Band 5 - Stoffströme der Kreislaufwirtschaft

Arnd I. Urban, Gerhard Halm, Ruth M. Morgan (Hrsg.)


Erste Erfahrungen und Entwicklungen für den Stoffstrom Elektroschrott seit Inkraftreten des ElekroG
Dipl.-Ing. Torsten Höppner
Seit dem 24. März 2006 bestimmt nun das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) über das Miteinander der an der Entsorgung der Altgeräte Beteiligten. Es weist den Herstellern eine ganze Reihe von Pflichten z.B. bei der Produktion und dem Inverkehrbringen von Elektrogräten aber auch gerade hinsichtlich der Entsorgung zu. Produktverantwortung heißt in diesem Zusammenhang das Stichwort.
Recyclingpraxis in Nordhessen
Bertram Hilgen
Die Stadt Kassel verfügt über ein Müllheizkraftwerk. Mit zwei Verbrennungslinien und einer genehmigten Durchsatzleistung von jeweils 10 Mg pro Stunde können jährlich über 165.000 Mg Abfall energetisch behandelt und entsorgt werden.
Wie kann die vollständige Abfallverwertung ab 2020 gelingen?
Dipl.-Ing. Peter Hoffmeyer
Nur wenige Wirtschaftszweige haben sich in den letzten Jahrzehnten so gewandelt wie die Entsorgungswirtschaft. Noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts bedeutete Abfallentsorgung vor allem den Transport von Müll aus den Städten und Gemeinden auf Deponien. Doch aus den Müllkutschern von einst sind längst Hightechunternehmen geworden. Die Entsorgungswirtschaft ist heute eine der deutschen Zukunftsbranchen. Ihre Bedeutung nimmt mit steigenden Preisen für Primärrohstoffe und Energie weiter rasant zu.
Hat die Scheinverwertung nach dem 1. Juni 2005 ein Ende?
Prof. Dr.-Ing. R√ľdiger Ulrich Siechau
Die aktuelle Situation in der Abfallwirtschaft ist durch einen Kampf um die Abfälle geprägt. Dies gilt für Abfälle aus dem gewerblichen Bereich ebenso wie für Abfälle aus privaten Haushalten. Die gesetzlichen Regelungen lassen in Teilen Spielräume, die unterschiedlich interpretiert werden und den Markt der Abfälle sowie das kommunale Planen und Handeln beeinflussen.
Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft in Deutschland nach dem 1. Juni 2005
MinDir Dr. Helge Wendenburg
Die Abfallwirtschaft in Deutschland ist seit dem 1. Juni 2005 durch eine Übergangsphase gekennzeichnet, weil die notwendigen Behandlungskapazitäten noch nicht in allen Bereichen dauerhaft und sicher zur Verfügung stehen. Gleichwohl werden Siedlungsabfälle aus Haushaltungen und Gewerbe nicht mehr unbehandelt abgelagert, auch wenn noch eine geraume Zeit Zwischenlager betrieben werden müssen, bis für alle Abfälle ausreichende Kapazitäten geschaffen sind.
Biologisch abbaubare Kunststoffe - abfallfreie Zukunft durch Innovation?
Jöran Reske
Das Ziel „abfallfreies Wirtschaften“ wurde erstmals durch den Umweltminister Trittin mit einem Datum versehen: Ab 2020 sollen danach alle Abfälle verwertet, nichts mehr „beseitigt“ werden. Trotz erheblicher technologischer Fortschritte im Recycling der klassischen Materialien werden weitere erhebliche Anstrengungen erforderlich sein, soll dieses politische Ziel erreicht werden.
Bürgerakzeptanz von Getrenntsammel-Systemen
Dipl.-Kfm. Ralf Biehl
Beim Thema Müll ist die Gesellschaft gespalten. Die eine Fraktion kann genau erklären, warum man im Gelbem Sack (oder die Gelbe Tonne) zwar einen leeren Kunststoff- Jogurtbecher, aber keine löchrige Plastikgießkanne werfen darf. Doch es gibt auch die nicht gerade kleine Gruppe, die nie hinter die Geheimnisse der von Bürokraten erdachten Sortiervorgaben für Privathaushalte blicken wollte.
Wandlung von Stoffströmen unter dem Einfluss der Gesetzgebung am Beispiel Speisereste
Dr. jur. Holger Thärichen
Das Tierkörperbeseitigungsgesetz hat durch das Instrument des Anstaltszwangs für die Beseitigung von Tierkörpern, Tierkörperteilen und Erzeugnissen die rechtliche Grundlage für die getrennte Speiserestesammlung geschaffen.
