Zeitgemäße Deponietechnik 2013


Stand der Novellierung der Deponieverordnung ‚Äď Zukunft der Deponie in der Kreislaufwirtschaft
Dr. Karl Biedermann, Dr.-Ing. Bernd Engelmann
Am 1.12.2011 ist die ‚ÄěErste Verordnung zur √Ąnderung der Deponieverordnung‚Äú (DepV) in Kraft getreten. Damit wurde ein l√§ngeres Verfahren abgeschlossen, das bereits mit einer Forderung der EU-Kommission nach einer einzigen √Ąnderung schon bei der Entstehung der Deponieverordnung 2009 (DepV 2009) begann.
Oberflächenabdichtung mit Deponieersatzbaustoffen - Eigungsnachweis und -beurteilung, Genehmigung nach DepV & BQS, Qualitätssicherung
Dr. Dipl.-Geol. Thomas Egloffstein, Dipl.-Ing. Gerd Burkhardt
Deponieersatzbaustoffe nach heutigem Sprachgebrauch kamen in den sp√§teren 90er Jahren als Reststoffe und Sekund√§rbaustoffe vornehmlich in Deponieabdichtungen auf den Markt, um durch die Verwertung von Reststoffen, d.h. Abf√§llen wie z.B. Aschen, Schlacken, St√§uben und Schl√§mmen als Bestandteil von meist mineralischen Abdichtungen wirtschaftliche Vorteile zu erzielen und gleichzeitig nat√ľrliche Ressourcen zu schonen. Publizierte Beispiele waren z.B. die wasserglasverg√ľtete Reststoffdichtung aus Kl√§rschl√§mmen nach Belouschek und K√ľgler oder auch die Abdichtungen aus Rest- und Entfallstoffen der Stahlindustrie, z.B. aus Gichtschl√§mmen und Pfannenschlacke der AG der Dillinger H√ľttenwerke. Ebenfalls unter die √úberschrift Rest-, Sekund√§r- bzw. Ersatzbaustoffe kann man Abdichtungen aus Baggergut einordnen. Prominentestes Beispiel sind die Oberfl√§chenabdichtungen der Schlickdeponien Francop und Feldhofe aus METHA-Schlick der bei der Aufbereitung von Baggergut aus dem Hamburger Hafen anf√§llt. Hierf√ľr gibt es eine Eignungsbeurteilung der LAGA Ad-hoc-AG ‚ÄěDeponietechnische Vollzugsfragen‚Äú.
Technische Umsetzung der Methanoxidation bei Deponien
Dr. Julia Gebert
Das Potenzial der mikrobiellen Methanoxidation zur Verminderung so genannter Schwachgasemissionen wurde vielfach erkannt und hat Eingang in die 2009 in Kraft getretene Deponieverordnung gefunden. Der j√ľngste IPCC Bericht f√ľhrt die Methanoxidation in Biofiltern oder optimierten Deponieabdeckschichten als Schl√ľsseltechnologie zur Reduzierung deponieb√ľrtiger Methanemissionen an. Seit Neuerem hat UNFCC (2011) die Methanoxidation als Instrument im Handel mit Kohlendioxidzertifikaten zugelassen.
Anwendungshilfen zur Deponieverordnung
Hartmut Haeming
Mit der Deponieverordnung (DepV) vom 27.04.2009 wurde das bis dato geltende Deponierecht, geregelt in TASi, DepV, DepVerwertungsV usw., grundlegend zusammengefasst und in einem einheitlichen Regelwerk, der DepV, reglementiert. Zahlreiche Bundesl√§nder haben beh√∂rdeninterne Hinweise oder Regelwerke zu Teilaspekten der Deponieverordnung (z.B. NRW zu Oberfl√§chenabdichtungssystemen ‚Äď vergleiche Dr. Michael Tiedt LANUV NW) ver√∂ffentlicht.
