Wasserwirtschaft 09/2016


Geomonitoring mit Low-Cost-GNSS-Sensoren
JĂŒrgen Alberding
GNSS-Sensoren werden seit mehr als 25 Jahren fĂŒr die ingenieurtechnische Überwachung von Objekten, wie Talsperren und BrĂŒcken, eingesetzt. Die Vorteile von GNSS liegen in der WitterungsunabhĂ€ngigkeit und der nicht benötigten Sichtverbindung zwischen den Messpunkten. Nachteilig wirken sich bisher hohe GNSS-Sensorkosten sowie die Strom- und Datenanbindung der Messpunkte aus. In diesem Beitrag wird ein Monitoringsystem vorgestellt, welches den Einsatz von GNSS durch Nutzung von Low-Cost-Sensoren und einen hohen Automatisierungsgrad deutlich attraktiver gestaltet.
TemporÀrer textiler Hochwasserschutz mit dem System FloodTEX
Dr. Sandra Gelbrich, Andreas Ehrlich, Rajko Berger
Im Rahmen eines von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen geförderten Projektes wurde ein neuartiges, temporÀres, textiles Hochwasserschutzsystem entwickelt und umgesetzt.
IFAT – 50 Jahre Spiegel einer dynamischen Branche
Günter Knackfuss, Dipl.-Ing. Heribert Meyer
Im Jahr 1966 mit 147 Ausstellern und 10 200 Besuchern begonnen, kamen im Jahr 2016 rund 138 000 Besucher aus mehr als 170 LĂ€ndern zu den ĂŒber 3 000 Ausstellern aus 59 LĂ€ndern vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 zur JubilĂ€umsausgabe der IFAT nach MĂŒnchen. Die nochmals gestiegene Beteiligung zeigt eindrucksvoll, wie die IFAT seit 50 Jahren die Entwicklung der Umwelttechnologiebranche prĂ€gt.
Abflussversuch zur Ermittlung der LeistungsfÀhigkeit einer gelegten Fischbauchklappe
Swenja DĂ€tig
Zur Ermittlung der LeistungsfĂ€higkeit einer gelegten Fischbauchklappe eines Wehres wurde vom Ruhrverband ein Abflussversuch durchgefĂŒhrt und messtechnisch begleitet. Mit Hilfe der Messergebnisse konnten in Verbindung mit einer Literaturrecherche RĂŒckschlĂŒsse auf den Überfallbeiwert fĂŒr die vollstĂ€ndig umgelegte Wehrklappe im Hochwasserfall gezogen werden und daraus resultierend die LeistungsfĂ€higkeit des Wehres hinreichend genau fĂŒr weitere Untersuchungen bestimmt werden.
Messdatenmanagement zur TalsperrenĂŒberwachung der Enerjisa Hydropower, TĂŒrkei
Dott. Ing. Stefano Vincenzo De Simone, Roland Funke
Die tĂŒrkische Enerjisa beauftragte Kisters im Jahr 2015 mit der Inbetriebnahme einer software-basierten TalsperrenĂŒberwachung. Im endgĂŒltigen Ausbau werden 12 Talsperren ĂŒberwacht, die Energie aus Wasserkraft liefern. Enerjisa ist ein Joint-Venture der Firmen Sabanci und E.On. Als Energieerzeuger bedient Enerjisa 9 Mio. Kunden mit einer installierten Gesamtleistung von 2,6 GW, davon 50 % aus erneuerbaren Energiequellen. Die neue Software-Lösung bedient Anwender im BĂŒro und im Außeneinsatz gleichermaßen. Ein Alarmmanagementsystem meldet AuffĂ€lligkeiten.
Neue Datenschutzanforderungen beim Betrieb intelligenter Messsysteme
Dr. Malte GrĂŒtzmacher, Florian Schneider
Nach langer Diskussion verabschiedete die Große Koalition diesen Sommer das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Die Politik ebnete damit den Weg fĂŒr die flĂ€chendeckende EinfĂŒhrung intelligenter Messsysteme, der jedoch insbesondere von DatenschĂŒtzern sehr kritisch gesehen wird. Vor diesem Hintergrund wirft der folgende Beitrag ein erstes Schlaglicht auf die kommenden gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz und zur Datensicherheit.
Deutscher Wetterdienst warnt prÀziser vor Unwettern
Günter Knackfuss
Die WarnWetter-App fĂŒr Smartphones und Tablets ist das meistgenutzte Angebot des Deutschen Wetterdienstes. Damit können nun sogar kleinere Gebiete, wie Gemeinden und einzelne Bezirke großer StĂ€dte, vor Unwetterfronten gewarnt werden.
