Wasserwirtschaft 1-2/2013


Kann die Wasserwirtschaft die ‚Äěwichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen‚Äú l√∂sen?
Dipl. Geogr. Frauke Bathe, Dr. Bernd Klauer, Dr. Johannes Schiller
Zur Vorbereitung des zweiten Bewirtschaftungszyklus der EG-Wasserrahmenrichtlinie m√ľssen die Mitgliedstaaten 2013 die ‚ÄěWichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen" der √Ėffentlichkeit vorlegen. Eine Auswertung der entsprechenden Angaben aus dem ersten Zyklus identifiziert die intersektorale Koordinierung als zentrale Herausforderung bei der Erreichung der Richtlinienziele und entwickelt eine Methodik zur Ableitung der wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen, die diese Herausforderung ber√ľcksichtigt.
Die Interkalibrierung nach EG-Wasserrahmenrichtlinie ‚Äď Neue Ergebnisse und Res√ľmee
Dr. Sebastian Birk, Dipl.-Biol. Eva Bellack, Priv. Doz. Dr. rer. nat. J√ľrgen B√∂hmer, Dr. Ute Mischke, Dr. Jochen Schaumburg
Die unterschiedliche Bewertung des √∂kologischen Zustands nach EG-Wasserrahmenrichtlinie durch die Mitgliedstaaten wurde in der sogenannten Interkalibrierung harmonisiert. Ein f√ľr die zweite Phase (2008 bis 2011) revidierter Leitfaden vereinheitlichte Ablauf und Kriterien der Interkalibrierung zwischen den verschiedenen Biokomponenten und Gew√§sserkategorien. Nahezu alle deutschen Bewertungsverfahren konnten erfolgreich interkalibriert werden. Der Prozess f√∂rderte den internationalen Fachaustausch und schaffte einheitliche √∂kologische Standards in der europ√§ischen Gew√§sserbewirtschaftung.
Erhöhung der Standsicherheit des Stauwehrs Dogern der Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG mit Vorspannankern
Dipl.-Ing., Dipl. Wirtsch.-Ing. Hans-Jörg Durst, Dipl.-Bauing. Othmar Brumann, Dipl.-Ing. Peter Grohmann, Dipl.-Bauing. (FH) Markus Halter, Dipl.-Ing Peter Kesselring
Das aus dem Jahr 1932 stammende Stauwehr Dogern erf√ľllte nicht mehr die Stabilit√§tskriterien der aktuellen Schweizer Normen. Um die Sicherheit gegen Gleiten zu erh√∂hen, wurden 10 bis 11 Litzenanker je Pfeiler eingebaut. Die in der Schweiz hergestellten Anker haben einen doppelten Korrosionsschutz (elektrisch isoliert) und waren mit einer Gesamtl√§nge von 72 m ungew√∂hnlich lang. Ein umfangreiches Qualit√§tssicherungsprogramm war erforderlich, um sicherzustellen, dass alle Anker die hohen Qualit√§tsanspr√ľche erf√ľllen.
20 Jahre Main-Donau-Kanal ‚Äď Eine Vision hat Geburtstag
Heike Große-Erdmann
Am 25. September 1992 wurde der Main-Donau-Kanal offiziell er√∂ffnet und feierte somit im Jahr 2012 sein 20-j√§hriges Jubil√§um. Der damals viel diskutierte, teilweise umstrittene Kanalbau war f√ľr die Einen eine Vision, f√ľr die Anderen eine Utopie. Zu Ehren fand am 25. September 2012 eine Presse-Schifffahrt mit geladenen G√§sten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft statt.
Hydraulische Untersuchungen zum Bau einer Fischaufstiegsanlage in Lauffen am Neckar
Prof. Dr.-Ing. Christoph Heinzelmann, Dr. sc. tech. Roman Weichert, Dipl.-Met. Stefanie Wassermann
Als technisch-wissenschaftlicher Dienstleister f√ľr die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ber√§t die Bundesanstalt f√ľr Wasserbau (BAW) die WSV-Dienststellen auch in Fragen der Fischdurchg√§ngigkeit an Bundeswasserstra√üen. Dabei konzentrieren sich die Untersuchungen der BAW auf die hydraulischen und wasserbaulichen Aspekte. In diesem Beitrag wird √ľber die laufenden Untersuchungen zum Bau einer Fischaufstiegsanlage an der Neckarstaustufe Lauffen berichtet. Zum Einsatz kommen Naturuntersuchungen sowie physikalische und numerische Modellsimulationen.
