Recycling und Rohstoffe 1 (2008)

Themen: Rechtliche, wirtschaftliche und technische Fragen zur zuk√ľnftigen Verwertung von mineralischen Abf√§llen, Baustoffrecycling und Verwertung von Aschen und Schlacken.


Anforderungen an den Einbau von mineralischen Ersatzbaustoffen und an Verf√ľllungen
Ministerialrat Rüdiger Wagner
In Deutschland fallen jährlich etwa 240 Millionen Tonnen mineralische Abfälle an. Dies entspricht etwa sechzig Prozent der Gesamtabfallmenge von 350 Millionen Tonnen pro Jahr. Von den mineralischen Abfällen sind etwa 140 Millionen Tonnen Boden und Steine, etwa 73 Millionen Tonnen Bauabfall und Straßenaufbruch, etwa 15 Millionen Tonnen Aschen und Schlacken aus Kraftwerken und anderen Verbrennungsprozessen, etwa 7 Millionen Tonnen Hochofenschlacke sowie etwa 6 Millionen Tonnen Stahlwerksschlacke.
Verteilen ‚Äď Vergraben ‚Äď Vergessen Grunds√§tzliche √úberlegungen zur Verwertung von mineralischen Abf√§llen
Dr.-Ing. Heinz-Ulrich Bertram
Die Bem√ľhungen um die F√∂rderung der Kreislaufwirtschaft f√ľhren dazu, dass immer mehr Abf√§lle in Stoffkreisl√§ufe eingebracht und dort als sekund√§re Rohstoffe verwertet werden (sollen). Konzepte √ľber die zuk√ľnftige Entsorgung von Siedlungsabf√§llen [1] vermitteln sogar den Eindruck, dass diese vollst√§ndig verwertet werden k√∂nnten, und Deponien in naher Zukunft ‚Äď Ziel 2020 ‚Äď nicht mehr erforderlich seien.
Die Entsorgung von Schlacken in √Ėsterreich
Dr. Daniela Sager, Dr. rer. nat. Burkart Adamczyk, Em.o.Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karl E. Lorber, Dipl.-Ing. Dr.mont MScTox Klaus Werner Wruss
In √Ėsterreich ist die Abfallwirtschaft im Sinne des Vorsorgeprinzips und der Nachhaltigkeit unter anderem danach ausgerichtet, dass bei der stofflichen Verwertung die Abf√§lle oder die aus ihnen gewonnenen Stoffe kein h√∂heres Gef√§hrdungspotenzial aufweisen als vergleichbare Prim√§rrohstoffe oder Produkte aus Prim√§rrohstoffen und nur solche Abf√§lle zur√ľckbleiben, deren Ablagerung keine Gef√§hrdung f√ľr nachfolgende Generationen darstellt.
Verwertung von mineralischen Abf√§llen ‚Äď Stellungnahme zum Entwurf der Ersatzbaustoff- und der Bodenschutzverordnung ‚Äď
Prof. Dipl.-Ing. Harald Burmeier
Der Ingenieurtechnische Verband Altlasten e.V. (ITVA) begr√ľ√üt die Absicht des Bundesministeriums f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die Verwertung von Bodenaushub, mineralischen Abf√§llen, industriellen Nebenprodukten und Recyclingprodukten auf eine bundeseinheitliche Rechtsgrundlage zu stellen, um hierdurch Rechtssicherheit, einheitliche Wettbewerbsbedingungen und administrative Erleichterungen zu erreichen.
Technische, √∂kologische und gesetzliche Aspekte bei der Verwendung von Eisenh√ľttenschlacken
Dr.-Ing. Heribert Motz
Nachhaltigkeit ist eines der gro√üen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Die deutsche Stahlindustrie stellt sich seit Jahren diesem umfangreichen Aufgabenfeld. Sie will schonend mit den Ressourcen umgehen, zu wirtschaftlichem Wohlstand beitragen und sich der Verantwortung f√ľr soziale Ausgewogenheit stellen. Ob Umwelt, Wirtschaft oder Soziales ‚Äď in allen Bereichen arbeitet die Stahlindustrie mit gro√üem Engagement, damit Nachhaltigkeit kein leerer egriff bleibt, sondern f√ľr die nachfolgenden Generationen Wirklichkeit wird.
