6. Fachtagung thermische Abfallbehandlung


Perspektiven der Rauchgasreinigung für neue Müllverbrennungsanlagen
Dr.-Ing. Wolfgang Sch√ľttenhelm, Reinhard Hoste, Dr. Harald K. Reissner
Während nach Einführung der strengen Grenzwerte der 17. BImSchV in Deutschland sowie ähnlicher Verordnungen in den Niederlanden und Österreich zu Beginn der 90er Jahre zunächst mehrstufige Rauchgasreinigungskonzepte vorherrschten, die jeweils selektive Abscheidestufen für die einzelnen Schadstoffe beinhalteten, ist auch in Deutschland seit einigen Jahren ein Trend zu weniger aufwendigen und integrierten Rauchgasreinigungsverfahren festzustellen.
Benchmarking von Abfallverbrennungsanlagen
Prof. Dr. Heinz-Georg Baum, Dr. Jochen Cantner, Prof. Dr. Uwe Cantner, Prof. Dr. Horst Hanusch, Dr. R√ľdiger P. Przybilla
Die öffentliche Wirtschaft in Deutschland – und hier insbesondere die Abfallwirtschaft – sieht sich im Zuge der tiefgreifenden wirtschaftlichen und politischen Veränderungen in den letzten Jahren immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, durch gravierende Wirtschaftlichkeits- bzw. Effizienzdefizite bei der Leistungserstellung ein Abgaben- bzw. Gebührenniveau zu erzeugen, welches in seiner Höhe, so wird argumentiert, nicht nur unzumutbar sondern auch durchaus vermeidbar sei.
Kostenseitiger Vergleich verschiedener Entsorgungsoptionen mit thermischer Behandlung und Verwertung
Dipl.-Ing. R√ľdiger Oetjen-Dehne, Beate Winkler
Verschiedene Entsorgungspflichtige Körperschaften stehen vor dem Problem, für die gesetzlich geforderte Behandlung von Abfällen zur Beseitigung ab dem 01.06.2005 nicht über ausreichende Anlagenkapazitäten zu verfügen. Ein Beispiel hierfür ist das Land Berlin, dem allein für die Behandlung von Hausmüll zur Beseitigung eine Anlagenkapazität für ca. 400.000 Mg/a fehlt.
Kunststoffabfälle РIst-Situation und Ausblick bei Produktion und Entsorgung
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christoph Lindner, Heike Feldmann
Kunststoffe sind heute als moderne, nachhaltige Werkstoffe einer hochentwickelten Industrie- und Wirtschaftsgesellschaft unverzichtbar geworden.
Altöl – Energetische und stoffliche Verwertung im Vergleich
Dipl.-Biol. Horst Fehrenbach
Die Novellierung des Altölrechts liegt derzeit im Entwurf vor. Danach soll der von der EU-Richtlinie formulierte Vorrang der stofflichen Aufbereitung zu Basisöl auch in bundesdeutsches Recht umgesetzt werden. Im Vorfeld der Novellierung wurde insbesondere der Zusammenhang dieses Vorrangs mit dem im Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) formulierten Vorrang der besser umweltverträglichen Verwertungsart (§ 6, Absatz 1), intensiv diskutiert. Diese Diskussion wurde auf juristischer wie wissenschaftlicher Ebene mit einer Reihe von Untersuchungen begleitet.
Thermodruckhydrolyse (TDH) zur Vorbehandlung von Klärschlamm vor der Verbrennung
Prof. Dr. Stephan Prechtl, Dipl.-Ing. Ralf Schneider, Rolf Jung
Mit Einführung des Bundesbodenschutzgesetzes und der Bundesbodenschutz- und Altlastenverordnung ist neben den Gewässern inzwischen auch das Medium Boden bundesweit unter Schutz gestellt.
Dezentrale Biomassekraftwerke mit Schüttgutregeneratoren und Heißluftturbine
Dipl.-Ing. Harald Dichtl
Aufgrund der heutigen Energie- und Umweltdiskussion wird es immer wichtiger auf die Kraft-Wärme-Kopplung zu setzen und biologische Rohstoffe verstärkt hierfür zu nutzen.
Optimierungspotenziale im Bereich Feuerung und Kessel bei Anlagen zur thermischen Abfallverwertung
Professor Dr. Udo Hellwig
1993 wurde die Technische Anleitung (TA) Siedlungsabfall verabschiedet. Auf Drängen der Länder und Kommunen hat die damalige Bundesregierung mit dieser Verwaltungsvorschrift anspruchsvolle, bundeseinheitliche Anforderungen insbesondere an die Vorbehandlung und Ablagerung von Siedlungsabfällen gestellt. Spätestens ab dem Jahr 2005 sollen nur noch reaktionsträge, weitestgehend inerte Abfälle abgelagert werden, von denen auf Deponien keine Umweltgefährdungen in Form von schadstoffbelastetem Sickerwasser und klimaschädigendem Deponiegas ausgehen.
