7. Karlsruher Altlastenseminar - 2006

Grundwasserschäden - Ursachen, Auswirkungen, aktive und passive Sanierungs-und Sicherungsverfahren, Natural Attenuation

Herausgeber: Egloffstein / Burkhardt / Czurda


Erkundung und Sanierung von Altablagerungen in Baden-Württemberg
Dr.-Ing Wolfgang Kohler
Nach 20 Jahren systematischer Altlastenbearbeitung in Baden-Württemberg ist die Erhebung und Erkundung auch der Altablagerungen erfreulich weit fortgeschritten und eine beachtliche Anzahl von Sanierungen konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Es ist daher nun möglich, die Problematik der Altablagerungen aus heutiger Sicht neu zu bewerten.
Erfassung von NA-Effekten und Bewertung von Grundwasserkontaminationen durch Altablagerungen. Ergebnisse aus KORA-Projekt 4.1
Dr. Helmut Kerndorff, Dr. Stephan K√ľhn, Thomas Minden, Thomas Struppe
In Deutschland gibt es derzeit etwa 106.000 erfasste Altablagerungen. Man muss davon ausgehen, dass fast alle wegen fehlender Basis- und Oberflächenabdichtung den Boden darunter und das Grundwasser im näheren und weiteren Abstrom schädigen und u. U. auch noch andere Schutzgüter gefährden. Es besteht Sanierungsnotwendigkeit, da Grundwasser als solches Schutzgut ist.
Einsatz innovativer Verfahren zur Sanierung von Grundwasserschäden in Deutschland - Ergebnisse einer Umfrage des Arbeitskreises der Altlastensanierungsgesellschaften der Länder (AKASG)
Dipl.-Ing. Jens Naumann, Dipl.-Geogr. Frank Rauch
Oft ist die Erreichung von Sanierungszielen kaum möglich, da die Schadstoffe langfristig in der gesättigten Bodenzone adsorbiert sind und kontinuierlich in Lösung gehen. Unter diesem Blickwinkel rücken seit einigen Jahren innovative / In-situ-Sanierungsverfahren immer mehr in den Vordergrund.
In-situ Sanierungsverfahren für die ges√§ttigten Zone - Erfahrungen und Hinweise aus NRW-Einzelf√§llen -
Dipl.-Ing. Michael Odensaß, Dipl.-Ing. Stefan Schroers
Der Wirkungspfad Grundwasser ist der bei Altlasten am häufigsten betroffene Wirkungspfad und daher auch bei der Sanierungsentscheidung für Boden und Grundwasser relevant.
Grundwasserschutz in Sachsen
Dipl.-Ing. Peter Börke, Karin Kuhn
- Situation und Sanierungsstrategien bei Altlasten im Rahmen der EG-Wasserrahmenrichtlinie
Grundwassersch√§den auf der von Fraport übernommenen Rhein-Main Air Base
Dipl.-Ing. K.-J. Eberspächer, Dr. M. Meier-Löhr
Basierend auf einem Vertrag zwischen Fraport, dem Bund und der U.S. Air Force Europe (USAFE) aus dem Jahr 1993 übernahm Fraport Ende 1994 die erste große Teilfläche der ehemaligen Rhein Main Air Base.
Passive Systeme – Erfahrungen und Ergebnisse aus drei Projekten
Dr.-Ing. Frank Tidden, Dipl.-Geol. Karl-Joachim Hölting
Seit den frühen 90er Jahren wurde die Technologie der passiven Reinigungswände als Alternative zu Pump-and-Treat-Systemen für die Sanierung und Sicherung kontaminierter Grundwasserleiter entwickelt. Grundidee ist dabei, verunreinigte Grundwasserströme nicht mehr mittels Pumpen über Reinigungsanlagen zu fördern, sondern die Reinigungseinheiten in den Grundwasserleiter einzubauen und diese im natürlichen Gefälle ohne den Einsatz von Pumpen zu durchströmen.