Ein Beitrag zur Druckstoßberechnung von Pumpspeicheranlagen
Dipl.-Ing. Stefan Höller,
Der Betrieb von Pumpspeicheranlagen f√ľhrt zwangsweise zu hochgradig instation√§ren Str√∂mungsvorg√§ngen im Triebwasserweg einer Hochdruckwasserkraftanlage. Das Verlangen nach einem flexiblen Kraftwerksbetrieb mit m√∂glichst kurzen Schaltzeiten von z. B. Pump- in Turbinenbetrieb setzt eine zuverl√§ssige Vorausberechnung des transienten Str√∂mungsverhaltens voraus. Mit Hilfe numerischer Simulationsmethoden k√∂nnen die dabei auftretenden Druckst√∂√üe und Massenschwingungen berechnet werden, um in weiterer Folge optimiert zu werden. Dazu m√ľssen die relevanten Anlagenkomponenten, wie Wasserschloss, hydraulische Maschine oder Absperrorgane, m√∂glichst genau modelliert werden. Da in kommerziell verf√ľgbarer Drucksto√überechnungssoftware diese Komponenten nicht oder eventuell nur mangelhaft vorhanden sind, m√ľssen geeignete Simulationsmodelle selbst entwickelt werden, um das transiente Verhalten von Pumpspeicheranlagen berechnen zu k√∂nnen. In diesem Beitrag wird die Vorgehensweise bei der Entwicklung von Simulationsmodellen am Beispiel einer Pumpturbine geschildert. Mittels geeigneter Vergleichsrechnungen werden die Berechnungsergebnisse mit dem Software-Paket Flowmaster inklusive eigener, bereits zuvor validierter Adaptionen verifiziert.
Wasserkraft und Wasserrahmenrichtlinie ‚Äď eine Flussgebietsstrategie
Dipl.-Ing. Rita Keuneke, Dipl.-Ing. Ulrich Dumont
Die Nutzung der erneuerbaren Energiequelle Wasserkraft hat negative Auswirkungen auf die Gewässerökologie, insbesondere auf die Durchgängigkeit der Gewässer. Die Förderung der Stromerzeugung aus diesen Energiequellen wird daher im Widerspruch zu den auf den Gewässerschutz ausgerichteten Zielen der EG-Wasserrahmenrichtlinie gesehen. Mit Hilfe einer Flussgebietsstrategie sollen die beiden Ziele Wasserkraftnutzung und Erhalt der Fischpopulationen in einem Flussgebiet vereinbar werden.
Eignung von Fischaufstiegsanlagen an Obermain und Rodach als Lebensr√§ume und Migrationshilfen f√ľr Fische und Makroinvertebraten
Prof. Dr. Volker L√ľderitz, Dr. Uta Langheinrich, Dipl.-Ing. Michael Seidel, Dr. Thomas Speierl
Am Obermain und an der Rodach in Oberfranken haben in den letzten 20 Jahren umfassende und aus √∂kologischer Sicht erfolgreiche Renaturierungsma√ünahmen stattgefunden. Da das Flie√ügew√§sserkontinuum zwischen den Renaturierungsstrecken jedoch weiter durch mehrere Querbauwerke beeintr√§chtigt war, wurden Fischaufstiegsanlagen in Form von zwei Umgehungsgerinnen und einem T√ľmpel-Becken-Pass errichtet. Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsf√§higkeit dieser Anlagen hinsichtlich des Fischaufstieges aber auch hinsichtlich ihrer Eignung als Lebensraum und Wanderkorridor f√ľr Makroinvertebraten. Die naturnah gestalteten Umgehungsgerinne werden sowohl von allen vorkommenden Fischarten als auch von den aquatischen Makroinvertebraten angenommen. Hinsichtlich der Besiedelung mit Wirbellosen sind sie mit naturnahen Flie√ügew√§sserstrecken vergleichbar, was schon deshalb bemerkenswert ist, weil die direkt ober- und unterhalb der Anlagen liegenden Flussabschnitte wenig naturnah sind. Der untersuchte T√ľmpel-Becken-Pass schneidet weniger gut ab. Er wird nicht von allen Fischarten in gleicher Weise angenommen und hinsichtlich seiner Makroinvertebraten-Fauna nur als unbefriedigend bewertet.