Systeme zur Wärmenutzung (Strom, Fernwärme, Prozesswärme) in Abfallverbrennungsanlagen
Torsten Steen
Bei der thermischen Behandlung von Siedlungsabfällen entstehen große Energiemengen, die es gilt, sinnvoll zu nutzen. Abhängig vom gewählten Behandlungsverfahren fällt diese Energie in unterschiedlicher Form an und muss durch geeignete Verfahren nutzbar gemacht werden.
Nachrüstung von Verbrennungsanlagen im Hinblick auf aktuelle rechtliche Anforderungen
Gerd Garlipp
Mit der Einführung der 17. BImSchV und vergleichbaren Gesetzen in Österreich und den Niederlanden begann Anfang der 90er ein neues Zeitalter für Rauchgasreinigungsanlagen. Erstmals waren strenge Grenzwerte für Dioxine/Furane und Quecksilber festgeschrieben. Die anfängliche Unsicherheit, wie diese Werte einzuhalten sind, wurde schnell durch geeignete Verfahren zur Abscheidung dieser Stoffe beseitigt.
Kosteneinsparpotenziale durch Optimierungsmaßnahmen an bestehenden Müllverbrennungsanlagen
Matthias Auksutat, Jochen Warnek
Viele der fast 60 Müllverbrennungsanlagen (MVA), die z.Z. in Deutschland betrieben werden, sind in den 70er Jahren errichtet worden. Trotz einer Reihe von Erweiterungen und Nachrüstungen, die in erster Linie durch geänderte gesetzliche Anforderungen (z.B. 17. BImSchV) ausgelöst wurden, sind diese Anlagen „in die Jahre gekommen“. Es zeichnet sich bei diesen Anlagen ein verstärkter Modernisierungs- bzw. Sanierungsbedarf ab.
Brennstoff aus Müll – Stand und Perspektiven
Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Arnd I. Urban, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Das Thema Sekundärbrennstoffe oder Ersatzbrennstoffe ist in aller Munde – oder sollte man sagen – fast in jedem Ofen. „Aufbereitung zu Sekundärbrennstoff für Zementwerke, Stahlwerke und Heizkraftwerke. Wir übernehmen Leichtfraktionen aus der Sortierung von Baustellenmisch- und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen, ausgehärtete Kunststoffabfälle, Spuckstoffe, Verpackungen, Teppichreste, Textilien, Sortierreste und anderes. Auch unsortierte Abfälle mit hochkalorischen Anteilen.“ So lautet eine Anzeige in einer einschlägigen Fachzeitschrift.
Neue Verordnung des Bundes zur Siedlungsabfallentsorgung
Dr. C.-André Radde
Am 1. März diesen Jahres ist die Verordnung über die umweltverträgliche Ablagerung von Siedlungsabfällen und über biologische Behandlungsanlagen in Kraft getreten.
BAT – Die besten verfügbaren Techniken in Deutschland und Europa
Bernt Johnke
Im Rahmen des sog. Sevilla-Prozesses (European IPPC Bureau in Sevilla) wurden für eine Reihe von Anlagen BVT-Referenzdokumente (BREF) zur Beschreibung der besten verfügbaren Techniken in Europa erstellt Dies sind Anlagen aus verschiedenen industriellen Sektoren, wie Eisen-/Stahlindustrie, Zement-/Kalkindustrie, Papier-/Zellstoffindustrie, Rückkühlsysteme, Metallverarbeitende Industrie, Primäre und sekundäre Nichteisenmetallproduktion, Glas-industrie und Chloralkaliindustrie.
Entwurf der neuen VDI – Richtlinie 3460 „Emissionsminderung Thermische Abfallentsorgung“
Prof. Dr. Bernd Neukirchen
Der zweisprachige Gründruck der Richtlinie VDI 3460 (März 2001) behandelt ortsfeste Verbrennungsanlagen, in denen Siedlungsabfälle, Sonderabfälle und Klärschlamm verbrannt werden. Neben dem Klärschlamm ist in dieser Richtlinie die Darstellung der thermischen Abfallbehandlung durch Mitverbrennung in Kraftwerken, Zementwerken und Stahlwerken neu aufgenommen worden.
Zukunft der thermischen Entsorgung in Bayern
Horst Denk
Um über die Zukunft der Abfallwirtschaft in Bayern sprechen zu können, müsste man ein Prophet oder ein Hellseher wie Hanussen sein. Eigentlich ist die Politik in Brüssel und Bonn aufgefordert uns zu verdeutlichen, wie die Zukunft der Abfallwirtschaft aussehen wird.
Brennstoff aus Müll – Techniken zur Aufbereitung und Entsorgung
Dr.-Ing. Georg Härdtle
Die Umsetzung der TASi mit ihrer bereits seit 1993 verankerten Zielsetzung der langfristig sicheren und nachsorgefreien Deponie und das erst kürzlich durch ihre Novellierung ausgesprochene Verbot ab dem Jahr 2005 keine unbehandelten Abfälle mehr ablagern zu dürfen, bringt die Abfallwirtschaft in Zugzwang. Denn das Restabfallaufkommen verlangt nach zusätzlichen Behandlungskapazitäten.