Abfallrecht und Stoffrecht ‚Äď ein Gegeneinander oder ein Miteinander?
Professor Dr. Klaus-G√ľnter Steinh√§user, Lars Tietjen, Inga Beer
Am 30. Dezember 2006 wurde im Amtsblatt der EU die REACH- erordnung (VO(EG) 1907/2006) ver√∂ffentlicht [1]. Sie ist in ihren ersten Teilen am 01. Juni 2007 in Kraft getreten. Diese grundlegende Neuorientierung des Chemikalienmanagements in Europa betrifft keineswegs nur die chemische Industrie, sondern nahezu alle Branchen, die Stoffe erzeugen, importieren oder verwenden. Auch die Abfallwirtschaft geht mit Stoffen um, so dass sich die Frage stellt, welche Wirkungen REACH f√ľr Abf√§lle entfaltet und wie die einzelnen Bestimmungen ineinander greifen.
Verordnung zur Vereinfachung des Deponierechts ‚Äď Zusammenf√ľhrung der Vorschriften √ľber Deponien und Langzeitlager ‚Äď
Prof. Dr. Andrea Versteyl
Gegenwärtig verteilt sich das deutsche Deponierecht auf sieben parallele Gesetze, Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften. An erster Stelle ist das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) zu nennen. Auf untergesetzlicher Ebene regeln die Abfallablagerungsverordnung (AbfAblV), die Deponieverordnung (DepV) und die Deponieverwertungsverordnung (DepVerwV) wichtige Fragen der Abfallablagerung sowie der Errichtung, der Beschaffenheit, des Betriebs, der Stilllegung und der Nachsorge von Deponien und Langzeitlagern.
Chancen und Risiken mittelständischer Recyclingunternehmen im Ausland
Dipl.-Ing. Peter Hoffmeyer
Die Abfalltrennung in Deutschland mit den hohen Umweltstandards hat die Abfallwirtschaft zu einer deutschen Zukunftsbranche gemacht, in der insgesamt mehr als 200.000 Beschäftigte einen Arbeitsplatz finden. Das war nicht immer so.
Methoden zur Messung der Ressourceneffizienz
Dipl.-Ing. Markus Berger, Prof. Dr. rer. nat. Matthias Finkbeiner
Die nat√ľrlichen Ressourcen der Erde sind seit jeher eine wichtige Grundlage f√ľr Fortschritt und wirtschaftliches Handeln der Menschen. W√§hrend die Nutzung von Ressourcen in fr√ľheren Zeiten jedoch √ľberschaubar und auf wenige Rohstoffe begrenzt war, hat sich dieses Bild in den letzten Jahrhunderten dramatisch ver√§ndert. Mit dem permanent steigenden Rohstoffbedarf unserer Gesellschaften, sind dabei auch die aus der Ressourcennutzung resultierenden negativen Konsequenzen immer deutlicher geworden. So f√ľhrt bereits der Rohstoffabbau, beispielsweise die Braunkohlef√∂rderung in Tagebaugebieten, zu zahlreichen Problemen wie etwa der Zerst√∂rung von Naturraum.
R√ľckgewinnung von Metallen aus metallurgischen Schlacken
Dr.-Ing. Lars Weitkämper, Univ.-Prof. Dr.- Ing. Hermann Wotruba
Bei der Herstellung von Eisen, Stahl und Nichteisenmetallen verbleibt ein Teil der Metalle in der mineralischen Schlacke. Dieser Anteil liegt als reines Metall, Agglomerate diverser Legierungen oder in oxidischer Form vor. Der Metallgehalt in den Schlacken variiert in Abhängigkeit vom metallurgischen Verfahren und den eingesetzten Rohstoffen.
