Wasserwirtschaft 07-08/2016


Vom √úberstaunachweis zur ganzheitlichen Betrachtung aller urbanen Abflusswege
Gerald Angermair
Die Bemessungsverfahren der urbanen Entw√§sserungssysteme haben sich in den letzten f√ľnf Jahren einem starken Wandel unterzogen. Die zeitsynchrone, gekoppelte 2-D-√úberflutungsbetrachtung gilt bei vielen Betreibern bereits zum Standardvorgehen. Hier erhalten sie einen kurzen √úberblick √ľber die aktuell angewandten Verfahren.
Entwicklung eines Wollhandkrabben-Leitsystems f√ľr Fischaufstiegsanlagen
Eduard Ballon, Dr. Beate Adam
Die Chinesische Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) bildet seit ihrer Einf√ľhrung Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen westeurop√§ischen Fl√ľssen stabile Populationen. J√§hrlich finden aus den Estuaren stromaufw√§rts gerichtete Massenwanderungen juveniler Exemplare statt, die im Falle des Doppelschlitzpasses Geesthacht die Monitoringeinrichtungen verstopfen und so deren Funktion beeintr√§chtigen. Aufbauend auf ethohydraulischen Untersuchungen wurde ein Wollhandkrabben-Leitsystem entwickelt und erfolgreich getestet, das den Krabben die Einwanderung verwehrt und sie aus der Anlage ausleitet.
Fischschutz und Fischabstieg mittels vertikaler Leitrechen-Bypass-Systeme: Rechenverluste und Leiteffizienz
Prof. Dr. Robert Boes, Dr. Ismail Albayra, Dr. Carl Robert Kriewitz, Dr. Armin Peter
Fischschutz und Fischabstiegsanlagen sind im Rahmen der Wiederherstellung der Durchg√§ngigkeit an Flie√ügew√§ssern in den letzten Jahren in den Fokus ger√ľckt. Mit horizontalen Leitrechen-Bypass-Systemen wurden bereits gute Erfahrungen bez√ľglich der Fischleitung an Wasserkraftanlagen mit Ausbauabfl√ľssen bis 90 m¬≥/s gemacht. Neue Forschungserkenntnisse zu vertikalen Leitrechen mittels ethohydraulischer Modelle deuten darauf hin, dass diese in modifizierter Art eine Alternative darstellen und das Potenzial besitzen, auch an gro√üen Wasserkraftwerken zum Einsatz zu kommen.
Energieholz auf Gew√§sserrandstreifen ‚Äď ein neuer Weg zur Minderung erosionsbedingter Phosphateintr√§ge?
Dr. Cornelia F√ľrstenau, Dipl.-Geogr. Manuela B√§rwolff, Dr. Armin Vetter, Dr. Dietrich Schulz
Bodenerosion und Oberfl√§chenabfluss sind Ursachen f√ľr eine zum Teil erhebliche Belastung der Oberfl√§chengew√§sser durch Stoffeintr√§ge, insbesondere durch Phosphat. Dieses gilt in S√ľ√üwasser-√Ėkosystemen als Minimum-Regler hinsichtlich der Eutrophierung und spielt daher eine erhebliche Rolle bei der Einstufung der Gew√§sserqualit√§t. Zum Schutz der Gew√§sser gilt es, weitere innovative Schutzma√ünahmen im Uferbereich landwirtschaftlich genutzter Fl√§chen zu entwickeln. F√ľr eine hohe Akzeptanz durch Landwirte ist eine Verkn√ľpfung der Nutz- und Schutzfunktion wichtig, die dar√ľber hinaus den Bedarf an Kompensationszahlungen verringern und damit die schwierige Situation vieler √∂ffentlicher Haushalte ber√ľcksichtigen w√ľrde. Streifenf√∂rmige Kurzumtriebsplantagen entlang von Flie√ügew√§ssern bieten diese M√∂glichkeit. Voraussetzungen, Realisierung und Erfolgsaussichten werden in diesem Artikel einer kritischen Pr√ľfung unterzogen.
Eignung von 3-D-HN-Modellen zur hydraulischen Optimierung von Umlenkbecken von Beckenpässen
Julia Gatzweiler, Prof. Dr.-Ing. habil. Boris Lehmann, PD Dr.-Ing. habil. Peter Mewis, Dipl.-Ing. Marq Redeker
Im Zuge der Planung von Fischaufstiegsanlagen m√ľssen an vielen Standorten, beispielsweise aufgrund beengter Platzverh√§ltnisse, Umlenkbecken in die Anlagen integriert werden. Die Hydraulik und resultierende √∂kologische Funktionsf√§higkeit dieser Beckenformen ist bislang nur geringf√ľgig untersucht worden. Mit 3-D-hydronumerischen Modellen k√∂nnen bereits in der Planung von Fischaufstiegsanlagen die Str√∂mungssignatur sowie auftretende Verwirbelungen in den Becken simuliert werden. Die Vorteile und Grenzen derartiger Modelle konnten im Rahmen einer Variantenstudie von drei geplanten Umlenkbecken aufgezeigt werden. Zudem wurde eine neue Beckenform f√ľr Umlenkbecken entwickelt, die in den durchgef√ľhrten Simulationen die eigens festgelegten Passierbarkeitskriterien am besten erf√ľllte.