Konzepte zur Schwachgasverwertung ‚Äď Betrieb von Motoren bei geringen Methankonzentrationen
J√ľrgen Machnow
Im Auftrag des Umweltamtes der Stadt Frankfurt am Main ist die Rytec GmbH f√ľr den Betrieb der Deponieentgasung und ‚Äďgasverwertung der Deponie Dreieich-Buchschlag verantwortlich. Diese Deponie belegt eine Fl√§che von ca. 40 ha, in die von 1969 bis 1991 etwa 15 Millionen Kubikmeter Abfall, bestehend aus Hausm√ľll, hausm√ľll√§hnlichem Gewerbeabfall, Bauschutt und Baustellenabf√§llen abgelagert wurden. Gem√§√ü Bescheid des RP Darmstadt vom Februar 1999 befindet sich die Deponie in der Stilllegungsphase.
Was geht heute noch auf die Deponie? ‚Äď Ersatzbaustoffe versus Deponiegut
OAR, Dipl.-Ing. Klaus Nagel
Deponiebetrieb in Baden-W√ľrttemberg Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt einen steten R√ľckgang der deponierten Abfallmengen. Der gr√∂√üte R√ľckgang geht auf das Ablagerungsverbot nicht vorbehandelter organikreicher Abf√§lle im Jahr 2005 zur√ľck.
In-Situ-Aerobisierung auf der Deponie Dorfweiher ‚Äď Ergebnisse aus und nach 3 Jahren
Dr.-Ing. Martin Reiser, Dipl.-Ing. Daniel Laux, o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert, Dipl.-Phys. Kurt Lhotzky
Ein Abschnitt der Deponie Konstanz-Dorfweiher wurde, mit dem Ziel, die Nachsorgedauer zu verk√ľrzen, √ľber drei Jahre durch Intervallbel√ľftung auf verschiedenen Druckniveaus aerobisiert (EISBER-Verfahren). Ein umfangreiches Messprogramm diente dazu die Entwicklung von Temperaturen und Gaszusammensetzung im Deponiek√∂rper, sowie die Emissionen zu dokumentieren. Der Temperaturverlauf in verschiedenen Tiefen wurde als guter Indikator f√ľr den aeroben biologischen Abbau identifiziert. Die Methanemissionen konnten durch die Aerobisierung in dieser Zeit deutlich gesenkt werden. Setzungsvorg√§nge im Deponiek√∂rper wurden wesentlich beschleunigt. Die Bel√ľftungsphase endete nach 36 Monaten. Seit Januar 2013 l√§uft ein zweij√§hriges Monitoring um das Verhalten der wichtigsten Parameter weiter zu dokumentieren.
Bezuschussung von Deponiebel√ľftungsma√ünahmen aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitative
Prof. Dr.-Ing Gerhard Rettenberger
Der Beitrag der Siedlungsabfalldeponien zu den Treibhausgasemissionen wurde bereits mehrfach abgeschätzt. Dabei wurde ein Beitrag ermittelt, der etwa in der Größenordnung von ca. 40% des Beitrages des Fahrzeugverkehrs liegt.
Praxiserfahrung mit dem Kontrollsystem TAUPE f√ľr Deponie-Oberfl√§chenabdichtungen
Rainer Schuhmann, Dipl.-Ing. Franz Königer, Gerhard Kohler, Johann Roth, Dipl.-Ing. Werner Rabl-Lasar
Die Deponie Hintere Dollert auf der Gemarkung Gaggenau-Oberweier wurde auf einer Fläche von ca. 20.000 m2 mit dem System Kapillarsperre mit optimiertem Wurzelboden abgedichtet (Testfeld). In dieses Abdichtungssystem ist ein flächendeckendes System zur Kontrolle von Wassergehaltsänderungen (TAUPE-System) zweilagig im unteren Bereich des Wurzelbodens (oberhalb der Kapillarsperre) und in einer Kontrollschicht (unterhalb der Kapillarsperre) angeordnet. Damit wird die Wasserdichtigkeit des Abdichtungssystems kontrolliert.
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