Band 52 - Abfallwirtschaft und Klimaschutz

Emissionshandel-Emissionsminderung-Klimaschutzprojekte
B. Bilitewski, P. Werner, M. Faulstich (Hrsg.)
Tagungsband zum Workshop am 26. September in Dresden


CO2 – Emissionsminderung durch Müllverbrennung
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Die Hauptaufgabe von MVAs besteht zuerst in der sicheren und umweltgerechten Abfallbehandlung. Die dabei anfallende Energie wurde ursprünglich nur als Nebenprodukt genutzt.
Klimarelevanz der Abfallverbrennung und aktuelle Entwicklungen im Nationalen Allokationsplan
Martin Treder
Die Abfallwirtschaft hat schon einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die großen Reduktionspotenziale, wie in der Vergangenheit, sind aber durch die Umsetzung der TASi nicht mehr zu erwarten. Das stoffliche Recycling stößt ebenfalls an seine Grenzen. Es bleibt i.W. noch die verbesserte Nutzung der „Sowieso-Energie“, wie insbesondere die beiden Schweizer Studien zur Energienutzung aus W-t-E Anlagen zeigen.
Bestimmung des biogenen Kohlenstoffgehaltes im Restmüll mittels Bilanzenmethode: hohe Verl√§sslichkeit bei geringem Aufwand
Professor Dipl.-Ing. Dr. Helmut Rechberger, Ass. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Johann Fellner, Dipl.-Ing. Oliver Cencic
Im Rahmen des CO2-Emissionszertifikatshandels könnte es zukünftig (ab 2011) für die Betreiber von Müllverbrennungsanlagen erforderlich sein, die Menge an emittierten CO2 aus fossilen Quellen zu bestimmen. Bestehende Methoden zur Quantifizierung dieser Emissionen sind entweder zeit- und kostenintensiv oder mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.
Emissionshandel für Müllverbrennungsanlagen - Ein Anreiz für Effizienzsteigerung?
Dipl.-Ing. Christian Pacher, Prof. Dr. rer. silv. Gabriele Weber-Blaschke, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
Die Regelungen für den Emissionshandel als Anreiz für Optimierungsmaßnahmen hinterlassen den Betreibern von Müllverbrennungsanlagen nach wie vor ungeklärte Aspekte. Der Rückgriff auf verlässliche Daten von CO2-Emissionen durch Installation entsprechender Messsysteme ist möglich, allerdings werden nur die Gesamt-CO2-Emissionen gemessen. Es besteht nach wie vor das Problem, aus diesen Werten die tatsächlichen klimawirksamen Emissionen zu bestimmen. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass zwischen den gemessenen, pauschal zur Hälfte klimawirksam angesetzten und den über Standardemissionsfaktoren ermittelten CO2-Emissionen erhebliche Diskrepanzen entstehen.
CO2 – Emissionsminderung durch Müllverbrennung
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Aufgrund der Nutzung des biogenen Anteils in Abfällen leisten MVAs neben der Abfallentsorgung bereits heute einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von Treibhausgasemissionen. Im Bezugsjahr 2003 konnten Einsparungen in Höhe von etwa 2,6 Mio. Mg CO2-Äquivalenten erreicht werden. Darüber hinaus besitzen MVAs noch ein erhebliches ungenutztes Potenzial zur Vermeidung von CO2- Äquivalentemissionen.
Klimarelevanz der energetischen Abfallverwertung
Dipl.-Ing. Stefanie Langer, Björn Sawilla, Dr. Martin Wittmaier
Vor dem Hintergrund von Klimawandel und fortschreitender Ressourcenknappheit gewinnt die Entwicklung nachhaltiger, d.h. ressourcen- und energieeffizienter, Systeme zur Abfallverwertung zunehmend an Bedeutung. Mit der stoffstromspezifischen Behandlung von Abfällen haben sich in den letzten Jahren unterschiedliche Abfallverwertungstechnologien und -strategien weiterentwickelt.
Abfallwirtsaft in Entwicklungsländern und Klimawandel
Assoc. Prof. Avraam Karagiannidis, Stamatia Kontogianni
Für die Minderung von Treibhausgasemissionen (GreenHouse Gas - GHG) sind globale Bemühungen nötig, die auch die Ausdehnung in neuen Märkten ermöglichen bzw. unterstützen und die weiteren finanziellen, sozialen und umweltlichen Entwicklungsziele fördern. Die bisherigen Klimaschutzeinstimmungen, inkl. UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) und des Kyoto Protokols (1997), betragen relativ kleine und einleitende politische Übereinstimmungen. Trotzdem, schließen sie quantitative Ziele und unterschiedliche politischen Emissionsminderungsmechanismen ein, die von Industrieländer angewendet werden. Innerhalb des Kyoto-Protokolls fassen diese Mechanismen Emissionshandel und Zusammenarbeit zwischen entwickelt und Entwicklungsländer um.
