Heft 10 - 2016


Erdgasversorgung im Lausitzer Revier: Neubau zweier Ferngasleitungen
Dr. Ralf Borschinsky
Um die Energie-Infrastruktur in der Lausitz weiter zu verbessern und zukunftsfähig zu gestalten, baute die ONTRAS Gastransport GmbH seit Mitte Oktober 2015 zwei neue Ferngasleitungen. Die jeweils rund 35 km langen und parallel verlaufenden Leitungen ersetzen vorhandene Leitungstrassen, die durch mittlerweile gesperrte Kippengebiete ehemaliger Braunkohletagebaue verlaufen. Nach elf Monaten Bauzeit wurden die beiden Ferngasleitungen im September 2016 in Betrieb genommen.
Erdw√§rmesonden ‚Äď Temperaturentwicklung im Sondennahbereich
Patrik Buhmann, Prof. Dr. Christian Moormann, Simon Kleinknecht, Dr. Jürgen Braun
Im Rahmen eines durch das Land Baden-W√ľrttemberg gef√∂rderten Forschungsprojektes wurde auf der Basis eines gro√üskaligen Versuchsstandes die hydraulischthermisch-mechanische Interaktion zwischen einer Erdw√§rmesonde und dem umgebenden Mehrphasenmedium Boden experimentell und numerisch untersucht. Hierzu wurde eine Erdw√§rmesonde mit Temperatursensoren innerhalb des Verf√ľllbaustoffes ausger√ľstet, in den Gro√übeh√§lter der Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS) der Universit√§t Stuttgart eingebaut und das Nahfeld der Sonde mit weiteren Temperatursensoren versehen.
Trinkwasserversorgung Coburg - Planvolle Brunnensanierung am Beispiel des Tiefbrunnens II
Dipl.-Geol. Andreas Gartiser, J√ľrgen Zimmerlein
Die S√úC Energie und H2O GmbH betreibt in zwei Gewinnungsgebieten insgesamt 14 Tiefbrunnen mit Erschlie√üungsteufen von bis zu 140 m und einer Gesamtf√∂rderleistung von 3,1 Mio. m¬≥ Grundwasser. Die Brunnen wurden im Zeitraum zwischen 1936 und 1981 errichtet und erschlie√üen den ergiebigen Kluftgrundwasserleiter Unterer/Mittlerer Buntsandstein. Seit rund 15 Jahren werden im Zuge von Pumpenwechseln systematisch technische und hydrogeologische Zustandsfeststellungen an den Brunnen durchgef√ľhrt. Ergeben sich bei den Auswertungen bauliche M√§ngel, wird f√ľr den betreffenden Brunnen ein Sanierungskonzept erarbeitet. Anschlie√üend werden die Kosten ermittelt und diese in den n√§chsten Haushalt eingestellt. Die eigentlichen Bauma√ünahmen erfolgen nach Freigabe der Haushaltsmittel und konnten bisher geordnet, planvoll und somit kostensparend umgesetzt werden. Die Zusammenarbeit von Wasserversorger, Bohrfirma und hydrogeologisch betreuendem B√ľro folgt einer fachlichen Routine, die am Praxisbeispiel des Tiefbrunnens II im Gewinnungsgebiet M√∂nchr√∂den erl√§utert wird.
Netzpumpen: Vom Arbeits- zum Rassepferd
Thomas Gierlich
Ein erheblicher Teil des Energieaufwands eines Wasserwerks entf√§llt auf die Netzpumpen, die das Trinkwasser ins Rohrnetz f√∂rdern. Bei diesen handelt es sich in vielen F√§llen um sogenannte Normpumpen. Obwohl der Begriff dies suggeriert, gibt es bei dieser Pumpenart trotz der zu beachtenden Standards gro√üe Unterschiede ‚Äď in der Qualit√§t ebenso wie in den verf√ľgbaren Funktionalit√§ten. Dabei ist nicht zuletzt die Energieeffizienz ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal.
Ursachen mikrobiologischer Befunde im Trinkwasser interpretieren und identifizieren
Dr. rer. nat. Andreas Korth, Dr. rer. nat. Heike Petzoldt, Dr.-Ing. Burkhard Wricke
Im Ergebnis mehrerer vom DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW)bearbeiteter DVGW-Forschungsprojekte sowie durch Untersuchungen bei Wasserversorungsunternehmen wurden sowohl neue Prozessvorstellungen zum Verhalten von hygienisch relevanten Bakterien im Trinkwasser als auch Ansätze zum Auffinden der Befundursache entwickelt. Im vorliegenden Beitrag werden neuere Kenntnisse zu coliformen Bakterien, Enterokokken und Pseudomonas aeruginosa zusammengefasst sowie innovative Ansätze zur Identifizierung von Kontaminationspunkten dargestellt.
Robustheitsanalyse zur modellgest√ľtzten Leckageeingrenzung und optimale Messstellenplatzierung f√ľr Fernw√§rmenetze
Dennis Pierl, Prof. Dr.-Ing. Kai Michels, Dr. Bernd R√ľger
Die fr√ľhzeitige und zuverl√§ssige Erkennung und Eingrenzung von Leckagen in Fernw√§rmenetzen ist ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit. Ein neuer L√∂sungsansatz soll Leckagen anhand vorhandener Messstellen modellgest√ľtzt detektieren und orten bzw. eingrenzen. Vor der Anwendung wird das zu √ľberwachende Fernw√§rmenetz auf Eignung hinsichtlich dieses Verfahrens gepr√ľft. Falls notwendig, werden sinnvolle Messstellenerweiterungen am Netz vorgeschlagen.
Spurenstoffentfernung in Berlin ‚Äď Verfahrensoptionen im urbanen Wasserkreislauf
Dr. Alexander Sperlich, Regina Gnirß
Wie anthropogene Spurenstoffe am effizientesten aus dem Wasserkreislauf entfernt werden k√∂nnen, ist ein nicht nur in Berlin kontrovers diskutiertes Thema. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB ) haben gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft verschiedene Verfahrensoptionen zur Spurenstoffentfernung untersucht und gepr√ľft, wie sich diese im gro√ütechnischen Ma√üstab umsetzen lassen.
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