3. Bodenschutztage Marktredwitz

Informations- und Diskussionsforum f√ľr Wissenschaftler und Anwender mit T√§tigkeiten im Bodenschutz

13. - 15. Oktober 2003, Marktredwitz, Bayern
Schirmherrschaft: Staatsminister Dr. Werner Schnappauf, Bayerisches Staatsministerium f√ľr Landesentwicklung und Umweltfragen


Referenzmaterial ‚ÄěStandardb√∂den Planungsregion 10‚Äú
Arthur Reischl, Peter Spörlein, Dr. Michael Wittenbecher
4 fl√§chenrepr√§sentative Bodenproben aus der Planungsregion 10 wurden in gr√∂√üerer Menge beprobt und bodenchemische/‚Äďphysikalische Eigenschaften durch GLA-interne Untersuchungen beschrieben. Parameter der Gel√§ndeansprache und ausgew√§hlte laboranalytische bodenchemische und bodenschutzrelevante Gr√∂√üen wurden durch Einbeziehung von Externen verifiziert. Die Proben stehen auf Anfrage f√ľr Vergleichszwecke zur Verf√ľgung.
Praxis der Abfallverwertung unter Ber√ľcksichtigung bodenschutzrechtlicher Regelungen im Kiessandtagebau P√∂nitz (bei Leipzig)
Franz Rösl, Dr. Olaf Penndorf
Die Auseinandersetzung mit der Praxis der Abfallverwertung und des Bodenschutzes im Staatlichen Umweltfachamt Leipzig bei der Erarbeitung vollziehbarer L√∂sungsvorschl√§ge f√ľr die Bergverwaltung f√ľhren bei gemeinsamer Abstimmung zu fachlich beiderseits getragenen Vollzugsl√∂sungen. Deren Umsetzung wird am Beispiel der Kiesgrube P√∂nitz der Fa. Gerhard R√∂sl GmbH Jesewitz pr√§sentiert.
1. Grußwort
Dr. Werner Schnappauf
Gru√üwort des Bayerischen Staatsministers f√ľr Landesentwicklung und Umweltfragen Dr. Werner Schnappauf zu den Marktredwitzer Bodenschutztagen vom 13. bis 15. Oktober 2003 in Marktredwitz
2. Grußwort
Dr. Birgit Seelbinder
Gru√üwort der Oberb√ľrgermeisterin der Stadt Marktredwitz Dr. Birgit Seelbinder f√ľr den Tagungsband der 3. Marktredwitzer Bodenschutztage vom 13. bis 15.10.2003
Vier Jahre Bodenschutzgesetze in Bayern - eine Bilanz
Mdgt. Michael Duhnkrack
Zeitgleich mit dem Bundes-Bodenschutzgesetz trat 1999 das Bayerische Bodenschutzgesetz in Kraft. F√ľr den Vollzug des Gesetzes sind in Bayern die Kreisverwaltungsbeh√∂rden mit Unterst√ľtzung durch Fachbeh√∂rden, vor allem die Wasserwirtschafts√§mter zust√§ndig. An mehreren Beispielen wird die konsequente Umsetzung der Bodenschutzgesetzgebung in Bayern seit 1999 verdeutlicht. So wurde zum Beispiel als tragende S√§ule des vorsorgenden Bodenschutzes in Bayern ein Bodeninformationssystem eingerichtet und Bayern hat als erstes Bundesland eine Rechtsverordnung erlassen, in der die Zulassung und Bekanntgabe sowohl von Sachverst√§ndigen wie auch von Untersuchungsstellen f√ľr den Bodenschutz und die Altlastenbehandlung geregelt ist.
Regionales Fl√§chenmanagement und seine Erfolgsfaktoren als Bausteine f√ľr einen umfassenden Bodenschutz
Thomas Weith
Das Konzept des regionalen Fl√§chenmanagements stellt einen Ansatz f√ľr einen modernen Bodenschutz dar. Erfolgreiches Handeln setzt auch in diesem Bereich die Beachtung spezifischer Faktoren voraus. Wesentlich sind die Ber√ľcksichtigung der regionalen Herausforderungen, Interessenlagen, Organisationsstrukturen sowie Zielentwicklungs- und Umsetzungsprozesse. So wird ein spezifischer Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Fl√§chennutzungsstruktur in Regionen m√∂glich.
