Wasserwirtschaft - Heft 06


Auffinde- und Passagedauer als Parameter zur Funktionsbewertung von Fischaufstiegsanlagen
Dr. Ulrich Schwevers, Sabrina Steineck, Prof. Dr.-Ing. habil. Boris Lehmann, Prof. Dr.-Ing. Andreas Eichhorn
PIT-Tags erlaubt es, Fischbewegungen in Fischaufstiegsanlagen individuen-, zeit- und ortsgenau zu erfassen. Dies erm√∂glicht eine objektive Funktionsbewertung anhand der Auffinde- und Passagequote. Eine Bewertung der Auffinde- und Passagedauer hingegen scheiterte bislang an der enormen Streuung der individuellen Werte. Nachfolgend wird eine verbesserte statistische Methode vorgestellt, mit der anlagenspezifische Werte f√ľr die Auffinde- und Passagedauer ermittelt werden, die als zus√§tzliche Parameter f√ľr eine differenzierte Funktionsbewertung herangezogen werden k√∂nnen.
Ethohydraulische Laborversuche zum Abstieg von Fischen in beschleunigten Strömungen
Dipl.-Ing. M√°rcio Salgueiro Roth, Dipl.-Ing. Tom R√∂√üger, Prof. Dr.-Ing. J√ľrgen Stamm, Dr. rer. nat. Falko Wagner
Im BMBF-Verbundprojekt RETERO werden innovative Monitoring- und Prognosemethoden zur Fischschädigung bei der Passage von Wasserkraftanlagen entwickelt und implementiert. Ein Hauptziel ist es, Tierversuche zur Abschätzung des Schädigungsrisikos von Fischen signifikant zu reduzieren und langfristig vollständig zu ersetzen. Am Hubert-Engels-Labor der TU Dresden wurden in Zusammenarbeit mit dem IGF Jena ethohydraulische Grundlagen zum Verhalten von Fischen in beschleunigten Strömungen geschaffen, wie diese in Turbineneinläufen vorzufinden sind. Diese Erkenntnisse liefern den Verbundpartnern des Projekts eine fundierte Grundlage z. B. zur Entwicklung eines autonomen Roboterfisches zur Schädigungsprognose und der Entwicklung softwarebasierter Schadensprognosemodelle.
Zum Einfluss der Beleuchtung auf die Funktion von Fischaufstiegsanlagen und Kreuzungsbauwerken
Dr. Beate Adam, Dipl.-Geogr. Oliver Engler, Prof. Dr.-Ing. habil. Boris Lehmann
In einschl√§gigen Leitf√§den und Regelwerken finden sich Empfehlungen, √ľberbaute und abgedunkelte Abschnitte von Fischaufstiegsanlagen und Kreuzungsbauwerken zu beleuchten. Ob dies tats√§chlich notwendig ist, wurde im Rahmen ethohydraulischer Untersuchungen zur Reaktion von Fischen gegen√ľber hell erleuchteten und abgedunkelten Abschnitten sowie Bereichen mit starken Helligkeitskontrasten √ľberpr√ľft. Ebenso wurde der Frage nachgegangen, ob eine Beleuchtung, z. B. f√ľr Monitoringstationen mit optischen Erfassungssystemen, den Fischaufstieg behindert.
Diskussionsbeitrag zur Anwendung des Modellverbunds AGRUM im Gewässerschutz
Dr. Martin Bach
Zur Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie, der EG-Wasserrahmenrichtlinie und der EG-Meeresstrategie- Rahmenrichtlinie m√ľssen die N√§hrstoffbelastungen des Gew√§ssersystems deutlich reduziert werden. F√ľr diese Aufgabe werden mit dem Modellverbund AGRUM deutschlandweit die Mengen und Eintragspfade von Stickstoff in das Gew√§ssersystem ermittelt und darauf aufbauend Minderungsma√ünahmen entwickelt. Es sind allerdings Zweifel angebracht, ob mit AGRUM der Fl√§chenumfang und die erforderliche Minderungsmenge des N-√úberschuss der Landwirtschaft sachgerecht ausgewiesen werden.
Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
Dipl.-Ing. (FH), M. Sc. Horst Geiger
Immer m√§chtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschr√§nken oder nur noch bei Erf√ľllen massiver gew√§sser√∂kologischer Ma√ünahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so ‚Äěverseucht‚Äú ist, dass Gew√§sserorganismen sich unterhalb √ľblicher Kl√§ranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren k√∂nnen?
Woran das Gebot zur B√ľrgerbeteiligung bei der WRRL-Umsetzung scheitert
Dipl.-Biol. Nikolaus Geiler
F√ľr die deutsche Wasserwirtschaft war das Gebot der Wasserrahmenrichtlinie zur aktiven F√∂rderung der B√ľrgerbeteiligung eine Novit√§t. Zu Beginn der formal letzten Umsetzungsperiode der Richtlinie (2021-2027) ist der Elan der Beh√∂rden zur F√∂rderung der Partizipation merklich erlahmt. Mit einer technokratischen und b√ľrokratischen Herangehensweise k√∂nnen die Wasserwirtschaftsverwaltungen in den Bundesl√§ndern aber keine ‚ÄěFollower‚Äú hinter sich versammeln. Der BUND macht deshalb Vorschl√§ge f√ľr eine besser gelingende Partizipation.
Abger√ľckte Einstiege f√ľr Fischaufstiegsanlagen
Dr.-Ing. Martin Henning, Dr.-Ing. Patrick Heneka, Dipl.-Ing. Markus Zinkhahn, Dipl.-Ing. Frederik Prinz, Dr. Cornelia Sch√ľtz
Um die vielf√§ltigen Anforderungen der Zielfischarten, insbesondere schwimmschwacher Arten, an die Auffindbarkeit von Fischaufstiegsanlagen zu erf√ľllen, kann an Querbauwerken mit Wasserkraftnutzung neben dem obligatorischen kraftwerksnahen Einstieg ein zus√§tzlicher, abger√ľckter Einstieg notwendig sein. Im Beitrag wird anhand von Beispielen ein pragmatischer Ansatz vorgestellt, um die Notwendigkeit eines abger√ľckten Einstiegs zu ermitteln. Zudem werden Hinweise zur Positionierung und Gestaltung des Einstiegs, des Einstiegsstranges und des Verteilerbeckens gegeben.
Workshop zum Sedimentmanagement an Stauanlagen an großen Gewässern im Donaueinzugsgebiet
Cornelia Häckl, Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Ralf Klocke, Karl-Heinz Straßer, Georg Loy, Dr. Walter Reckendorfer
Sedimentmanagement wird oft auf Sedimentdurchg√§ngigkeit reduziert. In den stark ver√§nderten Fl√ľssen mit ihren vielf√§ltigen Nutzungen ist eine Herstellung einer Sedimentdurchg√§ngigkeit aus vielf√§ltigen Gr√ľnden oft nicht m√∂glich, aber auch aus √∂kologischen Gr√ľnden nicht immer zielf√ľhrend. Im Rahmen des Workshops ‚Äě√Ėkologie und Wasserkraft an gro√üen Gew√§ssern‚Äú im Herbst 2021 wollten die Stauanlagenbetreiber an den gro√üen Gew√§ssern im Donaueinzugsgebiet mit Vertretern von Beh√∂rden, Universit√§ten, Planungsb√ľros und Umweltverb√§nden ein gemeinsames Verst√§ndnis zum Sedimentmanagement entwickeln.
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