Verwertung von Edelstahlschlacken ‚Äď Gewinnung von Chrom aus Schlacken als Rohstoffbasis ‚Äď
Dr. rer. nat. Burkart Adamczyk, Dr. Rudolf Brenneis, Dr.-Ing. Michael K√ľhn, Dr.-Ing. Dirk Mudersbach
Im Laufe der Zeit haben sich metallurgische Schlacken aus der Eisen- und Stahlerzeugung von einem Abfallstoff zu einem echten Produkt entwickelt [1]. So werden die bei der Roheisenerzeugung produzierten Schlacken nahezu vollst√§ndig genutzt und stellen inzwischen neben dem erzeugten Eisen einen Wertstoff dar, der gr√∂√ütenteils im Bausektor verwendet wird. Kristallin erstarrte Hochofenst√ľckschlacke wird z.B. als Schotter oder Split im Gleis- und Wegebau verwendet, w√§hrend glasig erstarrter H√ľttensand als Rohstoff f√ľr die Zementherstellung eingesetzt wird.
Bedarfsgerechte Herstellung von Produkten aus Eisenh√ľttenschlacken
Dipl.-Ing. Michael Joost
Bei der Roheisen- und Stahlherstellung entstehen als Nebenprodukte in Deutschland j√§hrlich rund 14 Millionen Tonnen Eisenh√ľttenschlacken. Hochofenschlacken, die bei der Erzeugung von Roheisen aus Erzen im Hochofen entstehen, gliedern sich je nach Herstellungsweg in die kristallin erstarrte Hochofenst√ľckschlacke und den in Granulationsanlagen am Hochofen erzeugten amorphen H√ľttensand.
Aufkommen und Entsorgungswege mineralischer Abf√§lle ‚Äď am Beispiel der Aschen/Schlacken aus der Abfallverbrennung ‚Äď
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. Karl J. Thomé-Kozmiensky, Dr.-Ing. Margit Löschau
Die Abfallverbrennung in Deutschland weist emissionsseitig dank der strengen gesetzlichen Normen hohe Standards auf; die geforderten Grenzwerte werden zumeist deutlich unterschritten. Die Sekundärabfälle aus der Abfallverbrennung wie Aschen/Schlacken, Flugstäube und Filterkuchen hingegen werden zwar gesetzeskonform entsorgt, jedoch wird dabei nicht annähernd das hohe Umweltschutzniveau der Abgasseite erreicht.
Anmerkungen zur abfallrechtlichen, insbesondere ökotoxikologischen Einstufung von Schlacken aus Abfallverbrennungsanlagen
Dr. J√ľrgen Millat
Im Rahmen von Genehmigungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz [1, 2] f√ľr Verbrennungsanlagen, insbesondere f√ľr Abfallverbrennungsanlagen, Ersatzbrennstoffkraftwerke oder -heizkraftwerke, sehen sich die Antragsteller regelm√§√üig vor die Frage gestellt, wie die Abf√§lle aus der Verbrennung und der Abgasreinigung abfallrechtlich einzustufen sind.
Veredlung von Mineralstoffen aus Abfall ‚Äď Darstellung anhand des NMT-Verfahrens ‚Äď
Dipl.-Biol. Kirsten Schu
Die Ziele der Abfallbehandlung haben sich in den letzten Jahren gewandelt. W√§hrend es fr√ľher um eine sichere Entsorgung der Abf√§lle ging, sind heute zus√§tzliche Anforderungen an den Ressourcen- und Umweltschutz in den Vordergrund ger√ľckt.
R√ľckgewinnung von Metallen aus feink√∂rnigen mineralischen Abf√§llen
Prof. Dr. Daniel Goldmann, Dipl.-Ing. Eike Gierth
Mit der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung der asiatischen Schwellenl√§nder ist der weltweite Bedarf an Rohstoffen in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Die aktuellen Turbulenzen der Finanzm√§rkte hinterlassen zwar auch ihre Spuren im prim√§ren und sekund√§ren Rohstoffbereich, auf mittlere Sicht d√ľrfte dies aber nichts an den generellen Trends √§ndern. Vor diesem Hintergrund gewinnen gerade metallhaltige Abf√§lle als Rohstoffquelle eine immer gr√∂√üere Bedeutung.
