Heft 05 - 2015


Drei auf einen Streich ‚Äď Einf√ľhrung eines integrierten Managementsystems
Sebastian Hahn, Ralf M. Schmidt
DIN EN ISO 9001, SCC, DVGW W 120 ... Die regulatorischen Anforderungen und Erwartungen der Auftraggeber an die Qualifikation ihrer Auftragnehmer steigen auch in der Bohrbranche unaufhaltsam an. Aus diesem Grund hat die Firma H. Anger‚Äôs S√∂hne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurb√ľro Hahn ein integriertes Managementsystem eingef√ľhrt. Dieses soll im nachfolgenden Beitrag in seinen Grundz√ľgen erl√§utert werden.
PA 12 ‚Äď ein Hochleistungskunststoff in der √Ėl- und Gasindustrie
Dipl.-Ing. Markus Hartmann, Jan Berger, Dr.-Ing. Daniel Demicoli, Jochen Fritz
Hohe Temperaturen, extreme Witterungsverh√§ltnisse, Direktkontakt zu Kohlenwasserstoffen: Diesen Herausforderungen stellt sich der Hochleistungskunststoff Polyamid 12 (PA 12) t√§glich. Schon seit √ľber 50 Jahren wird PA 12 f√ľr Kraftstoffleitungen im Automobilbau eingesetzt. Und auch in der √Ėl- und Gasindustrie haben die ersten Versuche mit dem Werkstoff bereits vor mehr als zehn Jahren begonnen. Inzwischen sind mehr als 1.000 km flexible Pipes mit PA 12 in der Erd√∂lf√∂rderung im Einsatz, zahlreiche Gasleitungen weltweit erfolgreich in Betrieb und diverse Stahlleitungen mit PA 12-Umh√ľllung grabenlos verlegt worden.
Sicherheit bei Bau und Trassierung von Hochdruckleitungen
Ulrich Hoffmann, Dipl.-Ing. Jörg Himmerich
Ein zunehmendes Sicherheitsbed√ľrfnis in der Bev√∂lkerung f√ľhrt h√§ufiger zu kritischem Verhalten gegen√ľber Trassenwahl und Bau von Strom- und Gashochdruckleitungen. Der Beschluss des OVG L√ľneburg, zwischen der Trasse einer Gashochdruckleitung und der Bebauung einen Sicherheitsabstand von 350 m vorzusehen, ist zwar keine allgemein rechtsg√ľltige Vorgabe, hat die Diskussion aber weiter befeuert.
KonStGas ‚Äď Konvergenz der Strom- und Gasnetze
M. Eng. Jens H√ľttenrauch, Dipl.-Ing. (FH) Gert M√ľller-Syring, Prof. Dr.-Ing. Hartmut Krause
Damit das Stromnetz auch in Zukunft sicher und zuverl√§ssig betrieben werden kann, m√ľssen leistungsf√§hige, effiziente und kosteng√ľnstige Speicherm√∂glichkeiten entwickelt werden. Entsprechende Forschungsvorhaben werden seit einigen Jahren von mehreren Bundesministerien im Rahmen der ‚ÄěF√∂rderinitiative Energiespeicher‚Äú unterst√ľtzt. Unter den gef√∂rderten Vorhaben befindet sich auch das Projekt KonStGas: Basierend auf Modellierungen und Analysen des gesamten Energieversorgungssystems wird dabei untersucht, welche Potenziale die Kopplung von Strom- und Gasnetzen in ihrer Funktion als Energiespeicher und -verteiler bieten kann.
360 Meter grabenlose Kanalsanierung unterhalb der Promenade in Ansbach
Jochen Kuhn
Im Zentrum der fr√§nkischen Stadt Ansbach werden von Juni 2011 bis 2016 umfangreiche ober- und unterirdische Bauarbeiten an der Promenade realisiert. Die Prachtstra√üe der 40.000 Einwohner z√§hlenden Stadt ist gepr√§gt durch denkmalgesch√ľtzte Geb√§ude, die sich auf Schwemmlandgebiet befinden. Ein Teilprojekt dieser Gro√übaustelle ist die grabenlose Sanierung eines rund 90 Jahre alten, korrodierten Mischwassersammlers auf einer L√§nge von insgesamt 360 m.