Das LABO-Positionspapier zu Natural Attenuation - Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminderungsprozesse bei der Altlastenbearbeitung
Dr. Johannes M√ľller, Dipl.-Ing. Peter B√∂rke, Dr. G. Wachinger, Dipl.-Ing. Michael Odensaß, Dr. J. Michels
Der ad-hoc Unterausschuss „Natural Attenuation" des Ständigen Ausschusses (Alt¬lastenausschuss – ALA) der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) hat ein Positionspapier zur „Berücksichtigung natürlicher Schadstoffminderungs¬prozesse bei der Altlastenbearbeitung, Entwurf vom 01.06.2005“ erstellt.
Grundwassersch√§den durch bergbaubedingten Grundwasserwiederanstieg – Ursachen, potentielle Folgesch√§den, innovative Lösungen
Dr.-Ing. Thomas Daffner
Infolge der Stilllegung von Tagebauen und untertägigem Bergbau (Grubengebäuden, Stollen) werden die nicht verfüllten bergmännig aufgefahrenen Restkörper meist geflutet, da die dauerhafte Grundwasserniederhaltung über die Jahrzehnte kumulativ immense Betriebskosten verursachen würde. Im Endzustand der Flutung ist häufig mit einem Übertritt bergbaulich geprägter Grundwässer in die Oberflächengewässer sowie oberflächennaher Grundwasserleiter zu rechnen.
Fluidbettreaktoren als neue Elemente der Funnel & Gate-Lösungen
Dr.-Ing Dieter Eichhorn, Prof. Dr. rer. nat. Peter Werner, Dipl.-Ing. Dennis Soldner
In der Bundesrepublik existieren lokal begrenzt Grundwasserströme, die infolge ihrer Degradierung einer besonders intensiven Behandlung bedürfen, ehe sie in einen von der Gesellschaft tolerierten Zustand gelangen. Solche außergewöhnlichen Situationen entstehen zum Beispiel durch Kontaminationen aus Chemieanlagen, Raffinerien und Tanklagern, wo die abfließenden Grundwasserströme teilweise so extrem belastet sind, dass diese weder über die natürliche Selbstreinigungskraft noch über inhanced-natural-Attenuation- Maßnahmen in einen tolerierten Zustand überführt werden können.
Grundwasserschäden als Folge des ostdeutschen Braunkohlenbergbau Sicherungs- und Sanierungsstrategien
Dr. Friedrich - Carl Benthaus
Der Braunkohlenbergbau hat nachhaltig in die Gebietswasserhaushalte der Lausitz und Mitteldeutschlands eingegriffen. Durch die Inanspruchnahme der Oberfläche zur Gewinnung der Kohle und die Trockenlegung der Tagebaue wurde das Grundwasser weiträumig abgesenkt. In den Revieren entstanden Grundwasser-Absenkungstrichter mit einem Wasserdefizit von 13 Mrd. m³, davon allein 5,7 Mrd. m³ in Mitteldeutschland.
Grundwasserschutz durch Sicherung von Altdeponien und Altablagerungen mittels Oberflächenabdichtung am Beispiel der Deponie Feilheck, Stadt Heidelberg
Dipl.-Ing. Gerd Burkhardt, Dr. Dipl.-Geol. Thomas Egloffstein, Dipl.-Ing Helmut Theurer
Die Deponie Feilheck war die zentrale Hausmülldeponie der Stadt Heidelberg. Sie wurde nach Inkrafttreten der TA Siedlungsabfall im Jahr 1995 stillgelegt und fällt somit nicht unter das BBodSchG sondern unter das Abfallrecht. Sie ist im rechtlichen Sinne somit keine Altlast. Da in der Anfangszeit des Betriebs Abfälle auch unterhalb des Grundwasserspiegels abgelagert wurden und die Deponie auch später keine Basis- oder Zwischenabdichtung erhalten hat, sind am Standort Grundwasserverunreinigungen vorhanden, die zweifellos durch die Deponie verursacht werden.