Gef√§hrdungsabsch√§tzung Boden ‚Äď Nutzpflanze bei sch√§dlichen Bodenver√§nderungen / Altlasten auf landwirtschaftlich genutzten Fl√§chen
Christa M√ľller
Nach Bodenschutzrecht ist bei sch√§dlichen Bodenver√§nderungen /Altlasten auf landwirtschaftlichen Fl√§chen eine Gef√§hrdungsabsch√§tzung f√ľr den Pfad Boden-Nutzpflanze durchzuf√ľhren. Dargestellt werden Bewertungsgrundlagen, Ablauf und Zust√§ndigkeiten f√ľr die Orientierende- und Detail-Untersuchung sowie m√∂gliche Schutz- und Beschr√§nkungsma√ünahmen durch Anpassung der Nutzung und der Bewirtschaftung im Vorfeld technischer Sanierungsma√ünahmen.
Beispiele zur Umsetzung des Bodenschutzgesetzes in der ostbayerischen Landwirtschaft
Michael Maly
Erste Erfahrungen in der Anwendung und im Vollzug der Bodenschutzgesetze imbesondere zu ¬ß 8 BBodSchV (Gefahrenabwehr von Bodenerosion), ¬ß 17 BBodSchG (Gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft) und ¬ß 12 BBodSchV (Auf- und Einbringen von Bodenmaterial auf und in den Boden) werden vorgestellt. Bodensch√ľtzende landwirtschaftliche Ma√ünahmen zur Verhinderung der Bodenerosion und Verbesserung der Bodenstruktur wurden am Versuchsstandort Almesbach und Sitzenhof in der Oberpfalz langj√§hrig gepr√ľft. Diese Untersuchungsergebnisse werden dargestellt und praktische Empfehlungen zum Aufbringen von Bodenmaterial auf landwirtschaftliche Nutzfl√§chen gegeben.
Verwertung von Bodenmaterial - Regelungsbereiche und fachliche Anforderungen -
Dr. Dieter Koch
Das Inkrafttreten des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) und der Bundes- Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) hat zur Konsequenz, dass im Hinblick auf eine bodenbezogene Verwertung von Materialien neue Regelwerke erstellt bzw. bestehende diesbez√ľgliche Regelwerke anderer Rechtsbereiche an die bodenschutzrechtlichen Anforderungen angepasst werden m√ľssen. Mit der Vollzugshilfe zu ¬ß 12 BBodSchV und dem √ľberarbeiteten Allgemeinen Teil der LAGAMitteilung 20 liegen widerspruchsfreie und konsistente Regelwerke zur Bodenbezogenen Verwertung von Materialien vor.
Bodenbezogene Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in der Bauleitplanung
Irene Dahlmann, Dr. Olaf Penndorf
B√∂den finden in der Planungs- und Verwaltungspraxis noch immer ungen√ľgend Ber√ľcksichtigung. Vor diesem Hintergrund werden auf Basis der aktuellen fachlichen Erkenntnisse und Erfahrungen methodische Hinweise zur Ableitung von bodenbezogenen Ausgleichs- und Ersatzma√ünahmen gegeben. Au√üerdem erfolgt eine kritische √úberpr√ľfung der multifunktionalen Ausgleichsund Ersatzma√ünahmen hinsichtlich ihrer Eignung f√ľr den Bodenschutz.
Integriertes Bodenschutzmanagement auf einem Truppen√ľbungsplatz der US Army in Ostbayern
H. Schoger, Dr. Arnulf Sowa
Auf einem Truppen√ľbungsplatz der US Army wurde in langj√§hrigen Projekten ein integriertes Bodenschutzmanagement aufgebaut: Die fl√§chenhafte Bestandsaufnahme des Bodens wird √ľber Fernerkundungsmethoden und begleitende Gel√§ndeerhebungen vorgenommen. Die Sammlung und Verarbeitung der Daten m√ľndet in direkte Anwendungen, wie z.B. die Lenkung von Erosions- oder Bodenschutzma√ünahmen w√§hrend des milit√§rischen √úbungsbetriebs.
