Band 7 - Weiterentwicklung der Abfallsammlung

Abfallwirtschaft ohne Duale Systeme?
Arnd I. Urban, Gerhard Halm, Ruth M. Morgan (Hrsg.)


Gestaltungsoptionen für einen wirksamen Wettbewerb um die Verpackungsentsorgung -Wettbewerbspolitische Anforderungen an die Verpackungsentsorgung
Henning Tegner
Das Ziel von Regelungen zur Verpackungsverwertung sollte zuvorderst darin gesehen werden, die umweltpolitischen und abfallrechtlichen Vorgaben des Europarechts zu den geringst möglichen volkswirtschaftlichen Kosten umzusetzen. In Deutschland wird dieses Ziel durch strukturkonservierende Bestrebungen regelmäßig überlagert, was bislang zu keinem wirksamen Wettbewerb geführt hat und bei Umsetzung des Referentenentwurfs auch nicht führen wird.
Konzepte zur Abfallsammlung – welches ist das richtige? Konzept des bvse
Eric Rehbock
In Europa verändert sich die Entsorgungs- und Abfallwirtschaft nachhaltig, da sich die ressourcenoptimierte Kreislaufwirtschaft nun zunehmend in der aktuellen Umweltpolitik aus Gründen des Klimaschutzes und der Verteuerung von Ressourcen etabliert. Der Umbau der Kreislaufwirtschaft zur Stoffstromwirtschaft wird durch die Einschränkungen bei der Deponierung und vor dem Hintergrund knapper Vorbehandlungskontingente zusätzlich beschleunigt.
Ökologische Sch√§den durch Transporte bei der Abfallentsorgung
Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Scheffold
Die Transporte von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen, von Rohstoffen die aus der Aufbereitung von Abfällen entstehen und überregional, teilweise weltweit vermarktet werden, führen zu negativen Veränderungen von Luft, Wasser, Boden der tier- und Pflanzenwelt und ihrer Wechselwirkungen.
Verpackungsentsorgung aus Sicht eines Umwelt- und Verbraucherschutzverbandes
Jürgen Resch, Dipl.-Ing. Eva Leonhardt
Der Aufbau des mit der VerpackV intendierten (damals einzigen) Dualen Systems und des Zeichens „der grüne Punkt“ war quasi der Startschuss für eine wachsende Verwertungsindustrie, insbesondere im Bereich der Kunststoffverpackungen. Der Ansatz der Abfallvermeidung im ursprünglichen Sinne wurde mehr zu einem abstrakten Ziel als zu einem praktischen Ansatz für die Produkt- und Verpackungsgestaltung. Verwertung galt in der Praxis quasi als gleichwertig zur vorbeugenden Vermeidung.
Aktueller Stand der Verpackungsverordnung
RA Hartmut Gaßner
Im Jahr 2005 häuften sich nach Feststellungen der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) die Meldungen, wonach der Anteil der Hersteller und Vertreiber von Verkaufsverpackungen, die sich zur Entsorgung der von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen in rechtswidriger Weise weder an einem System zur flächendeckenden, haushaltsnahen Erfassung noch an einer Selbstentsorgungslösung beteiligten, stetig wächst.
Entwicklung der Entsorgung
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Gallenkemper, Dr.-Ing. Gabriele Becker, Dr.-Ing. Heinz-Josef Dornbusch
Die Abfallverwertung über die getrennte Sammlung ist zu einem von allen Haushalten akzeptierten und praktizierten Bestandteil des Umweltschutzes geworden. Ohne die Sicherheit, dass eine ökologisch vergleichbare Qualität von Verwertung mit anderen Verfahren erreichbar ist, sollte daher ein derartig lange gewachsenes System nicht grundsätzlich in Frage gestellt werden.
Perspektiven der Abfallwirtschaft aus Sicht der Stadt Kassel
Bürgermeister Stadt Kassel Thorsten-Erik Junge
Die heutige Abfallentsorgung in der kreisfreien Stadt Kassel stellt sich wie folgt da: Etwa 195.000 Einwohner, 100.000 Haushaltungen, 6.500 Industrie- und Gewerbebetriebe prägen das Bild des Abfallaufkommens. Grundsätzlich gibt es heute keine akuten Probleme bei der Umsetzung einer geordneten, technisch hochwertigen, aber auch ökonomisch vertretbaren Entsorgung.
Innovative Strategien für Hessen
MDgt.a.D. Dipl.-Ing. Edgar Freund
Das Hessische Umweltministerium hat als erstes Bundesland durch die Zulassung von weiteren dualen Systemen auch den Wettbewerb bei der Entsorgung von Verpackungsabfällen gefördert.
Konzept des VKS im VKU zur Neuregelung der Verpackungsentsorgung
Christiane Steinmetz
Die bestehenden Probleme bei der Entsorgung von Verkaufsverpackungen lassen zunehmend die Befürchtung aufkommen, dass das System der haushaltsnahen Erfassung der Wertstoffe – zumindest unter Beibehaltung der hohen ökologischen Standards – gefährdet ist.
Nasse + trockene Restabfalltonne Ein neues System für Kassel?
Dipl.-Ing. Ramona Schröer, Dipl.-Ing. Ruth M. Morgan, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Arnd I. Urban
Für das Stadtgebiet Kassel wird derzeit die Ablösung des Trennsystems aus Restabfalltonne, Bioabfalltonne und Gelbem Sack durch ein vereinfachtes Trennsystem diskutiert, in dem nur zwei Fraktionen unterschieden werden. Anlass ist einerseits die hohe Fehlwurfquote im Gelben Sack, die durch Restabfälle und nicht lizenzierte Verpackungen entsteht, welche fälschlich dem Gelben Sack zugeordnet werden.
Die ALBA Gelbe Tonneplus in Berlin
Dipl.-Ing. Thomas Hasucha
Seit über zwei Jahren wird in Berlin die Gelbe Tonneplus eingeführt. Die Tatsache, dass immer noch zu viele Wertstoffe im Restmüll vorzufinden sind, die sinnvoller Weise der Verwertung und zwar nach Möglichkeit der stofflichen Verwertung zugeführt werden sollten, war der Anstoß zur Konzeption und Einführung der Gelbe Tonneplus.
Sammelerfahrungen am Beispiel Kassel
Dipl.-Ing. Gerhard Halm, Dipl. Geograf Niklas Schiel
Vom 01.01.2005 bis zum 28.02.2006 wurden im Stadtgebiet Kassel im Auftrag der Dualen System Deutschland GmbH (DSD) die Leichtverpackungen mittels Gelber Säcke durch einen privaten Entsorger gesammelt. Aufgrund der mangelhaften Auftragserfüllung wurde der Auftrag der Firma Johannes Fehr GmbH & Co. KG übertragen. Die Stadtreiniger Kassel arbeiten seit dem 01.03.2006 als Subunternehmer der Firma Johannes Fehr GmbH & Co. KG und sammeln die Gelben Säcke in 55% des Stadtgebietes ein.
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