Recycling von Seltenerdelementen aus Leuchtstoffen
Professor em. Dr.-Ing. habil. Eberhard Gock, Dr.-Ing. Volker Vogt, Dr.-Ing. Jörg Kähler, Dr.-Ing. Adrien N. Banza, Dr.-Ing. Brigitte Schimrosczyk
Vor dem Hintergrund der Rohstoffverknappung und der Monopolisierung des Marktes der Seltenerdelemente gibt es aufwendige Verfahrensentwicklungen, die gemeinsam von den Leuchtstoff-Lampenherstellern und Herstellern von Kathodenstrahlröhren (CRT) mit Forschungsinstituten vorgenommen wurden [1, 2, 3]. Diese Entwicklungen sind Gegenstand dieser Veröffentlichung.
Möglichkeiten der Nutzung industrieller Reststoffe im Beton
Dr. Katrin R√ľbner, Dr.-Ing. Karin Weimann, Dipl.-Ing. Tristan Herbst
Zur Herstellung und Aufrechterhaltung von Produktions- und Konsumprozessen werden der nat√ľrlichen Umwelt fortw√§hrend mineralische Prim√§rrohstoffe entnommen. Beispielsweise ben√∂tigte die deutsche Baustoffbranche 2004 etwa 580 Millionen Tonnen mineralische Prim√§rrohstoffe. Andere Industriezweige setzten etwa 55,8 Millionen Tonnen Mineralien ein [1]. Eine gesteigerte industrielle Produktion und der zunehmende Konsum f√ľhren neben dem Verbrauch von unwiederbringlichen Rohstoffen aber auch zur Zunahme von Abf√§llen, teilweise mit Wertstoffen angereichert.
Sanierung einer Bergbaualtlast ‚Äď R√ľckbau und Metallrecycling durch Biotechnologie ‚Äď
Dr.-Ing. Adrian-Andy Nagy, Prof. Dr. Daniel Goldmann, Professor em. Dr.-Ing. habil. Eberhard Gock, Dr. rer. nat. Axel Schippers, Dr.-Ing. J√ľrgen Vasters
Sulfidhaltige Ablagerungen des Buntmetallerzbergbaues k√∂nnen beim Zutritt von Wasser und Sauerstoff durch katalytische Wirkung von Mikroorganismen schwermetallhaltige Sauerw√§sser bilden, die B√∂den und Gew√§sser kontaminieren. Zus√§tzlich k√∂nnen Wind und Regen durch Erosion zur weitr√§umigen Verteilung der Schwermetallsulfide der Ablagerungen f√ľhren. Weltweit ist eine Vielzahl √§hnlicher Probleme bekannt. Neben der Sanierung buntmetallhaltiger Bergeteiche kommen auch Verwertungsma√ünahmen in Betracht.
Planung und Genehmigung einer Deponie der Klasse I ‚Äď Strategische und unternehmerische Gesichtspunkte ‚Äď
Dr. Tilmann Quensell
Die Otto Dörner Unternehmensgruppe mit Sitz in Hamburg konzentriert sich auf zwei Geschäftsbereiche, die unter dem Titel Entsorgung einerseits und Kies- und Deponiebetriebe andererseits zusammengefasst werden können. Die gesamte Gruppe beschäftigt etwa 700 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen konsolidierten Jahresumsatz von 110 Millionen Euro.
Voraussetzungen f√ľr die Zulassung von Recyclingmaterial als Baustoff
Dipl.-Ing. Petra Schröder
Beton ist ein F√ľnf-Stoff-System mit den Ausgangsstoffen Zement, Wasser, Gesteinsk√∂rnungen, Zusatzstoffen und Zusatzmittel. Als Ausgangsstoffe k√∂nnen nat√ľrliche Rohstoffe oder sekund√§re Rohstoffe zum Einsatz kommen. Unter sekund√§ren Rohstoffen werden alle Stoffe verstanden, die nicht unmittelbar einer nat√ľrlichen Lagerst√§tte entnommen wurden wie Flugasche, rezyklierte Gesteinsk√∂rnungen, Kesselsande usw.
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