Risikominimierung bei der Sanierung von Tiefbrunnen im Festgestein
Dr. Hansj√∂rg M√ľnch
Die Sanierung von Tiefbrunnen ist oft mit hohen technischen und wirtschaftlichen Risiken verbunden, die auf ungen√ľgende Dokumentationen, versteckte Baufehler, aber auch geohydrologische Probleme zur√ľckzuf√ľhren sind. Diese Unw√§gbarkeiten m√ľssen bereits bei der Entscheidung ‚ÄěNeubau‚Äú vs. ‚ÄěSanierung‚Äú ber√ľcksichtigt werden. W√§hrend der Sanierungsma√ünahme selbst ist eine enge Abstimmung zwischen Bauherren, Ingenieurb√ľro und Bohrunternehmen wichtigste Voraussetzung, um flexibel auf unerwartete Verh√§ltnisse reagieren zu k√∂nnen und unn√∂tigen wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Erl√§utert wird dies am Beispiel der Sanierung eines Tiefbrunnens im nordhessischen Muschelkalkgebiet.
Hochwasserschutz und landwirtschaftliche Bewässerung im Einklang
Bryan Orchard, Christoph P. Pauly
Die kanadische Stadt Richmond in der Provinz British Columbia umfasst rund 129 km¬≤ und erstreckt sich √ľber 15 Inseln in der Deltam√ľndung des Flusses Fraser. Aufgrund der jahresdurchschnittlichen H√∂henschwankungen des Gew√§ssers sind √úberflutungen seit Langem ein gro√ües Problem in der Region. Im Laufe der letzten Jahre wurden viele Bereiche der Stadt im Rahmen von Neubauprogrammen √ľber das √úberschwemmungsniveau angehoben. Mithilfe von Deichen und Pumpstationen konnten so in den letzten 60 Jahren gr√∂√üere √úberflutungen erfolgreich verhindert werden.
Abdichtung von Erdwärmesonden: Problemstellung und Lösungsansätze
Professor Dr. habil. Christoph Treskatis
Jede Bohrung erzeugt eine vertikale Wegsamkeit im Untergrund, die in dieser Art in der Natur nicht vorkommt. Neben Bohrungen f√ľr die Grundwassernutzung werden in Deutschland zahlreiche Bohraufschl√ľsse zur Baugrunderkundung und Nutzung der oberfl√§chennahen Geothermie ausgef√ľhrt. Diese Eingriffe sind aus Sicht des Grundwasserschutzes ein Gef√§hrdungspotenzial, wenn die Bohrungen nicht ordnungsgem√§√ü abgedichtet bzw. r√ľckgebaut werden. Diskutiert werden die Problemstellung und Zielsetzungen, die die technischen Anforderungen an eine sichere Abdichtung von Erdw√§rmesonden in der ges√§ttigten und unges√§ttigten Zone √ľber dem Grundwasserraum definieren.
Kombinierte Ultraschall-Risspr√ľfung in Offshore-Pipelines mittels Kabelmolch
Herbert Willems, Guus Wieme, Hans Petter Bj√łrgen
Vorgestellt wird ein neu entwickeltes Ultraschall-Pr√ľfsystem (Kabelmolch) zur Risspr√ľfung in Offshore-Pipelines. Das eingesetzte Verfahren ist ein Kombinationsverfahren, bei dem eine Impuls-Echo-Einheit zur schnellen Detektion von Rissen (Screening) und eine TOFD-Einheit zur genauen Vermessung gefundener Rissanzeigen eingesetzt werden. Das Pr√ľfsystem wurde mittels aufwendiger Blindtests an realen Rissen validiert und inzwischen erfolgreich in einer Offshore-Leitung eingesetzt.
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