20 Jahre Abfallwirtschaft, Herstellerverantwortung, Produktpolitik


Stärkt die Wertstofftonne das Recycling?
o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert, Detlef ClauĂź
In den letzten 10 Jahren wurde zunehmend die Frage nach der Ausgestaltung der Wertstoffsammlung gestellt. Verschiedene Pilotversuche wurden und werden durchgefĂĽhrt um die Wertstoffsammlung zu vereinfachen bzw. deren Effizienz zu steigern. Im Fokus stehen dabei vor allem die Verpackungen sowie die stoffgleichen Nichtverpackungen. Sollen diese gemeinsam ĂĽber die ResthausmĂĽllsammlung erfasst und verwertet werden, erweitert man die Gelbe Tonne (Gelber Sack) zu einer Gelben TonnePlus in der Verpackungen gemeinsam mit stoffgleichen Verpackungen gesammelt werden oder wird eine trockene Wertstofftonne etabliert?
Waste Management in 20 years – an outlook
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Also in the future we will have a demand of cheap raw material, energy, clean water, safe products and food. Waste management will be connected with these basic needs of a society and even more integrated. On one hand we have to deal with the past. The aftercare of contaminated sites, landfills and the dismantling of products produced 5 or 10 years ago. Houses which are built 20, 50 or 100 years ago with construction material which might be not in use and almost unknown is 20 years. On the other hand we have to handle future problems. What I can see are products with new materials and material combinations which have to be dismantled and recycled.
Implementation of EPR in Greece: State of the art, challenges and trends
Dr. Katia Lasaridi
In Greece, the Packaging Directive was incorporated into the national legal system by the Law 2939/2001, also setting the entire EPR legal framework in the country. Law 2939/2001 had a farsighted perspective, which facilitated the further adoption of the different EPR EU Directives as well as the regulation of other waste-streams, which are not specifically under the EPR regime in the EU legislation, although their recycling and / or valorisation is required (e.g. used tires and construction & demolition waste) under the EPR context.
20 Jahre Produktverantwortung – Ein Blick zurück, der Blick voraus
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Anfang 1991 lagen die ersten Entwürfe für die Verpackungsverordnung den Industrieverbänden vor. So begeistert und unterstützenswürdig wie ich von der Idee der erwieterten Produktverantwortung war, so enttäuscht war ich von der Ausgestaltung der Verordnung. Noch im Spätsommer 1991 wurden von dem Bundesrat Änderungen an der Verpackungsverordnung gefordert und aufgenommen, wobei die bundesweite Einführung für Anfang 1992 beibehalten wurde. Einen bundesweiten Aufbau eines dualen Systems zur Erfassung, Sortierung und Verwertung in der verarbeitenden Industrie schien mir nicht möglich in einem so kurzen Zeitraum.
Tatort Produkte – Fundstelle Abfall Welche Erfassungssysteme unterstützen mehr Ressourcenschonung?
Dipl- Ing. Christiane Schnepel
Getrenntsammlung ist in. Zumindest in Deutschland. Hier besteht eine lange und europaweit einmalige Entwicklung der Getrenntsammlung. Die in Deutschland vorhandenen bzw. initiierten Rahmenbedingungen unterstützen, Erlöse für getrennt gesammelte Abfälle zu erzielen und so Kosten für die Abfallbeseitigung zu sparen, Entsorgungsproblemen vorzubeugen und die Abfallmengen durch Verwertung zu reduzieren.
IAA - Lehr- und Forschungsinstitut der Abfallwirtschaft und der Grundwasser- und Bodensanierung
Stefan Catalin
Das Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten an der Technischen Universität Dresden wurde durch den Zusammenschluss der Professur für Abfallwirtschaft mit der Professur für Altlasten im September 1995 neu gegründet. An dem neuen Standort der TU-Außenstelle in Pirna-Copitz verfügt das Institut über moderne Laboratorien, Seminarräume sowie große räumliche Kapazitäten für Forschungsreaktoren.
