Heft 11 - 2016


Smart verpackt: Betonverbundrohre f√ľr den Abwasserbereich
Dr.-Ing. Wolfgang Berger, Jörg Anhuth, Dr.-Ing. Ulrich Palzer
Im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickeln mehrere Kooperationspartner eine Technologie zur Herstellung von textilummantelten, erdverlegten, gro√üformatigen Betonrohren f√ľr den Abwasserbereich. Die praktische Umsetzung basiert auf dem Einsatz einer vorkonfektionierten Textilkonstruktion, welche die √§u√üere Stahlarmierung ersetzt. Im favorisierten Technologiekonzept wird analog zum Einbringen von Bewehrungsk√∂rben aus Baustahl w√§hrend der Rohrfertigung die Integration der Textilkonstruktion als stabilisierender Schlauch in der Fertigungsform untersucht.
L√∂sungsans√§tze f√ľr Steilhangquerungen in geschlossenen Bauweisen
Björn de la Motte, Eric Lord
Zur Querung von Hindernissen wie z. B. Gew√§ssern, unwegsamem Gel√§nde oder Naturschutzgebieten werden vermehrt grabenlose Bautechniken angewendet. Besondere Problemstellungen bietet dabei die Verlegung von Leitungen bzw. Kabeln im Bereich von Steilh√§ngen. Anhand von ausgew√§hlten Projektbeispielen werden L√∂sungsans√§tze f√ľr Steilhangquerungen mittels Rohrvortrieb und weiteren grabenlosen Verlegetechniken dargestellt.
Geothermie und die Bewegung auf dem Wärmemarkt
Gregor Dilger
Die Geothermie ist eine, wenn nicht die wichtigste S√§ule der W√§rmewende. Gleichwohl waren die vergangenen Jahre f√ľr erneuerbare Heizsysteme im Allgemeinen und f√ľr Erdw√§rmeheizungen im Speziellen schwierig. Die Gr√ľnde daf√ľr sind vielf√§ltig: Ein wichtiger Faktor liegt in den zwischenzeitlich deutlich gesunkenen Weltmarktpreisen f√ľr √Ėl und Gas. Nun allerdings lassen einige Entwicklungen wieder einen zarten Aufschwung erwarten: Da ist zum einen das deutlich gestiegene Interesse an den Zusch√ľssen des Marktanreizprogramms (MAP) f√ľr Oberfl√§chennahe Geothermieanlagen. Zum anderen nimmt auch die Umsetzung von tiefengeothermischen Bohrarbeiten wieder Fahrt auf.
Kalte Nahw√§rme als Instrument f√ľr die Energiewende ‚Äď ein Projektbericht
Dr. Martin Sabel, Jasmin Herbell, Christoph Knepel
K√ľnftig empfiehlt es sich, den Strom- und W√§rmemarkt nicht mehr voneinander getrennt zu planen, sondern diese verst√§rkt zusammenwachsen zu lassen: Die Energieversorgung kann durch diese Ma√ünahme immer effizienter werden. Zugleich sollten Erneuerbare Energien in Zukunft an die Stelle der klimabelastenden Brennstoffe wie Kohle, √Ėl und Erdgas treten. Ein weiter Weg, mag man meinen. Doch die ersten Schritte in Richtung einer sauberen und effizienten Energieversorgung sind bereits gemacht ‚Äď so u. a. im schw√§bischen Biberach, wo ein Nahw√§rmenetz ein Neubaugebiet mit Energie aus einem Feld mit 200 m tiefen Erdw√§rmesonden versorgt.
Oberfl√§chennahe Geothermie in S√ľdamerika am Beispiel eines Hotelneubaus in Santiago de Chile
Jens-Uwe Pietzsch, Dr. Roland Gaschnitz
Zwei Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen haben es sich auf die Fahnen geschrieben, die Geothermienutzung in Chile zu st√§rken. Doch welche Chancen und Risiken gibt es bei dieser Art des Dienstleistungsexportes und wie lassen sich solche Projekte aus einer Entfernung von 12.000 km umsetzen? Berichtet wird √ľber die Realisierung einer Wasser-Wasser-Geothermieanlage mit rund 300 kW Leistung √ľber f√ľnf bis zu 90 m tiefe Brunnen.
Geotechnische Aspekte einer anspruchsvollen Baugrube in der Hamburger HafenCity
Stefan Reich
Inmitten der Hamburger HafenCity entsteht aktuell ein moderner Geb√§udekomplex mit 18 Ober- und zwei Untergeschossen. Die Baustelle liegt unmittelbar an der Elbe, wobei der Tideeinfluss, m√∂gliche Sturmflutszenarien und die Aufh√∂hung auf ein 3 m h√∂heres Niveau zu ber√ľcksichtigen sind. Wegen anstehender lockerer Auff√ľllungen und tief reichender organischer Weichb√∂den war eine Tiefgr√ľndung des Komplexes auf Pf√§hlen erforderlich. Dar√ľber hinaus wird das Baufeld von einer U-Bahn-Trasse durchschnitten, die ihrerzeit in offener Bauweise hergestellt wurde. Nachfolgend werden die geotechnisch anspruchsvollen Aspekte bei der Planung und Ausf√ľhrung der Baugrube und Gr√ľndungsarbeiten betrachtet sowie die baubegleitenden geostatischen Berechnungen und Sicherungen erl√§utert.
Geothermie und Brunnenbau werden europ√§isch ‚Äď Hintergr√ľnde und Fakten zur Gr√ľndung des CEN TC 451
Aharon Weiß, Dipl.-Ing. Volker Meyer
Normungsarbeit hat l√§ngst eine europ√§ische Dimension: Seit der Gr√ľndung eines neuen CEN TC ‚ÄěGeothermal and water boreholes‚Äú, die auf eine franz√∂sische Initiative hin erfolgte, sind die f√ľhrenden Verb√§nde der Wasserwirtschaft, der Geothermie, des Brunnenbaus sowie der produktherstellenden Industrie in Deutschland dazu aufgerufen, die technischen Regeln auf europ√§ischer Ebene zu gestalten. Der nachfolgende Beitrag skizziert die aktuellen Entwicklungen im europ√§ischen Normungsprozess.
Hochleistungsf√§hige Geothermiebrunnen f√ľr den W√§rme-/K√§lteverbund Aarau
Dipl.-Ing. Henning Thormann, Michael Kunz
Im Rahmen des Wärme-/Kälteverbunds der Stadt Aarau in der Schweiz sind im Herbst 2016 drei der landesweit leistungsfähigsten Vertikalfilterbrunnen errichtet worden. Die theoretische Kapazität pro Brunnen beträgt rund 10.000 l/min. Um diese großen Kapazitäten im gut durchlässigen Kies zu erreichen, wurden drei Bohrungen von 1.500 mm Durchmesser durch eine Spezialfirma aus Deutschland mittels Greifer im Kies bis auf den Molassefels abgeteuft.
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