Abbruchbaustellen
Dipl.-Ing. Uwe Krautz
Die EUROVIA Beton GmbH NL Abbruch und Erdbau ist im Juli 2004 aus der VBU Verkehrsbau Union GmbH hervor gegangen. Das Unternehmen betreibt seit über 40 Jahren Abbruch- und Erdbauarbeiten einschließlich der dazu erforderlichen Nebenleistungen mit der Verwertung bzw. Entsorgung der Abbruchmassen.
Kosten von CKW-Sanierungen und Ans√§tze zur Bewertung von deren Verh√§ltnism√§ßigkeit
Dr. Hans Dieter Stupp
Bei der vergleichenden Betrachtung der verschiedenen Schadstoffgruppen als Auslöser von Grundwasserkontaminationen sind die chlorierten Kohlenwasserstoffe (CKW1) von besonderer Bedeutung. Ein wichtiges Merkmal von CKW-Grundwasserschäden sind ausgeprägt lange Kontaminationsfahnen bis zu Längen von über 7 km.
Grundwasserschutz – Rechtliche Rahmenbedingungen für Natural Attenuation, Auswirkungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie, aktuelle Entwicklungen
Ludolf C. Ernst
Als „Natural Attenuation“ (NA) oder „natürliche Schadstoffminderungsprozesse“ werden natürlich ablaufende physikalische, chemische und biologische Prozesse bezeichnet, die unter bestimmten Bedingungen zu einer Reduktion von Masse, Toxizität, Mobilität, Ausdehnung oder Konzentration von Schadstoffen im Boden oder im Grundwasser führen.
In-situ chemische Oxidation (ISCO) Aktuelle Erfahrungen beim Einsatz eines neuartigen Verfahrens zur Sanierung eines LCKW-Grundwasserschadens
Dr. Hans-Georg Edel, Dipl.-Ing. Michael Schwarze, Markus Friedrich, Hubert Gerweck, Herbert Stäblein
Die in-situ chemische Oxidation (ISCO) ist eine neue, viel versprechende Sanierungstechnologie, die am Standort Sindelfingen der DaimlerChrysler AG für den vorliegenden LCKW-Grundwasserschaden erstmals in Deutschland großtechnisch eingesetzt wird.
Die biologische in-situ-Sanierung – Einsatzmöglichkeiten, Erkundungsvoraussetzungen, Zeitbedarf, Kosten
Dr. Harald Willerhausen
Biologische Verfahren zur Bodenreinigung werden in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten angewandt. Dennoch ist die Akzeptanz bei den Beteiligten häufig gering. Im Allgemeinen werden biologische Verfahren sehr kritisch betrachtet, während die Wirksamkeit nicht-biologischer Verfahren nicht im selben Maß hinterfragt wird.
Leistungen und Leistungsgrenzen verschiedener technologischer Ans√§tze für die Sanierung MTBE-kontaminierter Grundw√§sser - Großversuch am Standort Leuna
Prof. Dr. rer. nat. habil. Marion Martienssen, Prof. Mario Schirmer
Methyl-Tertiär-Butylether (MTBE) ist eine leicht flüchtige, gut wasserlösliche, sauerstoffhaltige organische Verbindung, die seit Mitte der 70iger Jahre in den USA und nachfolgend auch in Europa als Additiv in Kraftstoffen eingesetzt wird. Dabei wird der Ether vor allem zur Erhöhung der Oktanzahl und damit zur Verbesserung der Kraftstoffqualität eingesetzt. Gleichzeitig trägt der Zusatz von MTBE jedoch auch zu einer Erhöhung der Umweltverträglichkeit der verwendeten Kraftstoffe bei. Durch den Zusatz von MTBE konnten die stark umweltgefährdenden Alkylbleiverbindungen als Antiklopfmittel inzwischen vollständig ersetzt werden. Insbesondere in den USA wurde bisher durch den Zusatz sauerstoffhaltiger Verbindungen (sogenannter „Oxygenate“) zusätzlich eine effizientere Verbrennung der Benzine angestrebt.
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