Lenkungs- und Kontrollinstrumente kollektiver Systeme zur Umsetzung der Produktverantwortung
Dr. Hans-Bernhard Rhein
Bereits vor der Einführung des „Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes“ (KrW- /AbfG) vom 27.09.1994 galten im Kontext des „Abfallgesetzes“ vom 27.08.1986 die „Altölverordnung“ (AltölV) vom 27.10.1987 und die Verordnung über die Rücknahme und Pfanderhebung von Getränkeverpackungen aus Kunststoff“ (GetrVerpV) vom 20.12.1988. Beide Verordnungen regelten Rücknahmeverpflichtungen für Verkaufsstellen (Vertreiber) bzw. Hersteller/Abfüller.
Von der Abfallwirtschaft zum Stoffstrommanagement
Ulrich Kraus
Vor zwanzig Jahren wurde in Deutschland mit der Verordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen erstmals für Hersteller und Erzeuger von Verpackungen die Produktverantwortung ordnungsrechtlich fixiert. Der Freistaat Sachsen war gerade dabei, die Abfallwirtschaftspolitik neu zu konzipieren. Durch die politische Wende gab es dramatische Veränderungen der Lebensverhältnisse, die auch die sächsische Abfallwirtschaft bestimmten.
Produktverantwortung in Deutschland - Instrumente - Meilensteine - Zukunft
MinDir Dr. Thomas Rummler
Vor nunmehr über 20 Jahren startete mit der Verpackungsverordnung, weltweit bekannt als „Töpfer-decree“, eine in ihrer Nachhaltigkeit beispielhafte Verbreitung einer Idee. Hersteller und Vertreiber von Produkten sollen auch für deren spätere Entsorgung Verantwortung übernehmen. Sie sollten über Rücknahme- und Verwertungspflichten in abfallwirtschaftliche Belange eingebunden werden.
Anreize fĂĽr Ă–kodesign durch Produktverantwortung bei Kraftfahrzeugen
Dipl.-Agr.-Biol. Anita Engler, Dr. Klaus Ruhland, Dr.-Ing. B. Stark
„Macht grüne Autos noch faszinierender – und faszinierende noch grüner!“ formulierte Dr. Zetsche anlässlich des Festaktes 125! Jahre Automobil Anfang des Jahres den aktuellen Auftrag von Carl Benz und Gottlieb Daimler. Ein Auftrag, den die Daimler AG nicht erst zum 125 jährigen Jubiläum angenommen hat.
RISKCYCLE project: a new approach for assessing the risk of chemicals in a circular economy
Damià Barceló, Antoni Ginebreda, Dani Guillén, Rosa-Maria Darbra
The global trade of products that occurs since some years ago is directly related with the chemical flows. For example, products produced in China are sold in the USA and then recycled in Vietnam. This flow of material involves a movement of chemicals at the same global scale since the differents products that are traded (plastic toys, textiles, electronic appliances, paper, etc.) incorporate different chemical additives. These chemicals are added to the products in order to give them certain desired properties: flame resistance, protection to UV light, conductivity, color, etc. Therefore, many potential hazardous compounds are traded as chemicals or incorporated as additives in products.
Produktverantwortung fĂĽr stoffgleiche Nichtverpackungen - Finanzierungsmodell fĂĽr die Wertstofftonne?
JĂĽrgen Seitel
Die Fortentwicklung der Verpackungsverordnung zu einer Wertstoffverordnung (Einführung einer einheitlichen Wertstofferfassung) gehört zu den zentralen abfallwirtschaftlichen Vorhaben der Bundesregierung für die laufende Legislaturperiode. Ziel ist es, Wertstoffe, die gegenwärtig noch über den Restmüll entsorgt werden, einem hochwertigen Recycling zuzuführen. Die Möglichkeit der Miterfassung stoffgleicher Nichtverpackungsabfälle in der „Gelben Tonne“ bzw. im „Gelben Sack“ hat die Bundesregierung bereits mit der 5. Novelle der Verpackungsverordnung eröffnet.
