Wasserwirtschaft 03/2014


Untertorwechsel an Deutschlands höchsten Schleusenkammern
Dipl.-Ing. (FH) Michael Beiler
Planung, Herstellung und Lieferung von vier Untertoren am Main-Donau-Kanal inklusive der Demontage der alten, im Bestand eingebauten und Montage der neuen Tore innerhalb einer dreiw√∂chigen Schifffahrtssperre sowie die planm√§√üige Entsorgung der mit polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und mit Asbest kontaminierten Stahlbauteile‚Ķso lautete die Aufgabenstellung im Jahre 2010 f√ľr den ausf√ľhrenden Lieferanten. Als Zeitrahmen von der Auftragsvergabe bis hin zur erfolgreichen Bauwerks√ľbergabe waren nicht einmal zehn Monate vorgegeben.
Anregungen zur Qualitätssicherung in der 3-D-numerischen Modellierung mit FLOW-3D
Dipl.-Ing. Dr. Roman Gabl, Dr. Bernhard Gems, Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Aufleger, Dr. Giovanni De Cesare
FLOW-3D ist eine leistungsf√§hige 3-D-numerische Str√∂mungssimulationssoftware f√ľr Frei¬¨spiegelabfl√ľsse. Das strukturierte und entlang der Koordinatenachsen ausgerichtete Berechnungsnetz stellt eine Besonderheit der Software dar. Dadurch ergeben sich zus√§tzliche Frei¬¨heiten, wie die Implementierung von bewegten Objekten oder die vereinfachte Variationsuntersuchung von Einbauten. Im Hinblick auf die Qualit√§tssicherung muss die Adaptierung der Geometrie an das Berechnungsnetz im Detail kontrolliert werden. Dies und weitere Modellierungsaspekte werden in diesem Beitrag behandelt.
Bewusstsein und Bildung f√ľr den Neckar und seine Renaturierung ‚Äď Herausforderungen und Aufgaben f√ľr die Umweltbildung
Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Claus-Peter Hutter
Der Mensch kann nur das sch√ľtzen, was er kennt und sch√§tzt. Angesichts der Wissenserosion in Sachen Natur kann der Schutz unserer Gew√§sser nur durch eine breite Bildung f√ľr eine nachhaltige Entwicklung auch im Bereich Gew√§sserwissen gelingen. Gerade am Neckar, im Spannungsfeld von Natur und Kultur, von Landschaft und Wirtschaft, gilt es durch entsprechende Umweltbildungsinitiativen, die Bereitschaft der B√ľrgerinnen und B√ľrger zu st√§rken, sich aktiv f√ľr gr√ľne Infrastruktur einzusetzen. Durch eine Vielzahl von Initiativen und Projekten entstand am gesamten 367 km langen Flusslauf des Neckars ein regelrechter Wettbewerb um gute Ideen und Konzepte. Die Umweltakademie Baden-W√ľrttemberg hat schon fr√ľhzeitig verschiedene Initiativen zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung gestartet, um die Neckar-Natur den Menschen zu vermitteln. Den stark ver√§nderten, ab dem Mittellauf kanalisierten Fluss aufwerten und dort auch neue Naherholungsgebiete zu schaffen, sind wichtige gesellschaftliche Aufgaben. Noch warten viele Standorte darauf, dass am Neckar wieder sein lebendiges gr√ľnes Band in Form von Auw√§ldern, Altw√§ssern und anderen Refugien neu entstehen kann.
