nordhausen wurde ein innovatives Konzept zur energetischen Verwertung von holzigen GrĂŒngutanteilen etabliert. Im April 2021 wurde ein Biomasseheizwerk errichtet, das den holzigen Teil des GrĂŒnguts als Brennstoff nutzt, um WĂ€rme fĂŒr verschiedene kommunale GebĂ€ude zu erzeugen. |
| Dokumentation von Bioabfallchargen und Konsequenzen fĂŒr den praktischen Betrieb Ulrike Kröner Die Novelle der Bioabfallverordnung (BioAbfV) von 2022 verpflichtet biologische Verwertungsanlagen, angelieferte BioabfĂ€lle bereits vor der Behandlung auf Fremdstoffe zu kontrollieren und strengere Grenzwerte bezĂŒglich des Kunststoffgehalts in die erste biologische Behandlungsstufe einzuhalten. Die BEM hat daraufhin zwei Verfahren zur Sichtkontrolle eingefĂŒhrt: eine manuelle Fotodokumentation und ein KI-basiertes System mit Kameras, das den FlĂ€chenanteil von Fremdstoffen automatisch analysiert. |
| Die Mischung machtâs â Der GĂ€rrestmischer in der Praxis Dr. Rolf Liebeneiner Zur Nachbehandlung von GĂ€rrest aus Bio- und Restabfall entwickelte Eggersmann den GĂ€rrestmischer, der aus GĂ€rresten und Zuschlagstoffen homogene, gut belĂŒftbare Mischungen erzeugt. Damit wird den besonderen Anforderungen der GĂ€rreste mit hohem Wassergehalt begegnet und eine effiziente Kompostierung ermöglicht. |
| GrĂŒngut â Multitalent mit sehr hohen ungenutzten Potenzialen Dr. Felix Richter, Jana Wagner, Dipl.-Ing. Thomas Raussen Die getrennte Erfassung von GrĂŒngut ist ein zentraler Baustein der deutschen Kreislaufwirtschaft und seit 2015 fĂŒr alle öffentlich-rechtlichen EntsorgungstrĂ€ger (örE) rechtlich verpflichtend. |
| â...ich habe (gar) keinen Bioabfall...â â Ergebnisse einer reprĂ€sentativen gesamtdeutschen Befragung zum Thema Abfalltrennung Jens Ohde Unter der Dachkampagne #wirfuerbio arbeiten mehr als 90 kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe in Deutschland tĂ€glich fĂŒr eine saubere Trennung von BioabfĂ€llen â fĂŒr weniger Störstoffe im Bioabfall und fĂŒr einen Anstieg der Mengen getrennt erfasster organischer AbfĂ€lle. Die Kampagne wurde 2017 gestartet und wird laufend weiterentwickelt. |
| Vom GĂ€rrest zum hochwertigen GĂ€rprodukt â eine EinfĂŒhrung Dipl.-Ing. Thomas Raussen, Markus Blume, Dr. Felix Richter Auch mittel- bis langfristig steht zu erwarten, dass die Kaskade aus anaerober und aerober Behandlung Standard fĂŒr die Biogutbehandlung sein wird. |
| Optimierung der Bioabfallsammlung in GroĂwohnanlagen/ Blockbebauung in Berlin Ina Schulze Obwohl die Bioabfallsammlung in Berlin bereits seit 1996 in den Innenstadtbezirken etabliert ist, stagnieren QuantitĂ€t und QualitĂ€t der erfassten Organik. Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe und die Senatsumweltverwaltung unternehmen daher seit 2019 verstĂ€rkte Anstrengungen, um die Sammlung zu optimieren. |
| EuropĂ€ische Rechtsvorgaben und Auswirkungen auf die Bioabfallwirtschaft in Deutschland Dr. Stefanie Siebert BioabfĂ€lle machen 34 % der SiedlungsabfĂ€lle aus und bilden damit die gröĂte Abfallfraktion im Siedlungsabfall in der EU. Rund 40 Millionen Tonnen BioabfĂ€lle werden jĂ€hrlich in der EU getrennt gesammelt und in ca. 4.500 Kompostierungs- und VergĂ€rungsanlagen behandelt. |
| MaĂnahmen zur Reduzierung von Fremdstoffen im Bioabfall aus GroĂwohnanlagen am Beispiel Augsburg Maic VerbĂŒcheln Im Projekt reGIOcycle wurden Strategien zur Reduzierung von KunststofffehlwĂŒrfen im kommunalen Bioabfall der Region Augsburg untersucht. |