VSU-Zulassungsverfahren f√ľr Probenehmer ‚Äď Kostspielige Auflage oder Hilfe zur Verbesserung der Arbeitsprobleme
Dr. Martin Schmid
Probenehmer im Bereich Bodenschutz m√ľssen in Bayern nach dem 1.1.2004 eine VSU-Zulassung besitzen. Die spezifischen Kosten des Zulassungsverfahrens betragen 200 ‚Äď 300 ‚ā¨/a. Wenig Geld ‚Äď in Anbetracht der Tatsache, dass die Probenehmer dabei fachkundige Hilfe bei der Validierung hauseigener Probenahmeverfahren, der Verbesserung von Arbeitsabl√§ufen und Einhaltung hoher Qualit√§tsstandards erhalten.
Das Salzburger Bodenschutzgesetz - Inhalt und erste Erfahrungen
Georg Juritsch
Dem Boden wird seit rund 15 Jahren auf Verwaltungsebene besonderes Augenmerk gewidmet. Stand zu Beginn die Erforschung und Erhebung des Bodenzustandes im Vordergrund, so ist 2001 durch das Bodenschutzgesetz ein rechtlicher Rahmen geschaffen worden, der der Bedeutung des Bodens gerecht wird. Ziel ist die Erhaltung des nat√ľrlichen Bodens als Grundlage f√ľr die Produktion und die Erhaltung der vielf√§ltigen Funktionen der B√∂den im Naturhaushalt.
Verf√ľgbarkeit und fachliche Qualit√§t von Methoden f√ľr die Bodenfunktionsbewertung
D. Feldhaus, Michael Außendorf, Volker Hennings, Dr. Heinz Peter Schrey
Das Bundesbodenschutzgesetz sch√ľtzt Funktionen des Bodens. Die Funktionen m√ľssen f√ľr den Abw√§gungsprozess der Fl√§chenplanungen in der Auspr√§gung bewertet werden. Eine gro√üe Zahl von Bewertungsmethoden wurden auf L√§nderebene bereits entwickelt. Von den Staatlichen Geologischen Diensten Deutschlands wurde ein Katalog aller in Deutschland gebr√§uchlichen Methoden erarbeitet. Der Katalog dient der aufgabenspezifischen Auswahl von Methoden und enth√§lt eine Bewertung der fachlichen Qualit√§t der Methode. Handlungsbedarf f√ľr die Weiterentwicklung von Methoden und Datengrundlagen wird benannt.
Neufassung des Hamburger Verfahrens zur Bodenfunktionsbewertung
B. Hochfeld, Dr. Alexander Gr√∂ngr√∂ft, Prof. i. R. Dr. G√ľnter Miehlich
Die Entwicklungen im Bereich der Bodenfunktionsbewertung haben eine Neufassung des 1999 von den Autoren vorgelegten Verfahrens zur Bewertung von Bodenfunktionen im Rahmen raumbezogener Planungsprozesse notwendig gemacht. Neben der fachlichen Anpassung der Methoden wurde das Verfahren um ein Konzept zur Integration der Teilfunktionen sowie zur Prognosebewertung erweitert.
Methoden zur Bewertung von Bodenfunktionen f√ľr planerische Anwendungen
Michael Außendorf, Christine Danner
F√ľr den vorsorgenden Bodenschutz kommt der r√§umlichen Planung eine entscheidende Rolle zu, da in ihr letztlich die Bodennutzung verbindlich geregelt wird. Es wird eine Arbeitshilfe vorgestellt, in der die Vorgehensweise zur der Integration des Schutzgutes Boden in Planungsverfahren dargelegt wird. Hierin werden Methoden unterschiedlicher Aussagesch√§rfe gezeigt, mit denen eine Bewertung von Bodenfunktionen aus bodenkundlichen Basisparametern abgeleitet werden kann.