Geomorphologische Einheiten und Terrassenfolgen in unterschiedlichen Bereichen Deutschlands
Dr. Peter Janetzko
In der Geologie wird im Normalfall der Aufbau der Erde von unten (alt) nach oben (jung) be¬¨trachtet. Tektonisch verursachte Schichtverstellungen, wie liegende Faltenstrukturen (√ľber¬¨kippte S√§ttel) oder Bruchstrukturen mit √úberschiebungen von j√ľngeren durch √§ltere Schich¬¨ten, bilden die Ausnahme. Wenn hingegen ein geologisches ‚ÄěNormalprofil‚Äú durch ein Ein¬¨schneiden von T√§lern unterschiedlichen Alters √ľberpr√§gt wird, gilt eine umgekehrte Abfolge. Die √§ltesten Zeugen eines solchen Talsystems finden sich an dessen Oberkante, die j√ľngsten an dessen tiefster Stelle (Talsohle). Dieses Prinzip gilt weltweit und kann z. B. in Mitteleuropa, einem Raum mit ziemlich ausgeglichenem, ozeanischem bis subkontintalem Klima f√ľr erste Erkenntnisse mit landschaftsplanerischer Zielsetzung bei der Herstellung von Bodenkarten (BK) mittlerer bis kleinerer Ma√üst√§be dienen. Die Kartiergrenzen einer BK sind n√§mlich vom Bodenausgangsgestein und der einen Bodentyp charakterisierenden Pflanzengesellschaft (klimaphytomorphe Bodenzonen) abh√§ngig.
Untersuchungen zum Erhalt des FFH-Lebensraumtyps 6 510 ‚ÄěMagere Flachlandm√§hwiesen‚Äú im Naturpark Dr√∂mling
Dipl.-Ing. agr. Stefan Schob, Dr. Sabine Bernsdorf, Prof. Dr. Ralph Meißner, Dr. Holger Rupp, Fred Braumann
Im Naturpark Dr√∂mling (Sachsen-Anhalt) ergab sich aus dem Verschlechterungsverbot des FFH-Lebensraumtyps (LRT) 6 510 ‚ÄěMagere Flachlandm√§hwiesen‚Äú und der durchgef√ľhrten Wiedervern√§ssung zum Erhalt des f√ľr ein Niedermoor typischen Torfk√∂rpers ein Zielkon_ ikt. Dieser bestand darin, dass es durch Wiedervern√§ssungsma√ünahmen zu einem irreversiblen Verlust der sich dort w√§hrend der Entw√§sserungsperiode etablierten ‚ÄěMageren Flachlandm√§hwiesen‚Äú kommen kann. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wird auf zwei Standorten im Dr√∂mling modellhaft untersucht, ob der Erhalt des LRT 6 510 trotz Einleitung von Renaturierungsma√ünamen in Form einer Wiedervern√§ssung m√∂glich ist. Es wurden auf einem Referenz- (A) und einem wiedervern√§ssten Standort (B) die Makron√§hrstoffe in den B√∂den und die dort aufgewachsene pflanzliche Biomasse analysiert. Begleitend wurden die nach FFH-Richtlinie vorgesehenen Vegetationskartierungen durchgef√ľhrt. Die Entwicklung der Vegetation und der dadurch bedingte Erhaltungszustand dieses Lebensraumtyps wurden im Hinblick auf die im Versuchszeitraum erhobenen N√§hrstoffverh√§ltnisse unter differenzierten hydrologischen Bedingungen ausgewertet. Es wurde festgestellt, dass die N√§hrstoffe Phosphor und Kalium im Minimum vorlagen und eine abnehmende Tendenz im Versuchsverlauf aufwiesen. Zum Erhalt des LRT 6 510 sind diese Elemente jedoch essentiell; Phosphor und Kalium m√ľssen deshalb dem Boden in Form von Minerald√ľnger auf der Grundlage des Pflanzenentzuges wieder zugef√ľhrt werden. Nach dem gegenw√§rtigen Forschungsstand ist auf wiedervern√§ssten Standorten der LRT 6 510 langfristig nicht zu erhalten. Es ist mit einer Umschichtung der Vegetation zu einer Flutrasengesellschaft zu rechnen.
Funktionssicherheit von stahlwasserbaulichen Verschl√ľssen
Prof. Dr.-Ing. habil. Reinhard Pohl
Obgleich die Funktionssicherheit von Verschl√ľssen im Wasserbau sicherheitsrelevant ist, liegen dar√ľber kaum Daten vor. Um eine diesbez√ľgliche bessere Einsch√§tzung vornehmen und gleichzeitig die Entwicklung in der letzten Dekade beurteilen zu k√∂nnen, wurde eine Umfrage vornehmlich unter Stauanlagenbetreibern vorgenommen. Die aktuellen Ergebnisse im Vergleich zu einer fr√ľheren Untersuchung werden vorgestellt.
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