Produktkennzeichnung mit RFID als Schlüssel für hochwertiges Recycling Anforderungen der Recyclingindustrie
Dr. habil. Thomas U. Probst
Der bvse – der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. – vertritt die mittelständische Entsorgungswirtschaft in ihrer Breite. Neben Kauf, Lagerung und Verkauf von Wertstoffen bieten die Unternehmen umfassende Serviceleistungen - von der Erfassung über die Verarbeitung bis hin zum erneuten Einsatz der Sekundärrohstoffe. Der bvse bietet seinen Mitgliedern mit seinen Fachvereinigungen eine Plattform für die Definition und die Durchsetzung der Interessen der mittelständischen Marktbeteiligten, für den Austausch untereinander, für die Diskussion und Änderung der rechtlichen Grundlagen, für die Marktbeobachtung sowie für den Transfer von neuen Technologien und Entwicklungen.
Abfallerkennung durch Radio Frequency Identification
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Arnd I. Urban, Dipl.-Ing. Ruth M. Morgan, Dipl.-Geoökol. Kai Kuhnhenn
Für ein effizientes und hochwertiges Recycling sind Informationen über die Zusammensetzung und den Schad- und Wertstoffgehalt der eingegebenen Produkte unabdingbar.Dafür sind entweder zeit- und kostenaufwendige Analysen erforderlich oder alternativ die Erkennung des Materials und Zuordnung der Eigenschaften. Insbesondere für die Erkennung von Materialien wurden in den letzten Jahren sehr aufwendige Detektionsverfahren entwickelt.
Ein Jahr in Berlin: ALBA Gelbe Tonneplus
Dipl.-Ing. Thomas Hasucha
Seit fast zwei Jahren wird in Berlin die Gelbe Tonneplus eingeführt. Die Tatsache, dass immer noch zu viele Wertstoffe im Restmüll vorzufinden sind, die sinnvoller Weise der Verwertung und zwar nach Möglichkeit der stofflichen Verwertung zugeführt werden sollten, war der Anstoß zur Konzeption und Einführung der Gelbe Tonneplus.
Entwicklungsanforderungen an RFID beim Einsatz für ein intelligentes Recycling
Dipl.-Ing. Ruth M. Morgan, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Arnd I. Urban, Dipl.-Geoökol. Kai Kuhnhenn
Für ein hochwertiges Recycling ist es erforderlich, Informationen über die Zusammensetzung und Beschaffenheit des Abfalls zu besitzen, da die Wahl des geeigneten Aufbereitungsverfahrens maßgeblich von den beinhalteten Stoffen und der Art ihrer Verbindung abhängt. Wichtige Informationen sind dabei nicht nur Wert- und Schadstoffgehalte, sondern auch deren Lokation, da die verschiedenen Stoffe nicht unbedingt in einer homogenen Mischung vorliegen, sondern auf bestimmte Bauteile konzentriert sein können.
Von individueller Produktverantwortung bis zu erhöhter Anlagenkontrolle – verbessertes WEEE-Recycling durch RFID-Anwendungen
Dipl.-Geoökol. Kai Kuhnhenn, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Arnd I. Urban, Dipl.-Ing. Ruth M. Morgan
Die Identifikation von Elektroaltgeräten ermöglicht eine Vielzahl von Veränderungen in der Entsorgung, die zu einem besseren Recycling beitragen können. Allerdings ist sie, wenn manuell vorgenommen, zeitaufwendig und teuer.
Chancen und Risiken von RFID für Demontagebetriebe
Günter Wuttke
Für die Sammlung der Elektro- und Elektronikaltgeräte sind die Gemeinden, Städte und Landkreise verantwortlich. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, den so genannten „ÖRE“, haben die Aufgabe, Altgeräte aus privaten Haushalten bei geeigneten Sammelstellen entgegenzunehmen.
Mehr Ressourceneffizienz durch integrierten Umweltschutz in der Produktion
Dr.-Ing. Peter Jahns
Seit 1870 ist Deutschland laut wirtschaftshistorischen Berechnungen 17mal produktiver geworden. Doch wer über beeindruckendes Wachstum redet, muss auch immer den Preis dafür im Auge behalten. Mit der Entwicklung war auch ein Wachstum auf Kosten der natürlichen Ressourcen verbunden, die zunächst mühsam und kostspielig, aber nun immer schneller und billiger gewonnen werden. Würde sich für uns als Verbraucher der wirkliche Preis für diesen erheblichen Ressourceneinsatz an der Kasse widerspiegeln, könnten wir uns die meisten, heute alltäglichen Produkte nicht mehr leisten.
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