
| Treibgutverhalten im Hochwasserfall und hochwasserangepasste Brückenbauweisen Lisa Burghardt, Elena-Maria Klopries, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf Eine Vielzahl von Studien belegt bereits den starken Einfluss von Verklausungen an Brücken auf das Abflussgeschehen während des Hochwassers 2021. Aufgrund des Aufstaus der Wassermassen vor Brücken kam es zu einer Ausbreitung der Überflutungsflächen, einer Erhöhung der Wassertiefen an kritischen Standorten und somit zu höherem Schaden. |
| Zusammenwirken von Naturgefahren im Klimawandel ist für die Nordseeküste zunehmend eine Herausforderung Dr. Ralf Weisse, Dr. Lidia Gaslikova, Dr. Stefan Hagemann, Philipp Heinrich, Cordula Berkenbrink An der Nordseeküste spielt der Schutz vor Naturgefahren seit jeher eine wesentliche Rolle. Doch was ändert sich mit dem Klimawandel? Welche Szenarien sind denkbar und was passiert, wenn mehrere Extremereignisse wie Sturmflut, Hochwasser und Starkregen gleichzeitig auftreten? Und welche Maßnahmen können vorausschauend ergriffen werden? |
| Kommunikationsdefizite in der Frühwarnung und Risikokommunikation Gebhard Rusch Für das Hochwasser 2021 wird ein eklatantes Versagen des Warnsystems festgestellt. In diesem Befund spiegeln sich Missverständnisse des Warnbegriffs, Schwächen des Warnmittelmixes und technische Unzulänglichkeiten der Warninfrastrukturen. |
| Anforderungen an die Vorbereitung der Verwaltung in Krisenlagen Prof. Dr. Rahel M. Schomaker, Christina Lobnig Sich teilweise überlagernde Ausnahmesituationen wie außergewöhnliche Naturereignisse, Fluchtmigration oder auch Wellen der COVID-19-Pandemie sind durchaus nicht selten und stellen insbesondere die Leistungsfähigkeit von (Kommunal-)Verwaltungen immer wieder auf die Probe. |
| Zur Machbarkeit eines Tunnels zur Hochwasserentlastung von der Ahr in den Rhein Charlotte Seckler, Stefanie Wolf Das Juli-Hochwasser 2021 in Mitteleuropa verursachte in Deutschland Schäden von ca. 32,7 Mrd. € und es sind über 180 Menschen gestorben. Neben den zahlreichen Toten wurden Wohnhäuser und große Teile der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten stark beschädigt oder sogar vollständig zerstört. |
| Möglichkeiten und Grenzen von natürlichem oder technischem Hochwasserschutz am Beispiel der Ahr Stefanie Wolf Durch hohe Niederschläge zwischen dem 13. und 16. Juli 2021 von bis zu 150 mm in 72 Stunden im Großraum der Eifel kam es zu einem Extremhochwasser. Die Jährlichkeit des Hochwassers wird noch diskutiert; dem zugrundeliegenden Niederschlagsereignis wird nach aktuellen Analysen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von einmal in vierhundert Jahren zugeordnet. |
| Analyse von Gebäudeschäden und Empfehlungen für hochwasserresiliente Gebäude Prof. Dr.-Ing. Lothar Kirschbauer, MdA Michael Schäfer Die Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 war eine der schwersten Naturkatastrophen in der Geschichte Deutschlands und markiert ein tragisches Ereignis in der jüngeren Umweltgeschichte Europas. Verursacht durch extreme Regenfälle, die zu beispiellosen Überschwemmungen führten, forderte die Katastrophe zahlreiche Menschenleben und verursachte immense materielle Schäden. |
| Handlungsdilemma, Transformation und Transfer bei Risikokommunikation und Katastrophenschutz Alexander Fekete Das Hochwasser 2021 hat viele Probleme der Risikokommunikation deutlich gemacht. Das betrifft das Rettungsgeschehen sowie auch die Umsetzung von Warnungen und Risikoanalysen. Im Nachgang zum Hochwasser ist zu prüfen, ob tatsächlich Veränderungen stattgefunden haben, wie diese Transformationen gemessen werden und wie Informationen und Wissen besser transferiert werden können. |
