Wasserwirtschaft 10/2016


Gewässerökologische Bewertung eines Gewässersystems bei zusätzlicher Wasserkraftnutzung
Dipl.-Phys. Pia Anderer, Barend van Maanen, Rob Gubbels, Inge Schugard, Anne Reitz
Das Geul-Einzugsgebiet verf√ľgt √ľber eines der √∂kologisch wertvollsten Bachsysteme in den Niederlanden. F√ľr die Bewilligung der Inbetriebnahme von Wasserkraftanlagen wurde eine praktische Entscheidungshilfe (Pr√ľfschema) entworfen, in der sowohl die von der WRRL als auch die in der Natura-2000-Richtlinie vorgegebenen Naturschutzanforderungen ber√ľcksichtigt werden. Das Pr√ľfschema kann auf andere Gew√§ssersysteme angewendet und um zus√§tzliche Bewertungskriterien erweitert werden.
Neues Pelton-Konzept ‚Äď bis zu sechs D√ľsen in horizontaler Anordnung
Josef Erlach, Philipp Erlach
Seit der Erfindung der Pelton-Turbine vor 140 Jahre gab es kaum signifikante √Ąnderungen. Urspr√ľnglich als 1-d√ľsige horizontale Turbine konzipiert, merkte man schnell, dass eine mehr-d√ľsige Anordnung wegen der h√∂heren Drehzahl und der damit verbundenen Kompaktheit von gro√üem Nutzen w√§re. Dies wurde sp√§ter mit der vertikalen Anordnung mit bis zu sechs D√ľsen erreicht. Bis jetzt war es nicht m√∂glich, diese bis zu 6-d√ľsige vertikale Ausf√ľhrung als eine horizontale Turbine zu realisieren, da man die Ableitung des Austrittswassers aus den Laufrad-Bechern im Zusammenwirken mit dem Geh√§use nicht beherrschte.
Erfolgsfaktoren von Großprojekten und Value Management
Dr. rer. pol. Dipl.-Kfm. Bernd Gagsch, Jutta Sch√ľle
Die letzten wichtigen Meldungen zum Thema erfolgreiche Gro√üprojekte k√∂nnten unterschiedlicher nicht sein. In ihrem Artikel zur ‚ÄěMalevolent Hiding Hand‚Äú beschreiben Flyvbjerg und Sunstein, dass die meisten Gro√üprojekte scheitern ‚Äď unabh√§ngig davon ob sie privat oder √∂ffentlich durchgef√ľhrt w√ľrden, dass Projektrisiken systematisch untersch√§tzt und die M√∂glichkeiten des Gegensteuerns sowie zuk√ľnftig generierte Einnahmen systematisch √ľbersch√§tzt w√ľrden. Andererseits wurde das Milliardenprojekt Gotthard-Basistunnel am 20.06.2016 feierlich in Budget und ein Jahr fr√ľher als geplant er√∂ffnet. Was macht nun also ein gutes Projekt aus und wie k√∂nnen gute Projekte noch besser gemacht werden?
Methodische Defizite der Umweltbewertung im Bundesverkehrswegeplan 2030
Nils Droste, Dr. Bernd Klauer, Jasper Meya
Der Bundesverkehrswegeplan 2030 koordiniert alle Investitionen des Bundes in seine Verkehrswege. Zentrales Bewertungsinstrument f√ľr die Infrastrukturprojekte bleibt die Nutzen-Kosten-Analyse. Dabei werden aber nur wenige Umweltwirkungen erfasst. Vorhaben mit hohen negativen Umweltfolgen werden daher systematisch profitabler ausgewiesen, als sie es volkswirtschaftlich sind. Diese methodischen Defizite sollten durch eine umfassendere Ber√ľcksichtigung von Umweltwirkungen behoben werden.