Von der Produktverantwortung zur Stoffverantwortung – Beispiel PVC-Industrie
Dr. Barbara Zeschmar-Lahl
Der Begriff Verantwortung kann ganz unterschiedlich verstanden werden, je nachdem, unter welchem Blickwinkel man sich ihm nähert – sei es nun juristisch, politisch oder ethisch. Im Kern geht es meist um dasselbe: Rechenschaft über getroffene Entscheidungen und vollzogene oder unterlassene Handlungen abzulegen und für die Folgen dieses Verhaltens einzustehen. Wie dies im Einzelfall umgesetzt wird, ist allerdings unterschiedlich verbindlich geregelt.
IAA as Teaching and Research Model in Waste Management and Remediation of Contaminated Sites
Stefan Catalin
The Institute of Waste Management and Contaminated Site Treatment (IAA) came into life in 1995 by merging together the Chair of Waste Management and the Chair of Contaminated Sites Treatment. Nowadays, the institute belongs to the Faculty of Forest, Geo and Hydro Sciences of the Technische Universität Dresden (TUD).
An Economic Analysis of WEEE Policies: Case Studies from Germany and Japan
Prof. Hans Wiesmeth, Dennis Häckl
The quantity of e-waste is rapidly growing, especially in the industrialized countries where markets continue to be flooded with an ever increasing number of electronic products. Most technologies introduced into the markets today contain electronic parts, and existing equipment will sooner or later be upgraded with digital technology. This is the result of the digital revolution, which has continued to change our lives since the 1980ties. For example, the technological challenges associated with the politically enforced accelerated generation of electrical energy by means of renewable energy sources are, as smart energy, substantially dependent on sophisticated electronic equipment.
A British view on the German approach towards EPR
Jeff Cooper
Unlike most of the other EU MSs where the German Grune Punkt (green dot) system has been adopted, although never in full, the UK was determined that it would adopt a different approach. From the start of the UK’s government thinking about the way in which the UK should tackle the publicly and politically prominent issue of packaging waste the German system for EPR for packaging had a profound effect on the way in which the United Kingdom’s legislation and practices for the recovery of packaging waste has been undertaken.
20 Years Waste Management Extending Producer and Product Policy - The view of a producer -
Klaus Hieronymi
Back in the early 1980’s regional planners recognized that many landfills were close to their maximum capacity and new waste sites were difficult to open due to increased environmental / ground water protection requirements as well as the increasing resistance from nearby citizens who feared the emissions and increased traffic could decrease the value of their property.
Mining the Cities – Infrastructure and Producer Responsibility?
Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme, Dr.-Ing. Peter Krämer
Infrastructure is a frequently used term, but its conceptual meaning is so broad that it needs to be further defined and sharpened for the purposes of this contribution. The German DUDEN – Dictionary of Economy – defines infrastructure as “all public and private facilities that are regarded as essential to ensure sufficient services for the public and facilitate economic development“ [1].
The photovoltaic industry EPR for new energy systems
Dr. Karsten Wambach, Sylke Schlenker-Wambach
The European photovoltaic industry is in the process of instituting a voluntary recovery system for end of life modules under the auspices of the PV CYCLE Association. Thus the high environmental standard of this product group can be upheld even if the modules can no longer produce electricity efficiently at their end of live.
Recycling und Materialeffizienz als tragende Säulen einer nachhaltigen Industriegesellschaft
Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Dipl.-Wi.-Ing. Josephine MĂĽller, Matthias Herms
Deutschland ist als hoch industrialisiertes und zugleich rohstoffarmes Land auf eine sichere Rohstoffversorgung durch Importe angewiesen. Unkalkulierbare Preisentwicklungen und zunehmende Verfügbarkeitsrisiken im Bereich vieler, für die deutsche Industrie bedeutsamer Rohstoffe, führen jedoch dazu, dass die konventionellen Ansätze zur Sicherung der Rohstoffversorgung allein nicht mehr ausreichen, um Stabilität und Wohlstand des Industriestandortes Deutschland zu erhalten. Diese sehen beispielsweise die Wahrung handelspolitischer Zugänge zu Rohstoffmärkten oder die außenpolitische Flankierung der Rohstoffbeschaffung vor.
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jĂĽngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...