Beurteilung des Aufbereitungserfolgs bei der Herstellung von Ersatzbrennstoffen aus Restabfall
Prof. Dr.-Ing. Vera Susanne Rotter, Dr.-Ing. Thomas Kost, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Ziel der Herstellung von Ersatzbrennstoffen ist die brennstofftechnische Verbesserung von Hausmüll mit einem vertretbaren Aufwand an Energie. Je nach verwendeter Aufbereitungstechnik werden Brennstoffe mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften gewonnen.
Spuckstoffe aus der Papierindustrie – Mengen und Entsorgungsmöglichkeiten
Dieter Pfaff
Die Papierindustrie war in den vergangenen Jahren v.a. aus Kostengründen bemüht die anfallenden Abfallmengen zu minimieren. Das Potenzial zur weiteren Reduzierung der spezifischen Abfallmengen ist weitestgehend ausgeschöpft, das spezifische Abfallaufkommen stagniert
Tiermehl – Entsorgung und Nutzung in thermischen Anlagen
Dr. Ing. Adolf Nottrodt, Dipl.-Ing. J√∂rn Wandschneider, Martin Gutjahr, Dipl.-Ing. Jürgen Chibiorz
Der Nachweis des ersten BSE-Falles in Deutschland, der am 26.11.00 nach einem Anfangsverdacht durch die Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere bestätigt wurde, hat den Bundestag dazu veranlasst, am 01.12.00 mit sofortiger Wirkung ein Verfütterungsverbot von bestimmten Tierprodukten und Fet-ten an landwirtschaftliche Nutztiere (z.B. Schweine, Geflügel) zu erlassen.
DSD – Sortierreste – Aufkommen und Verwertung am Beispiel Berlins
Dr. Eric Schweitzer
In den vergangenen Jahren orientierte sich das vorrangig auf die Beseitigung von Abfällen gerichtete Verhalten der Abfallwirtschaft auf die Verwertung von Abfällen. Begonnen wurde mit der vorwiegend stofflichen Verwertung einzelner, dafür geeigneter Abfallstoffe. Durch das KrW-/AbfG wurde auch die energetische Verwertung von Abfällen durch die Produktion von Sekundärbrennstoffen möglich, die nicht für die werkstoffliche Verwertung geeignet sind.
Maßnahmen in Kohlekraftwerken zur Mitverbrennung von Kl√§rschlamm
Dr.-Ing. Klaus Steier
Kommunale Abwässer stammen aus Haushalten und aus Gewerbe- sowie Industriebetrieben. Liegt keine Trennkanalisation vor, so kommt das Regensammelwasser von Dächern und Verkehrsflächen noch hinzu. Ziel der Reinigung der kommunalen Abwässer in den Kläranlagen ist es, alle im Wasser enthaltenen Inhaltsstoffe, also nicht nur die Nährstoffe und mineralischen Anteile, sondern auch die anorganischen und organischen Schadstoffe soweit als möglich als sogenannten Klärschlamm abzutrennen.
Möglichkeiten und Grenzen von wassergekühlten Rosten in Hausmüllverbrennungsanlagen
Thomas Uihlein
Hausmüllverbrennungsanlagen standen vor 10 Jahren im Mittelpunkt der gesellschaftspolitischen Diskussion. Abgeleitet aus den gesellschaftspolitischen Vorgaben, die geprägt waren von der mangelnden Akzeptanz der Rostfeuerung in der Bevölkerung, wurden sogenannte neue Verfahren, wie z. B. das Thermoselectverfahren oder das Siemens-KWU-Schwelbrennverfahren diskutiert.
Praktische Maßnahmen zur Korrosionsminderung in Müllverbrennungsanlagen
Dr. Wolfgang Spiegel
Die metallischen Werkstoffe der Wärmetauscherflächen in MVA´s (Verdampfer und Überhitzer) erleiden unter den Betriebsbedingungen der heute üblichen Brennstoffe in zunehmendem Maße eine dynamische Reduzierung ihrer Lebenserwartung (Nutzungskapazität) aufgrund von Korrosionsprozessen. Die absehbaren Entwicklungen am Abfallmarkt lassen für die Zukunft eher eine Verschärfung dieser Probleme erwarten.
Stand der Abfallwirtschaft in den EU-Beitrittsländern Polen, Tschechien und Ungarn
Dr.-Ing. Lars Jörgens, Dipl.-Ing. Bence Huba, Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich
Nicht nur die enormen bestehenden Umweltbeeinträchtigungen, sondern auch ökonomische Gesichtspunkte lassen neuerdings die drei EU-Beitrittskandidaten Polen, Tschechische Republik und Ungarn für Unternehmen im Bereich der Umweltschutztechnik interessant erscheinen.
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