Wasserwirtschaft 03/2013


Lenkungswirkung der Erneuerbare-Energien-Gesetze (EEG 2004 und 2009) f√ľr die √∂kologische Modernisierung von Wasserkraftanlagen ‚Äď Ergebnisse einer Umfrage
Dipl.-Phys. Pia Anderer, Stephan Naumann
In Deutschland besteht kein einheitliches Kataster, das Auskunft √ľber die Ausstattung von Wasserkraftanlagen mit Anlagen oder Auflagen zur Minderung der Umweltwirkungen auf den Gew√§sserzustand gibt. Mit Unterst√ľtzung der Wasserkraftbetreiber konnte erstmalig ein Einblick in die Lenkwirkung der Erneuerbare-Energien-Gesetze (EEG) und in das bestehende √∂kologische Modernisierungspotenzial der Wasserkraftanlagen in Deutschland gewonnen werden. Die im Rahmen der F√∂rderung durch das EEG 2004 und 2009 durchgef√ľhrten Ma√ünahmen an Wasserkraftanlagen konzentrieren sich auf die Gew√§hrleistung des Mindestabflusses und der Durchg√§ngigkeit. Dieser Ma√ünahmenschwerpunkt deckt sich mit dem wasserwirtschaftlichen Erfordernis f√ľr die Zielerreichung der Wasserrahmenrichtlinie in diesem Eingriffsbereich.
Ride the Tide ‚Äď Tidenturbinenforschung an der TU Berlin
M. Sc. Angela Bauer, Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen
Neben den bekannten Technologien zur Energiegewinnung mittels der Wasser-, Solar- oder Windkraft, besteht auch die Möglichkeit zur Nutzung von Gezeitenströmungen durch sogenannte Tidenturbinen. An diese Anlagen werden besondere Anforderungen gestellt, insbesondere im Hinblick auf ihre Strömungsmechanik und Strukturdynamik. Daher werden an Technischen Universität (TU) Berlin unterschiedliche, interdisziplinäre Auslegungs- und Theorieansätze im Rahmen eines Forschungsvorhabens diskutiert und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf Tidenturbinen untersucht.
Potenzialstudie f√ľr Pumpspeicherkraftwerke in Baden-W√ľrttemberg
Dipl.-Ing. Claudia Berger, Nikolaus Sauer, Dipl.-Ing. Robert Achatz
Damit Strom aus erneuerbaren Energien und dabei zunehmend aus fluktuierenden Erzeugungsarten, wie Wind oder Sonne, den bislang zumeist in Kern- oder Kohlekraftwerken erzeugten Strom zu einem Großteil ablösen kann, muss dieser in Zeiten geringer Nachfrage gespeichert werden. In Zeiten hoher Nachfrage kann der gespeicherte Strom wieder zielgerichtet abgegeben werden. Dies kann weltweit bislang nur eine Technik wirtschaftlich und großtechnisch meistern: Pumpspeicherkraftwerke. Sie wirken im Stromnetz wie große Batterien und können zur Sicherung der Netzstabilität eingesetzt werden.
Ergebnisse des Workshops ‚ÄěNeue Strategien zur Renaturierung von Flie√ügew√§ssern‚Äú
Daniel Hering, Andreas Hoffmann, Dr. Matthias Brunke
Die umfangreichen Ergebnisse des Workshops sind in einem Bericht zusammengefasst (workshop2012.fliessgew√§sserrenaturierung.de). Im Bericht sind neben den hier gek√ľrzt wiedergegebenen Eckpunkten auch die einzelnen Diskussionsergebnisse der drei Arbeitsgruppen aufgef√ľhrt. Diese beziehen sich unter anderem auf die hydromorphologische Ma√ünahmenwirksamkeit, das Monitoring und Erfolgskontrollen, die Rolle der stofflichen Belastung sowie des Wiederbesiedlungspotenzials, Priorisierung von Gew√§ssern, Hindernisse in der praktischen Umsetzung und Strategien zum Interessenausgleich bei Konflikten.