Thermo-hydro-mechanische 3-D-Simulation von Staumauern – Modellierung und Validierung
Dr. rer. nat. Tom Lahmer, Dr.-Ing. Long Nguyen-Tuan, Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Carsten Könke, Prof. Dr.-Ing. Volker Bettzieche
In dem vorliegenden Beitrag werden die numerischen Ergebnisse von dreidimensionalen, nichtlinearen, transienten thermo-hydro-mechanischen (THM) Mehrfeldsimulationen am Beispiel der FĂŒrwiggestaumauer gezeigt. Zwei 3-D-Simulationen wurden entsprechend den Randbedingungen eines Probestaus durchgefĂŒhrt. Die Ergebnisse der gekoppelten THM-Rechnungen wurden mittels vorhandenen Messdaten des Ruhrverbandes in den GrĂ¶ĂŸen Verformung, hydraulische SĂ€ttigung und Temperatur validiert. Die gute Übereinstimmung mit den Messdaten erlaubt eine Validierung der Modelle und damit deren Nutzung fĂŒr Prognosen zukĂŒnftigen Verhaltens der Bauwerke.
Panzer-Talsperre – Probestau nach Insolvenzen und Naturereignissen meistern
Sabine Lattau
Bei der Sanierung der Panzer Talsperre haben Insolvenzen die Baumaßnahme zeitlich und aufwandstechnisch beeintrĂ€chtigt. Diese HĂŒrden wurden ĂŒberwunden. Nun mĂŒssen Messdaten und Ă€ußere EinflussgrĂ¶ĂŸen des Probestaus analysiert und eingeordnet werden. Abseits von all den UnwĂ€gbarkeiten sind zusĂ€tzlich neben den technischen Herausforderungen auch formelle und juristische Kenntnisse erforderlich. Hieraus ergibt sich fĂŒr den Ingenieur ein umfangreiches Arbeitsspektrum, das die Technik schon einmal in den Hintergrund treten lĂ€sst.
Evaluierung des Laserscannings zur Deformationsanalyse an der Ennepetalsperre
Michael MĂŒller, Fabian Schmenger, Daniel Schröder, Kira Zschiesche
Laserscanning wird zunehmend fĂŒr die flĂ€chenhafte Erfassung verschiedenster Objekte verwendet. In dieser Projektarbeit wurde ĂŒberprĂŒft, unter welchen Voraussetzungen es möglich ist, einen Laserscanner zur Deformationsanalyse von flĂ€chenhaften Ingenieurbauwerken zu verwenden. Es wurde eine Auswertestrategie entwickelt, die einen Vergleich zwischen einzelnen Epochen in einer sinnvollen Genauigkeit ermöglicht. Die Ergebnisse der entworfenen Strategie wurden durch Vergleichsmessverfahren verifiziert und somit auf ihre EinsatzfĂ€higkeit hin ĂŒberprĂŒft.
Erkenntnisse aus dem geodÀtischen Langzeitmonitoring beim Bau des Gotthard-Basistunnels
Dr. Dante Salvini, Mario Studer,
FĂŒr die Stauanlagen Curnera, Nalps und Sta. Maria im Vorderrheintal wurden spezielle geodĂ€tische Messanlagen eingerichtet, um allfĂ€llige, durch den Bau des Basistunnels verursachte GelĂ€ndedeformationen zu ĂŒberwachen. Nach mehreren Jahren Erfahrung kann im Wesentlichen gesagt werden, dass die Anlagen ihren Zweck erfĂŒllen, die Talflanken – entgegen den Erwartungen – natĂŒrliche zyklische Bewegungen durchleben und der Einfluss des Tunnelbaus an der ErdoberflĂ€che signifikant gemessen werden konnte.
Mitgliederversammlung des Deutschen Talsperrenkomitees 2016
Dr.-Ing. Hans-Ulrich Sieber
Die diesjĂ€hrige Mitgliederversammlung des Deutschen Talsperrenkomitees e. V. (DTK) fand am Vorabend des 17. Deutschen Talsperrensymposiums (siehe Bericht in Ausgabe 7/8 der WasserWirtschaft, dem Organ des DTK) am 14. Juni 2016 in Freiburg im Breisgau statt. Mit der zeitlichen Anlehnung an das Talsperrensymposium sollte eine effiziente Lösung hinsichtlich des Reiseaufwandes angeboten werden. Insgesamt haben 32 DTK-Mitglieder an der Versammlung teilgenommen. Das sind ca. 30 % aller Mitglieder und stellt fĂŒr einen rein ehrenamtlich tĂ€tigen Verein einen durchaus guten Wert dar. Dennoch hĂ€tten wir uns in Anbetracht der gewichtigen Tagesordnung eine noch höhere Teilnehmerzahl gewĂŒnscht.
Erneuerung der Stauhöhenerfassung an der Hennetalsperre
Sebastian Weltmann
An der Hennetalsperre wurde der Stauspiegel bisher mit einem Druckluftpegel erfasst. Bei Tiefbauarbeiten an der Dammkrone wurden die Zuleitungen zerstört. Ein neues Messsystem zur Stauhöhenerfassung sollte den Wasserdruck direkt messen. Dazu wurde die Betonwand des Kontrollgangs, der entlang des wasserseitigen Dammfußes verlĂ€uft, von innen nach außen durchbohrt und eine Messeinrichtung eingebaut. Über die Erfahrungen beim Einbau in 24 m Wassertiefe wird berichtet.
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