Skalierung von Wasserkraftschnecken ‚Äď Ein Beitrag zur einer √ľberf√§lligen Dimensionierungsrechnung
Dr.-Ing. Dirk M. Nuernbergk, DI Alois Lashofer
Die Installation von Wasserkraftschnecken an verschiedenen Standorten erfordert, dass bekannte und erfolgreich getestete Schnecken-Geometrien hinsichtlich der unterschiedlichen Gegebenheiten bez√ľglich Fallh√∂he und Durchfluss skaliert werden. Dies ist besonders f√ľr die Zulaufh√∂he zur Schnecke wichtig, da diese den Durchfluss durch die Schnecke entscheidend bestimmt. Hier wurden durch verschiedene Hersteller in der Vergangenheit Anlagen realisiert, die deutliche M√§ngel in Hinsicht auf die erbrachte elektrische Leistung aufwiesen. Ursache hierf√ľr war sowohl die ungeeignet gew√§hlte Zulaufh√∂he als auch eine Unterdimensionierung der Schnecke. Aus diesem Grund werden in diesem Artikel entsprechende, neu abgeleitete Regeln vorgestellt, die eine richtige Dimensionierung zulassen. Anhand eines Beispiels wird die Anwendung der Gleichungen vorgestellt, um fortan die erw√§hnten Fehler zu vermeiden.
Betrieb von Wassersystemen mit SCADA-Daten
Perrine Parrod, Dipl.-Ing. Heribert Meyer
Mit Hilfe von SCADA-Daten (Supervisory Control and Data Acquisition) können Ingenieure präzisere hydraulische Modelle erstellen, die den tatsächlichen Zustand des Wassernetzes aufzeigen und eine fundierte Entscheidungsfindung ermöglichen.
Leitstr√∂mung an Fischaufstiegsanlagen: Bewertung und Optimierung √ľber ethohydraulische Modellierung
Dr.-Ing. Ianina Kopecki, Dr.-Ing. Matthias Schneider, Johannes Ortlepp, Dipl.-Ing. Stefan Thonhauser, Mag. Dr. Martin Schletterer
Schl√ľsselkomponente an Fischaufstiegsanlagen ist deren Auffindbarkeit. Eine Erweiterung des Habitatmodells CASiMiR erm√∂glicht die Bewertung der Leitstr√∂mung durch die Kombination von Numerik und Ethohydraulik. √úber einen agentenbasierten Ansatz und die Particle-Tracking-Methode lassen sich Migrationspfade von aufsteigenden Fischen, unter Annahme idealer Rheotaxis, ermitteln. Der Ansatz erm√∂glicht eine adaptive Planung von Fischp√§ssen durch Optimierung von Position, Geometrie und Ausrichtung der Einstiege und Anpassung des Dotierabflusses.
84. ICOLD Annual Meeting 2016 in Johannesburg/S√ľdafrika
Dr.-Ing. Hans-Ulrich Sieber
Das diesj√§hrige Annual Meeting der Internationalen Kommission f√ľr Gro√üe Talsperren (ICOLD) fand vom 15. bis 20. Mai in Johannesburg statt. Study Tours vor und nach der Tagung sowie eine Technische Exkursion w√§hrend derselben rundeten die Veranstaltung ab.
Umsteuern mit neuen Konzepten und innovativen Materialien
Dipl.-Ing. Thomas Strobel
Wasser als knapper werdende Naturressource hat in der √∂ffentlichen Wahrnehmung noch l√§ngst nicht den Stellenwert, wie es die aufkommende Brisanz des Themas eigentlich erforderte. ‚ÄěWir werden eines Tages in Aktionismus verfallen, wenn das sprichw√∂rtliche Kind in den dann bereits halb ausgetrockneten Brunnen gefallen ist‚Äú, warnt Zukunftslotse Thomas Strobel. Der M√ľnchner Nachhaltigkeitsexperte, regt unter dem Stichwort ‚ÄěWasser 4.0‚Äú strategisches Umsteuern an.
Stabilität von modularen Deckwerksmatten aus Normal- und Schwerbeton unter Wellenlasten
Sandra Wöbse, Nils B. Kerpen, Prof. Dr.-Ing. Torsten Schlurmann, Dr.-Ing. Nils Goseberg
Vor dem Hintergrund steigender Verkehre und Unterhaltungskosten der Bundeswasserstraßen werden alternative, kosteneffizientere und ökologisch vorteilhafte Ufersicherungen in Zukunft eine steigende Bedeutung bekommen. Aus Normal- sowie Schwerbeton bestehende neuartige Modulare Deckwerksmatten (MDM) wurden daher mittels regelmäßiger Wellen bis zum Versagen untersucht. Ein Vergleich von Stabilitätsparametern mit Literaturwerten weist Vorteile bei der Verwendung insbesondere der MDM aus Schwerbeton auf, die sich in verringerten Deckwerksmächtigkeiten bzw. verringertem Material- bzw. Kostenaufwand niederschlagen.
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