Bodenfunktionsbewertung im Rahmen der Bauleitplanung
Jörg Zausig, B. Reizner
Im Pilotprojekt Kommunales Fl√§chenressourcen-Management des LfU wurden nat√ľrliche Bodenfunktionen in vier bayer. Modellkommunen bewertet. Die fl√§chenscharfe Bewertung von B√∂den f√ľr kommunale Planungen erfolgt anhand der Bodensch√§tzung. Bei √ľber√∂rtlichen Planungsverfahren bieten sich Bodenkarten der Ma√üst√§be 1:25.000 oder 1:50.000 an. Aus Sicht des Planers ist eine aggregierende Gesamtbewertung sinnvoll.
Die Bewertung von Bodenfunktionen im Sinne des Bodenschutzes vor dem Hintergrund montanhistorischer Landschaftsveränderungen am Beispiel der Oberpfalz
Univ.-Prof. Dr. phil. Thomas Raab, Dr. phil Kerstin H√ľrkamp, PD Dr. J√∂rg V√∂lkel
Infolge historischen Bleierzbergbaus sind die Böden der Vilsaue in der nördlichen Oberpfalz mit Schwermetallen angereichert. Im Rahmen eines gemeinsamen Ansatzes des Boden- und Grundwasserschutzes mit der Landschafts- und Montangeschichte werden mittels Königswasserextraktion und Elution die Gesamtgehalte und die Mobilisierbarkeit von Blei, Zink und Arsen in den Auenböden analysiert. Erste Ergebnisse des laufenden Projektes werden vorgestellt.
Karte der schutzw√ľrdigen B√∂den in Nordrhein-Westfalen als Fachbeitrag des Geologischer Dienstes zur Regionalplanung
Dr. Heinz Peter Schrey
Schutzw√ľrdige B√∂den in NRW werden vom Geologischen Dienst auf Basis der digitalen Bodenkarte 1 : 50 000 zur Nutzung als "Bodenschutz-Fachbeitrag zum GEP" ausgewiesen. Die Auswertungskarte stellt drei Kategorien von B√∂den mit besonderer Funktionserf√ľllung dar: I) Archivder Natur- und Kulturgeschichte; II) Biotopentwicklungspotenzial f√ľr Sonderstandorte und III) regionale (sehr) hohe nat√ľrliche Bodenfurchtbarkeit.
Erfahrungen bei der Erstellung der "Risikokarte des Stoffeintrages NRW"
Th. Dietz, Dr. Guido Wimmer, Dirk H√ľsener, Dr. Beatrice Oesterreich, Prof. Stefan Peiffer
Die Erfahrungen bei der Erstellung der ‚ÄěRisikokarte des Stoffeintrages‚Äú im Rahmen des Hydrologischen Kartenwerkes NRW zeigen Vor- und Nachteile des verwendeten Verfahrens nach H√ĖLTING (1995) auf. Die wesentlichen Erkenntnisse durch die Bearbeitung werden diskutiert und Methoden aufgezeigt, die zur Verbesserung des verwandten Bewertungsverfahrens beitragen k√∂nnen.
Anthropogene Ersatzböden: Ihre ökologische Wertigkeit vor dem Hintergrund der Eingriffsregelung und der Bauleitplanung
Tillmann Buttschardt
Anthropogene Ersatzb√∂den wie z.B. Dachbegr√ľnungen finden zunehmend ihre Einsatzbereiche und Verbreitung in Siedlungsr√§umen.. Auch und gerade f√ľr die Erbringung des Ausgleichsgebotes gem. ¬ß 1 BauGB werden anthropogene Ersatzb√∂den in Form von Dachbegr√ľnungen oder Begr√ľnungssubstraten von Rasengleistrassen eingesetzt. Die Boden√∂kologische Wertigkeit dieser B√∂den wurde mittels K√∂derstreifentests und weiterer Untersuchungen ermittelt.
Bodenschutz als Bestandteil nachhaltiger Landnutzung im Weißenstädter Becken
Dr. Christoph Hartmann, Marion Mertens
Ziel des Projekts ‚ÄěWasser-verbindet‚Äú im Wei√üenst√§dter Becken Fichtelgebirge) ist die Minimierung der diffusen N√§hrstoffaustr√§ge aus B√∂den. Mittels einer P- und N-Bilanzierung und Modellrechnungen wurden die relevanten Austragspfade ermittelt und Szenarios f√ľr die Visualisierung des Effekts von Nutzungs√§nderungen entwickelt. Das darauf aufbauende Beratungsinstrumentarium wird zielgruppenorientiert ab 2004 im Internet erprobt.
