14. Fachtagung thermische Abfallbehandlung


Relevanz der CCS-Technologie fĂĽr die Abfallverbrennung
Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, Dipl.-Biol. Anna Leipprand
Unter dem KĂĽrzel CCS (Carbon Capture and Storage) wird die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid aus Kraftwerken verstanden. Bereits auf der 11. Fachtagung Thermische Abfallbehandlung wurde der Stand der Technik der CO2-Abscheidung bei Kraftwerken vorgestellt [Span 2006]. Zur CCS-Technologie sind seitdem zahlreiche weitere Studien erschienen.
Weiterentwicklung der 17. BImSchV – Ziele und erwartete Auswirkungen
Prof. (apl.) Dr. Uwe Lahl
In Europa kann bezogen auf verbindliche Emissionsgrenzwerte ein grundsätzlicher Unterschied der Regelungsphilosophien festgestellt werden. Ein zahlenmäßig sehr dominierendes Lager möchte so wenig wie möglich verbindliche Grenzwerte und ein hohes Maß an Flexibilität seitens der Mitgliedsstaaten.
Thermische Abfallbehandlung in Bayern – gestern, heute, morgen

Ziel war der konsequente Ausbau mit ökologisch und ökonomisch verantwortbaren Entsorgungseinrichtungen zur Verwertung, Behandlung und Ablagerung von Abfällen. Die sichere Entsorgung war und ist zu garantieren. Mit finanziellen Zuwendungen zur Errichtung der Anlagen und Maßnahmen zur Akzeptanzförderung (Broschüren, Studien und ähnliches) sollten die Kommunen zu einer zügigen Umsetzung angehalten werden.
EEG und EEWärmeG bei der Abfallverbrennung – Auswirkungen aus Sicht eines Anlagenbetreibers
Dipl.-Ing. Conrad Tschersich
In Zeiten knapper werdender Ressourcen und absehbarer Klimaveränderungen kommt der effizienten Nutzung von vorhandenen Potenzialen und der Erschließung erneuerbarer Energiequellen eine zunehmende Bedeutung bei. Um die ambitionierten Umweltschutzziele zu erreichen, ist es notwendig, möglichst alle Optionen zu nutzen. Hierbei sollte allerdings auch die Kosten-Nutzen-Relation nicht außer Acht gelassen werden.
Energieeffizienzsteigerungsmaßnahmen bei der Müllverbrennung – Kosten und Nutzen
Dipl.-Ing. Gaston Hoffmann, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Müllverbrennungsanlagen in Deutschland erfüllen seit vielen Jahren ihren Entsorgungsauftrag. Nach dem Verbot der unbehandelten Deponierung von unbehandelten Siedlungsabfällen durch die TA Siedlungsabfall im Jahr 2005 wurden die Kapazitäten der Müllverbrennung weiter ausgebaut, so dass momentan rund 18 Mio. Mg an Abfällen in deutschen Müllverbrennungsanlagen verbrannt werden.
Anwendung von Energie-Kennzahlen auf moderne europäische Beispielanlagen
Dr. Oliver Gohlke, M.Sc. Dipl.-Ing. Martin J. Murer
Die Nutzung von Energie aus Abfall kann mit Rost- und Wirbelschicht-feuerungen oder durch die Mitverbrennung in Kohlekraftwerken sowie Industrieprozessen realisiert werden. Die heute eingesetzten Technologien sind das Resultat von vielfältigen Innovationen, unter anderem bei Feuerungstechnik, Vorbehandlung, Abgasreinigung und Qualität der Nebenprodukte.
Entwicklungen im Zertifikatehandel und dessen Auswirkungen
Dr.-Ing. JĂĽrgen Landgrebe
Der Schutz des Weltklimas ist eine große Herausforderung der Staatengemeinschaft. Im Kyoto-Protokoll hat sich die Europäische Union verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen in der Periode 2008 bis 2012 um insgesamt acht Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu verringern. Um dieses Ziel zu möglichst geringen Kosten zu erreichen, wurde als wichtigstes gemeinsames Klimaschutzinstrument das europäische Emissionshandelssystem für Kohlendioxid auf Unterneh-mensebene eingeführt.
Sollten die Grenzwerte fĂĽr die Abfallverbrennung aus toxikologischer Sicht gesenkt werden?
Prof. Dr. Wolfgang Dekant
Die Emission von Schadstoffen aus der Abfallverbrennung steht häufig im Brennpunkt der Medien, der Politik und von Nicht- Regierungsorganisationen oder Bürgerinitiativen. Für viele aus Abfallverbrennungsanlagen emittierte Schadstoffe existieren Grenzwerte, die eine maximale Abgabe von Schadstoffen in die Umwelt regeln. Eine Senkung dieser Grenzwerte wird sowohl von der Politik als auch von der Gesellschaft häufig gefordert und mit möglichen Effekten der Schadstoffemissionen auf Umwelt und Gesundheit begründet.
Was kostet die Halbierung der Grenzwerte fĂĽr Abfalllverbrennungsanlagen?
Dr.-Ing. Werner Schumacher, Dipl.-Ing. Matthias Kersting
Bei einer Diskussion zur Halbierung der Emissionsgrenzwerte für Abfallverbrennungsanlagen sind zum einen die in der 17. BImSchV festgelegten Grenzwerte für die Stoffe CO, TOC, HCl, HF, SO2, Staub Hg, staubförmige Schwermetalle, Dioxine und Furane zu betrachten. Für die kontinuierlich gemessenen Stoffe sind hier Grenzwerte für den Halbstundenmittelwert und den Tagesmittelwert festgelegt. Für die diskontinuierlich gemessenen Schwermetalle, Dioxine und Furane ist ein Grenzwert als Probenahmemittelwert festgelegt
Erfordern strengere Grenzwerte – insbesondere für die Entstickung – neue Rauchgasreinigungsverfahren?