Anforderungen an CDM und JI- Projekte
Nino Turek
CDM und JI Projekte sind Maßnahmen die zu einer CO2 Reduktion in anderen Ländern führen. Dabei werden CO2 Zertifikate generiert die im EU Emissionshandel genutzt werden können.
Internationale Klimaschutzprojekte für die Abfallwirtschaft
Dr. Sven Kolmetz
Erfahrungsbericht und Projektschritte des TÜV Süd
Einführung in internationale Klimaschutzprojekte
Angelika Ulrich
Themenblock 4: Internationale Klimaschutzprojekte in der Abfallwirtschaft Clean Development Mechanism (CDM) - Finanzierung von Projekten in Entwicklungs- oder Schwellenländern - Generierung von Emissionsgutschriften: Certified Emission Reductions (CER) Joint Implementation (JI) - Finanzierung von Projekten in Industrie- oder Transformationsstaaten - Auszugebene Emissionsgutschriften: Emission Reduction Units (ERU)
CO2-Zertifikathandel bei Deponiegasanlagen
Prof. Dr.-Ing. Vera Susanne Rotter
Im vorliegendem Beitrag wird gezeigt, über welche Mechanismen die Reduktion von Treibhausgasemissionen in den CO2-Zertifiktehandel eingebracht werden können. Da die Zusätzlichkeit ein wesentliches Kriterium für eine Projektanerkennung ist, können Reduktionsleistungen nur in Gastgeber-Ländern anerkannt werden, in denen die Verwertung von Deponiegas weder rechtlich vorgeschrieben noch Stand der Technik ist. In Deutschland wäre dies daher nur für Deponien mit Schwachgasemissionen möglich.
Vermeidungspotenziale durch die Verwertung von Biomasse- Verbrennung vs. Biogaserzeugung
Dipl.-Ing. Gaston Hoffmann
Die Berechnungen zum Einsparpotenzial von Kohlendioxidemissionen durch die Verwertung von Gras beziehungsweise Energiepflanzen zeigen eine deutlich bessere Ausnutzung des Energieinhaltes in thermischen Anlagen als in Anlagen der biologischen Behandlung (Vergärung) mit nachfolgender Biogasnutzung. Als wesentliche Ursache sind dabei die höheren Wirkungsgrade in den thermischen Behandlungsanlagen zu sehen.
Energiecontracting EBS - Kraftwerk / MVA
Dr. Kurt Wengenroth
Die energieintensiven Branchen sind durch die anhaltende Steigerung der Energiepreise erheblich belastet. Zu diesen Branchen zählen insbesondere die Zementindustrie, die Stahl- und Aluminiumindustrie sowie die Papierindustrie. In diesen Branchen weisen die Aufwendungen für Energiebereitstellung einen erheblichen Anteil an den Produktionskosten aus.Vor diesem Hintergrund entstehen die ersten Projekte zur Ersetzung des fossilen Energieträgers durch Ersatzbrennstoffe. Eines dieser Projekte befindet sich bei der Papierfabrik der SCA-Packaging in Witzenhausen.
EBS - Kraftwerke – eine Möglichkeit zur Vermeidung von CO2- Emissionen?
Dipl.-Ing. Jörg Doltze, Dipl. Ing. Hendrik Seeger
Der nachfolgende Beitrag widmet sich der Fragestellung, ob ersatzbrennstoffbefeuerte Kraftwerke eine Möglichkeit zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Deutschland sind oder in Zukunft vermehrt sein können. Die nachfolgenden Ausführungen werden vor dem Hintergrund, dass es nach unserer Ansicht zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr möglich ist, eine CO2-Einsparung gegenüber der ungeordneten Deponierung mit den entsprechenden Methangasemissionen zu ermitteln. Viel mehr müssen sich die in den nachfolgenden Ausführungen dargestellten Beispiele gegenüber den CO2- Emissionen im deutschen Energiemix bzw. gegenüber den vorhandenen CO2- Emissionen für den Fall eines neuen Kraftwerkes an einem vorhandenen Industriestandort stellen.
Potenziale zur Abfallvermeidung in Haushalten und Gewerbe
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel, Dr. Siegfried Kreibe
Es gibt Ziele, denen spontan jeder zustimmt. Abfallvermeidung ist ein solches Ziel. Gesetzestexte auf Landes-, Bundes und EU-Ebene führen die Abfallvermeidung als primäres Ziel auf. Es findet sich auf den Informationsseiten der Kommunen genauso wie im Schulunterricht. In der „politischen Präambel“ tausender von Vorträgen wird darauf hingewiesen, dass Abfallvermeidung in jedem Falle zu den besten Wegen zur Umweltentlastung zählt. Und wenn wir beliebige Menschen auf der Straße fragen, ob sie Abfallvermeidung für sinnvoll halten, dann werden wir breite Zustimmung ernten.
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