Wasser und Abfall 06


Interaktion und Lateralvernetzung von Fluss und Aue an der Mittleren Elbe in Sachsen-Anhalt
Karl-Heinz Jährling
Im Bereich der Mittleren Elbe, speziell der 304 Fließkilometer im Bundesland Sachsen-Anhalt, wurden die konzeptionellen Grundlagen für sinnvolle Optimierungen der Interaktion und Lateralvernetzung von Fluss und Aue mit Beginn der 1990er-Jahre bereits frühzeitig gelegt.
Schlüsselfaktoren für die Vernetzung von Land- und Gewässerökosystemen
Rafaela Schinegger, Michael Binder, Dr. Georg Gruber, Dr. Florian Borgwardt, Carina Seliger
Anhand der Donau-Karpaten-Region werden Süßwasser- und Feuchtlebensräume als Schlüsselfaktoren für die Vernetzung von Land- mit Gewässerökosystemen im Kampf gegen die Biodiversitätskrise diskutiert. Die offiziellen Berichtsdaten der FFH- und Vogelschutzrichtlinie wurden dafür zugrunde gelegt.
Vernetztes Denken und Handeln für Renaturierungsmaßnahmen an Flüssen und Auen
Elisabeth Bondar-Kunze, Andrea Funk, Professor Thomas Hein, Silke-Silvia Drexler, Martin Tschikof
Menschliche Aktivitäten beeinflussen große Flusssysteme durch Veränderungen im Abfluss, der Morphologie, der Sedimentdynamik und der Nährstoffflüsse, was die biologische Vielfalt und die Beziehungen zwischen Fluss und Landschaft beeinträchtigt.
Das Naturschutzgroßprojekt Untere Havelniederung
Dr.-Ing. Rocco Buchta
Der Unterlauf der Havel erstreckt sich zwischen dem Ende ihres durch Seen geprägten Mittellaufes bei der Stadt Pritzerbe und der Mündung in die Elbe nördlich der Hansestadt Havelberg. Das Gebiet der Unteren Havelniederung ist durch das Aufeinandertreffen von drei großen Urstromtälern (Thorn- Eberswalder, Baruther und Berliner Urstromtal) und deren Eintritt in das Urstromtal der Elbe geprägt.
Biozönotische Erfolgskontrolle von Renaturierungsmaßnahmen an Gewässerufern und in Auen
Dr. Kathrin Januschke, Daniel Hering, Dr. Mathias Scholz, Dr. Thomas Ehlert, Andrea Rumm
Vorgestellt wird ein leitbildbasiertes, einfach anwendbares und standardisiertes Verfahren für die bundesweite Erfolgskontrolle von Renaturierungsmaßnahmen für Ufer und Auen von Flüssen mit einer Einzugsgebietsgröße > 100 km².
Die Bedeutung der Erschließung bundesweiter Potenziale zur naturnahen Auenentwicklung
Ina Quick, Dipl.-Ing. Bernd Hausmann, Timo Riecker
Natürliche und naturnahe Gewässer und ihre Auen bilden eine ökologische Einheit, die eine Vielzahl wertvoller Ökosystemleistungen erbringt. Der voranschreitende Biodiversitätsverlust und der Klimawandel verstärken den Bedarf an natürlichen bzw. naturnahen Auen, denn sie sind wahre Zentren der Biodiversität und zählen zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas. Rezente Auen, die noch mit dem Fluss verbunden und nicht durch Deiche abgetrennt sind, tragen zudem zum natürlichen Hochwasserschutz bei.
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