Wasser und Abfall 07-08


Tiefengeothermie als neue Dimension anthropogener Beeinträchtigungen
Dipl.-Ing. Christa Stiller-Ludwig
Die Nutzung der Energie aus der Tiefe ist in allen Fällen verbunden mit einem folgenhaften Eingriff in den Wasserhaushalt. Zur Einhaltung der wasserrechtlichen Belange fehlt ein Nachweis darüber, dass die Tiefengeothermie im Einklang mit anderen Nutzungen steht.
15 Jahre geothermische Wärmeversorgung in Unterföhring
Dipl.-Chem. Marcus Brian
In Unterföhring kann 15 Jahre nach Inbetriebnahme der geothermischen Wärmeversorgung das gesamte Gemeindegebiet mit Erdwärme beliefert werden. Dafür wurde 2009 und 2014 je eine Dublette gebohrt. Für den Wasserschutz bei solchen tiefengeothermischen Projekten sorgt unter anderem eine zementierte Verrohrung des Bohrlochs, dessen Integrität alle zehn Jahre nachgewiesen werden muss.
Widersprüche zwischen Wasserrecht und Bergrecht bei Vorhaben zur Tiefengeothermie
Dipl.-Ing. Bauass. Johann Dieckmann, Dipl.-Ing. Christa Stiller-Ludwig
In der bisherigen Genehmigungspraxis, in einem 2-stufigen Verfahren gemäß Bergrecht unter Federführung der Bergämter, wird versucht, die Belange „Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“ Art. 20a GG mit anderen Belangen gleichzusetzen. Dies widerspricht dem Grundgesetz und weiteren rechtlichen Vorgaben z. B. den Grundsätzen des Wasserrechtes.
Der Einfluss von Renaturierungsstrecken auf sedimentologische Parameter
Micha Schlossbauer, Alexandra Weber, Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Frank Lehmkuhl, Dr. rer. nat. Philipp Schulte
Die im Einzugsgebiet der Rur im Westen von Nordrhein-Westfalen gelegene Ende ist aus Erwägungen des Hochwasserschutzes Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre im Unterlauf begradigt und massiv ausgebaut worden. Unter den heute veränderten Ansprüchen an die Gewässergestaltung, die in der EG-WRRL festgehalten sind, wird ein Rückbau dieser Begradigungen angestrebt.
Wärmeversorgung für den Sedansberg in Wuppertal
Dipl.-Ing.-Elektrotechnik Klaus Lüdemann
Der Sedansberg ist ein Wohnquartier nördlich der Innenstadt von Wuppertal- Barmen. Er hat bisher keine Fernwärmeversorgung. Vorgestellt wird eine volkswirtschaftliche Betrachtung, verbunden mit schneller Realisierbarkeit der Dekarbonisierung für eine Wämeversorgung mit Tiefengeothermie. Die Investitionen in Tiefengeothermie werden öffentlich gefördert werden. Das macht einen Kostenvergleich mit anderen Formen der Wärmeversorgung schwierig.
CSB-Abbau mit Pflanzenkohle
Helmut Schwarzmüller, Dipl.‐Ing. Bernhard Schäfer, Prof. Dr.-Ing. Clemens Wittland, Rainer Schuhmann, Dipl.‐Ing. Markus Werthwein
Ein neu entwickeltes Verfahren ermöglicht den Abbau von schwer abbaubarem CSB zur Reinigung von Oberflächenwasser aus Biomasseverwertungsanlagen.
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