Flächenhafte Stoffausträge aus Böden, dargestellt am Beispiel von Dränflächen
Dr. agr. Petra Kahle, Christian Latta, Prof. Dr. Bernd Lennartz
Auf einer konventionell bewirtschafteten Ackerfl√§che in Nordostdeutschland wurde ein Monitoringprogramm zur Erfassung aktueller Stoffaustr√§ge √ľber Dr√§nung eingeleitet. Die zeitlich hoch aufgel√∂sten Untersuchungen im Feldma√üstab umfassen den Durchfluss, und die Konzentration verschiedener Kationen und Anionen zur Kalkulation der ausgetragenen Fracht. Die P-Austr√§ge waren unbedeutend, w√§hrend die NO3-Konzentrationen erheblich variierten. Der N-Austrag im hydrologischen Jahr 2001/2002 betrug 36 kg/ha.
Entwicklung einer Methodik zur Quantifizierung des präferenziellen Flusses entlang von Makroporen in bindigen Böden
Dr. Kathrin Gallmeister, Prof. Stefan Peiffer, Dr. Guido Wimmer
Zur Etablierung einer Methodik, die die Quantifizierung des Makroporenflusses in bindigen Böden ermöglichen soll, wurden ungestörte Bodenproben bis in drei Meter Tiefe untersucht. Die Proben wurden in einem Röntgen-Computertomographen mit einer Auflösung von 0,5 mm gescannt und mittels Bildanalyse statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich unterschiedlichen Makroporenstrukturen in den Probenkörper in drei Gruppen einteilen lassen.
Bewertung verschiedener Elutionsmethoden der BBodSchV an ausgewählten bayerischen Altlastenstandorten mittels Lysimeteruntersuchungen
Dr. Markus Scheithauer
Von verschiedenen Altlastenstandorten wurden Bodenmonolithe f√ľr Lysimeterversuche entnommen. Parallel dazu erfolgte eine Bodenprobenahme, um damit unterschiedliche Elutionsverfahren zu testen. Des Weiteren wurden in einer Datenbank Gesamtstoff- und Eluatgehalte von kontaminierten Bodenmaterialien zahlreicher Altlastenuntersuchungen zusammengestellt mit dem Ziel, Geringf√ľgigkeitsschwellen f√ľr Gesamtstoffgehalte zu √ľberpr√ľfen.
Ist der S√§ulenversuch eine vollzugstaugliche Labormethode f√ľr die Ermittlung der Sickerwasserbeschaffenheit am Ort der Probenahme ?
Wolfgang Berger, Ina Scheuering, K. Stenger
Säulenversuche und die in der BBodSchV genannten Verfahren zeigen bei der Untersuchung von Standardmaterialien unterschiedliche Ergebnisse. Eine Vergleichbarkeit der Verfahren, wie sie in der BBodSchV gefordert ist, scheint nicht gegeben. Vor diesem Hintergrund soll der Maßstab der Genauigkeit an Laborverfahren zur Ermittlung der Sickerwasserkonzentration am Ort der Probenahme betrachtet werden. Gegenwärtig besteht die Notwendigkeit zu einem Konventionsverfahren.
Reinigung schwermetallbelasteter Sedimente durch Bioleaching
Andrea Kuhn
Schwermetallkontaminierte Sedimente k√∂nnen mittels des Festbett- Bioleaching-Verfahrens behandelt werden. Die Sedimente werden durch den Bewuchs mit tiefwurzelnden Pflanzen konditioniert, mit Schwefel gemischt, bel√ľftet und mit Prozesswasser im Festbettreaktor berieselt. Unter optimierten Bedingungen werden die Schwermetalle durch die im Sediment nat√ľrlich vorkomenden Thiobacillus-Bakterien mobilisiert, vom Leachat abgetrennt und in einem Metallschlamm konzentriert. Unter Feldbedingungen konnten bis zu 80% der Schwermetalle extrahiert werden.