17. Deutsches Talsperrensymposium 2016
Dr.-Ing. Stephan Heimerl
Am 15. und 16. Juni traf sich in Freiburg im Breisgau die deutsche Talsperrenbranche zum 17. Deutschen Talsperrensymposium. Diese traditionelle, alle drei Jahre stattfindende Veranstaltung mit Vortr√§gen, Fachausstellung und Exkursion veranlasste wieder √ľber 400 Fachleute zur Teilnahme.
Ausr√ľstungen f√ľr den technischen Hochwasserschutz
Dipl.-Ing. Thorsten Neuerer, Dipl.-Ing. Heribert Meyer
Hochwasserr√ľckhaltebecken (HRB) sch√ľtzen vor √úberflutungen bei Starkregen, wobei die Wassermenge f√ľr Unterlieger konstant gedrosselt abgegeben werden muss. Aquatische und terrestrische (√∂kologische) Durchg√§ngigkeit nach DIN 19700 muss ebenfalls gew√§hrleistet sein.
Workshop Hydromorphologie III ‚Äď Erfolgsfaktoren der Gew√§sserentwicklung
Dipl.-Ing. Marq Redeker
15 Jahre nach Einf√ľhrung der WRRL verfehlen die Mehrzahl der Gew√§sser noch immer die gesteckten Umweltziele. Vor diesem Hintergrund fand am 10. und 11. Mai 2016 im Umweltbundesamt in Dessau der dritte Workshop Hydromorphologie zum Thema ‚ÄěErfolgsfaktoren von Gew√§sserentwicklungsma√ünahmen‚Äú statt.
Wasserkraftwerk vereint √Ėkologie mit √Ėkonomie
, Peter Kaiser
An ihrem Wasserkraftwerk Rappenberghalde setzen die Stadtwerke T√ľbingen ein Ausrufezeichen f√ľr den Artenschutz am √Ėkosystem Neckar. Im gr√∂√üten T√ľbinger Wasserkraftwerk, das j√§hrlich bis zu 7 Mio. kWh/a sauberen Strom erzeugt, arbeitet seit dem Jahr 2014 eine hochmoderne Fischabstiegsanlage. Die 700 000 Euro teure Technik funktioniert und erf√ľllt ihren Zweck. Sie ist aber dar√ľber hinaus auch ein gutes Beispiel f√ľr den Einklang von √Ėkologie und √Ėkonomie.
Erfahrungen mit gesch√ľttetem Sohlensubstrat im Doppelschlitzpass Geesthacht
Dr. Ulrich Schwevers, Dipl.-Ing. Thomas Huke
Auf der Basis ethohydraulischer Verhaltensbeobachtungen wurde das Sohlensubstrat des Doppelschlitzpasses am Wehr Geesthacht an der Elbe, anders als sonst nicht unbedingt √ľblich, rein aus gesch√ľttetem Material aufgebaut. Dennoch erwies es sich als lagestabil, so dass hieraus kein erh√∂hter Unterhaltungsaufwand resultiert. Lediglich in Bereichen mit hoher hydraulischer Belastung war es erforderlich, das Substrat durch Gabionen gegen Erosion zu sichern. Dieser Sohlenaufbau beg√ľnstigt den Aufstieg leistungsschwacher, sohlenorientierter Kleinfischarten ebenso wie auch Wirbelloser.
Fischaufstiegsanlagen an historischen Stauanlagen gro√üz√ľgig gestalten
Dipl.-Ing. Detlef Sönnichsen, Hanna Haendel
Historisch begr√ľndete Wanderhindernisse nehmen eine besondere Stellung ein, weil die Staue erhalten werden m√ľssen. Ist die Wasserkraft untergegangen, k√∂nnen diese alten Anlagen v√∂llig neu gestaltet werden und zwar mit dem Ziel einer gr√∂√ütm√∂glichen Wirkung zur Durchg√§ngigkeit. Mittel der Wahl ist eine Umgehung des Staus mit einem neuen Gew√§sser. Dieses wird gro√üz√ľgig beschickt, √∂kologisch sowie naturraumtypisch gestaltet und schlie√ülich auch f√ľr die Menschen der benachbarten Siedlung attraktiv gemacht. Es wird das planerische Vorgehen beschrieben und an vier Projekten verdeutlicht.
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die j√ľngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Ums√§tze werden im Verh√§ltnis 30 zu 70 (70% f√ľr den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...