Landschaftsentwicklung, eine Grundlage f√ľr Landesaufnahme und Landesplanung
Dr. Peter Janetzko
Bei dem Versuch, f√ľr die Bodenkartierung im Gel√§nde nachvollziehbare Grenzen zu finden, wurden Geomorphe Einheiten (GME) f√ľr den glazi√§r (eiszeitlich) beeinflussten norddeutschen Raum kreiert. Dabei wurden immer Bodengesellschaften, z. B. an der Schnittstelle Parameter- und Landschaftsmodul, haupts√§chlich f√ľr mittlere Kartenma√üst√§be angesprochen. In der vorliegenden Arbeit geht es jedoch mehr um eine Ableitung von Geologischen Karten (GK) aus GME oder umgekehrt (Disaggregierung bzw. Aggregierung, weiter differenzierend bzw. zusammenfassend). Das wird an zwei Beispielen aus Schleswig-Holstein mit einer substratm√§√üig vielf√§ltig ausgestatteten Jungmor√§nenlandschaft und Niedersachsen mit der Differenzierung eines scheinbar monotonen Sandpaketes der Geestlandschaft dargestellt.
Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in der internationalen Flussgebietseinheit Oder
Dr.-Ing. Ryszard Kosierb, Dipl.-Ing. Piotr Baranski
Die Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie erm√∂glicht, dass in allen EU-Mitgliedstaaten gleichzeitig die Bewertung der Hochwassergefahr und des Hochwasserrisikos ordnungsgem√§√ü durchgef√ľhrt wird. Im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung (IKSO) erfolgt diese Zusammenarbeit im Odereinzugsgebiet zwischen Polen, Tschechischer Republik und Deutschland. Als Ergebnis dieser Arbeiten werden anschlie√üend Hochwasserrisikomanagementpl√§ne erarbeitet und diese sollen negative hochwasserbedingte Folgen f√ľr die Menschen, das Kulturerbe, die Umwelt und wirtschaftliche T√§tigkeiten verringern.
Modellierung der Sickerwasserströmungen an Gewichtsstaumauern am Beispiel der Schwarza-Talsperre
M. Eng. Lars Rupp, Prof. Dr.-Ing. Olaf Niekamp, Dipl.-Ing. Tobias Gebler
Die Sickerstr√∂mung in Staumauern hat einen wesentlichen Einfluss auf die Tragsicherheit der Absperrbauwerke. Auf der einen Seite kann diese zu einem Materialaustrag f√ľhren, der langfristig eine Querschnittschw√§chung bewirkt. Anderseits spielen die aus der Unter- bzw. Durchstr√∂mung resultierenden Auftriebs- und Str√∂mungskr√§fte hinsichtlich der Standsicherheit eine gro√üe Rolle. Um den Einfluss der resultierenden Kr√§fte aus der Sickerstr√∂mung auf die Verformungs- und Spannungsverteilung von Staumauern zu analysieren, kann die Finite-Element-Software ANSYS mit der Analogie zu station√§ren Temperaturfeldberechnungen verwendet werden. Im Rahmen einer Master-Thesis wurden verschiedenen Berechnungsvarianten beispielhaft f√ľr die Schwarza-Talsperre durchgef√ľhrt.
Modernisierung des Prozessleitsystems der Berliner Wasserversorgung
Sven Thöming
Das Projekt LSW II gew√§hrleistet f√ľr die Zukunft die Investitionssicherheit im Bereich der Automatisierungs- und Datentechnik bei den Berliner Wasserbetrieben. Durch eine konsequente Verwendung von weit verbreiteter Standardsoft- und -hardware von international aufgestellten Unternehmen wird eine gr√∂√ütm√∂gliche Herstellerunabh√§ngigkeit der Berliner Wasserbetriebe im Technologiebereich erm√∂glicht. Die hohe Verf√ľgbarkeit der Automatisierungstechnik sowie aller Prozessdaten, Betriebsmeldungen und Alarme waren ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Projektes. Erm√∂glicht wurde dies durch die redundante Auslegung aller Ebenen von der Netzwerktechnik, der Visualisierung bis hin zur zentralen Datenerfassung.
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