Sickerwassergewinnung mit Hilfe von Halbschalen
Fuad Bastawros
Mit der Zielsetzung, die stoff- und mengenspezifischen Schwierigkeiten bei Sickerwassersammelsystemen weitgehend zu minimieren, wurde ein frei dr√§nendes Sickerwassersammelsystem (Halbschalensystem) entwickelt. Der Beitrag beschreibt den technischen Aufbau und die Realisierung des Halbschalensystems f√ľr die Gewinnung von Sickerwasser auf einem Auenlehmstandort.
Bodenzoologische Untersuchungen auf den landwirtschaftlichen Boden- Dauerbeobachtungsfl√§chen (BDF) in Bayern Regenw√ľrmer als Bioindikatoren
Johannes Bauchhenß
In Bayern hat die Landwirtschaftsverwaltung auf 132 repr√§sentativen landwirtschaftlichen Fl√§chen Boden-Dauerbeobachtungsfl√§chen ausgewiesen. F√ľr die bodenzoologischen Untersuchungen erwiesen sich Regenw√ľrmer als gute Bioindikatoren. Bisher wurden 110 Acker- und 22 Wiesenfl√§chen in zwei Durchg√§ngen im Abstand von 5-7 Jahren untersucht. Die Individuendichte der Regenw√ľrmer zeigt sowohl Bodeneigenschaften als auch die Intensit√§t der Bewirtschaftung an.
Ausweisung von Gebieten mit erh√∂hten Hintergrundwerten luftgetragener Schadstoffe mittels geostatistischer Verfahren ‚Äď eine Gegen√ľberstellung zur Vorgehensweise der LABO ‚Äď
Jörg Dilling, Dr. Michael Joneck
Die von der LABO vorgeschlagene Gebietsdifferenzierung auf Basis von siedlungsstrukturellen Merkmalen zur Ableitung von Hintergrundwerten grenzt die wesentlichen Emissionsquellen ein. Die Depositionsgebiete luftgetragener Schadstoffe stimmen nicht mit den Quellgebieten √ľberein. Eine alternative M√∂glichkeit zur Ausgrenzung von Gebieten mit erh√∂hten Stoffgehalten durch geostatistische Verfahren wird hier am Beispiel von PAKs und PCBs vorgestellt.
Modellhafte Abschätzung der Auswaschung organischer Altlasten in den Unterboden und ins Grundwasser
G√ľnter Henkelmann
Auf einer Maisfl√§che wurde ein Beregnungsversuch durchgef√ľhrt. In der angrenzenden Dr√§nage, am Endlauf eines Baches und in 3 Tiefbrunnen wurden kontinuierlich Wasserproben gezogen. Die Gesamtfrachten organischer Wirkstoffe betrugen zwischen ca. 100 mg und 3400 mg. Diese Wirkstofffrachten beinhalten einen Teil der Neuanwendung von Terbuthylazin im Mai und die Altlasten von Triazinen und deren Abbauprodukten vergangener Jahre.
Säulenversuche zur Bestimmung von Bodenfunktionen
Dipl.-Phys. Dietmar Klotz, Wolfgang Berger
Es werden die S√§ulenanordnungen des GSF-Institutes f√ľr Hydrometrie vorgestellt und die experimentell bestimmten Mindestabmessungen f√ľr S√§ulen angegeben. Die Ergebnisse zur Lagerung von Sanden und Kiesen bei ungest√∂rtem und gest√∂rtem Sedimenteinbau werden verglichen.
Atmospherische Deposition als Quelle der Bodenverschmutzung
Josef Kr√°lovec, Vladislav Chv√°tal, K. Provaznik
Es ist allgemein bekann, dass die atmosph√§rische Deposition eine wichtige Quellen f√ľr die Stoffbelastung unserer B√∂den ist. Daher wurden seit 1993 an 47 Boden-Dauerbeobachtungsfl√§chen Depositionsmessungen (Schwermetalle, N√§hrstoffe) durchgef√ľhrt. Die Ergebnisse zeigen f√ľr die meisten untersuchten Elemente eine Depositionsabnahme vor allem im Zeitraum von 1993 bis 1996, in den letzten Jahre konnten jedoch keine wesentlichen Unterschiede mehr beobachtet werden. Die Abnahme der Depositionen k√∂nnten auf die in den 90er Jahren unternommen Anstrengungen zur Reduktion der Emissionen zur√ľckzuf√ľhren sein.