Dr. Christian Brunner
Im Zuge der Diskussion um die Klimaerwärmung, einer weltweiten Energieverknappung mit steigenden Preisen für fossile Energieträger und des immer größer werdenden Angebots an Abfällen, die in vielen Teilen Europas nun nicht mehr deponiert werden dürfen, steigt die Nachfrage nach Verbrennungstechnologien zur Verwertung von Müll, Ersatzbrennstoffen und Biomasse.
Auswirkungen eines veränderten Sammelsystems auf die Verbrennung im MHKW Kassel
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Arnd I. Urban
Die Entwicklung der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt beeinflusst die Abfallwirtschaft und führt zu Weiterentwicklungen bei der bisherigen Abfallsammlung und -trennung in Deutschland. Statt der am weitesten verbreiteten Trennung in Restabfall, Bioabfall und Verpackungen (gelber Sack) werden vielerorts Wertstofftonnen eingeführt oder deren Einführung diskutiert. Dies hat Auswirkungen auf die Mengen und die Zusammensetzung, insbesondere auch auf die Heizwerte, der nach der Wertstoffentfrachtung verbleibenden Restabfälle und damit auf den Betrieb von Müllverbrennungsanlagen.
Auswirkungen des ElektroG auf den Schadstoffeintrag im Restabfall
Dr.-Ing. Alexander Janz, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG) vom 16. März 2005 schreibt gemäß § 9, Abs. 1 i. V. m. § 24 die getrennte Erfassung elektrischer und elektronischer Altgeräte seit dem 24. März 2006 verbindlich vor [ElektroG 2005].
Wie wirkt sich die Papiernachfrage auf den Input in Verbrennungsanlagen aus?
Dipl- Ing. Thomas KĂĽgler, Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Im Bereich der Papierindustrie sind in den letzten 15 Jahren signifikante Veränderungen der Stoffströme infolge gesetzlicher Regelungen (VerpackV, Selbstverpflichtung der graphischen Papierhersteller, Verarbeiter, Druckfarbenhersteller etc.) sowie durch technische Weiterentwicklungen im Bereich der Altpapieraufbereitung, der Deinkingtechnologie und der Abwasserreinigung zu verzeichnen. Weiterhin spielen die Entwicklung des Altpapiermarktes und des Entsorgungsmarktes eine wesentliche Rolle.
EBS-Schnelltests: Eine Ergänzung zur konventionellen Qualitätssicherung?
Dipl.-Ing. Gaston Hoffmann, Dr.-Ing. Daniel Schingnitz, Dr. Thomas Marzi, Annekatrin Lehmann, Prof. Dr.-Ing. Vera Susanne Rotter, Dr.-Ing. Edda Möhle
Die Herstellung und Verwertung abfallstämmiger Brennstoffe wurde aufgrund des Preisanstieges für Regelbrennstoffe wie Braun- und Steinkohle ein viel diskutiertes Thema. Obgleich es keine einheitliche Definition dieser Brennstofftypen gibt, ist die geläufigste Bezeichnung „Ersatzbrennstoff“ (EBS). Vorwiegend findet eine Unterteilung von EBS in, mittels Mechanisch-Biologischer Verfahren aufbereiteten, Siedlungsabfälle und Reststoffe aus Industrie und Gewerbe statt.
ZĂĽgige und schlanke Genehmigungsverfahren bei der Realisierung von Ersatzbrennstoffkraftwerken
Dipl.-Ing. Norbert Suritsch
Die aktuellen Erfahrungen bei Genehmigungsverfahren für Ersatzbrenn-stoffkraftwerke (EBS-Kraftwerke) zeigen, dass es in der Bevölkerung nach wie vor große Akzeptanzprobleme für Anlagen zur Verwertung von Abfällen durch thermische Verfahren gibt. Trotz langjährig bewährter Rauchgasreinigungstechniken und umfassender Emissionsüberwach-ungsvorschriften, trotz des Deponierungsverbotes unbehandelter Abfälle und trotz der aus Sicht des Klimaschutzes gebotenen thermischen Verwertung des in Abfällen enthaltenen Energieinhaltes haben EBS-Kraftwerke ein Imageproblem, das zum Teil von Interessensgruppen gezielt geschürt und verstärkt wird.
Ganzheitlicher Kostenvergleich von “Landfill” und “Waste to Energy” in Sao Paulo
Dipl.-Ing.(TU) Werner P. Bauer, Dr.-Ing. Thomas König, Dipl.-Ing.; Dipl. Wirtschafts.-Ing. Wolfgang Scholz
Auf Einladung des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva sind im November 2008 in Sao Paulo (Brasilien) Minister und hohe Beamte aus mehr als 100 Staaten zu einer internationalen Konferenz über Biokraftstoffe zusammengekommen. Im Mittelpunkt der fünftägigen Veranstaltung stand ein Meinungsaustausch über die Frage, wie die Produktion von Bioenergie vorangebracht werden kann, ohne die internationale Nahrungsmittelsicherheit und ökologisch sensible Gebiete zu gefährden.
Energy from Waste – Zukunftsmärkte Europa
Dr. Jörg Zunft, M.A. Birgit Fröhlig
Gesetzliche Neuregelungen haben in den letzten Jahren für entscheidende Schritte zur Weiterentwicklung der europäischen Abfallwirtschaft und Umsetzung von neuen Technologien und Konzepten gesorgt. Studien belegen, dass der Anspruch, eine hohe Recyclingquote zu erreichen, Innovationspotenziale bei der Abfallbehandlung stärkt und ein Umlenken der Abfallströme weg von der Deponie unterstützt.
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