Verwertung von Braunkohlenfilteraschen im Erdbau - eine Betrachtung aus bodenschutzfachlicher Sicht
Dr. Olaf Penndorf
Im Zeitraum seit 1999 bis heute wurden Antr√§ge f√ľr die Verwertung von Braunkohlenfilteraschen (BFA) zur Verbesserung der bodenmechanischen Eigenschaften bei fast 20 Vorhaben dem Staatlichen Umweltfachamt Leipzig zur fachlichen Begutachtung vorgelegt. Als Voraussetzung f√ľr fachliche Anwendungsempfehlungen in Form eines Arbeitsblattes erfolgte die Erarbeitung eines Beprobungs- und Analyseprogramms in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurb√ľro.
Migrationsintensität der chemischen Elemente in verschiedenen Böden der Republik Belarus
H. Pirahouskaya, I. Bogdevitch
Es werden Ergebnisse von Lysimeteruntersuchungen in der Republik Belarus vorgestellt, die im Zeitraum von 1981 ‚Äď 2000 an Podsolen und Torfmoorb√∂den durchgef√ľhrt wurden. Ergebnisse zu N√§hrstoffein- und N√§hrstoffaustr√§gen werden vorgestellt.
Stand und Entwicklung der Bodenversiegelung in der Region Chemnitz-Erzgebirge
Steffen Sch√ľrer
In der Bodenversiegelungsdatenbank des Staatlichen Umweltfachamtes Chemnitz werden Daten zur Bodenversiegelung in der Region Chemnitz-Erzgebirge gef√ľhrt. Sie basieren auf der Fl√§chennutzungsartenstatistik des Landesvermessungsamtes Sachsen zum Stand September 1993, September 1997 und Dezember 2000. Im Rahmen der Bauleitplanung k√∂nnen sie zur raumbezogenen Analyse des Bodenzustandes herangezogen werden.
Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Extraktionsverfahren zur Abschätzung von Hintergrundwerten mobilisierbarer anorganischer Problemstoffe in Böden
Dr. Michael Wittenbecher, Jörg Dilling, Dr. Michael Joneck, J. Kaschner
Ziel der vorliegenden Arbeit war die Pr√ľfung von Standardextraktionsverfahren im Hinblick auf ihre Eignung zur Ableitung von Hintergrundwerten anorganischer Problemstoffe in B√∂den. Zu diesem Zweck wurden mehr als 600 Bodenproben mit Ammoniumnitrat (DIN 19730) und Wasser (DIN 38414-4) extrahiert. Die ‚ÄěAmmoniumnitratmethode‚Äú weist ein hohes Extraktionsverm√∂gen auf und liefert Daten die zur weiteren statistischen Verarbeitung gut geeignet sind.
Bodenbewusstsein schaffen ! Warum und wie ?
Prof. Dr. Hans Willi Thoenes
Plenarvortrag zu den 3. Marktredwitzer Bodenschutztagen
Einf√ľhrung in die geologische Romantik der Karlsbader Gegend
Petr Rojík
Die Exkursionslokalit√§t Karlovy Vary (Karlsbad) befindet sich im Eger-Rift, am s√ľdlichen Rande des Beckens von Sokolov. Das hei√üe Mineralwasser (72oC) enth√§lt CO2 juvenilen Ursprungs. Die Kommunikation zwischen dem Erdmantel und der Oberfl√§che seit den letzten 35 Mill. Jahren f√ľhrte zur Entstehung der Vulkane, hydrothermaler Mineralisation, Ablagerung von Braunkohle in den Senkungen, Gasemanationen usw.. So entstanden Lagerst√§tten von Basalt, Bentonit, Erzen, Braunkohle und Mineralwasser, deren F√∂rderung die ganze Landschaft, ihre Umwelt und Geschichte ver√§nderten.
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