Alternatives Pumpspeicherkonzept in Form eines Unterflur-Lageenergiespeichers mit Sekundärspeicher
Bernhard Miller
Als Alternative zu klassischen Pumpspeicherbauweisen wurde ein Speicherkonzept fortentwickelt, bei dem aus monolithischem Felsgestein ein zylindrischer Fels ausgesägt wird. Unter diesen Zylinder wird Wasser gepumpt, während eine radiale Hochdruckdichtung den Zylinder abdichtet. Der durch den Druck emporsteigende Felszylinder wird teilweise abgetragen und zu einem umlaufenden Erddamm aufgeschichtet. Der so geschaffene See bildet zusammen mit dem Speicher unterhalb des Zylinders einen Pumpspeicher mit hoher Energiedichte. Ein konstanter Wasserpegel des Speichersees ermöglicht die Nutzung als Naherholungsgewässer mit einer hervorragenden Umweltakzeptanz und freier Standortwahl.
Hybride Modelluntersuchungen zum Ein- und Auslaufbauwerk im Unterbecken des Pumpspeicherwerks Atdorf
Dipl.-Ing. Thomas Mohringer, Dipl.-Ing. Jochen Riesterer, Prof. Dr.-Ing. Franz Nestmann, Dipl.-Ing. Stephan Kolb
Die Schluchseewerk AG plant den Bau des gr√∂√üten Pumpspeicherwerks (PSW) in Deutschland. Am Institut f√ľr Wasser und Gew√§sserentwicklung in Karlsruhe wurden hybride wasserbauliche Untersuchungen zur Optimierung des Ein- und Auslaufbauwerks im Unterbecken durchgef√ľhrt. Dabei wurden umfangreiche Vergleiche zwischen dem numerischen und dem physikalischen Modell angestellt sowie die Modell√ľbertragbarkeit vom Modellma√üstab in den Naturma√üstab untersucht. Als Ergebnis konnte ein Bauwerksentwurf gestaltet werden, der sowohl √ľber geringe Abmessungen als auch √ľber gute Str√∂mungseigenschaften verf√ľgt.
Standardisierung von Baumaßnahmen am Neckar
Dipl.-Ing. Martin Sch√ľle
Nach einem historischen Abriss des Neckarausbaus werden die √úberlegungen zur Standardisierung von Bauma√ünahmen der zum Teil sehr alten Bauwerke ‚Äď sowohl f√ľr Bauen im Bestand wie auch f√ľr den Neubau ‚Äď dargestellt. Dabei werden die bestehenden bzw. die geplanten Standards f√ľr Schleusen, Wehre, Fischaufstiege, Sperrtore und Wendestellen betrachtet.
Die ‚Äěbeschleunigte‚Äú Bef√ľllung des Tagebaurestsees Inden aus der Rur
Dr.-Ing. Andreas Wagner, Dr. Uwe Koenzen, Dr.-Ing. Hubert Lohr, Regina Hemmann, Dipl.-Ing. Joachim Lange
In den vergangenen zehn Jahren wurden im Rahmen des landesplanerischen Genehmigungsverfahrens die grundlegenden wasserwirtschaftlichen Fragen f√ľr die Anlage des Tagebaurestsees Inden gekl√§rt. Nach Ende der Braunkohlegewinnung im Tagebau Inden wird das entstandene Massendefizit nach 2030 in einem Zeitraum von 20 bis 25 Jahren mit Wasser bef√ľllt werden. Die Machbarkeit einer dazu vorgesehenen Wasserentnahme aus der Rur im Abgleich mit den √∂kologischen und gew√§ssermorphologischen Zielgr√∂√üen des Gew√§ssers sowie den industriellen Nutzungsanspr√ľchen konnte mit Hilfe eines Flussgebietsmodelles nachgewiesen werden.
Zur Frage der Dotationswassermenge von Fischaufstiegsanlagen an großen Fließgewässern
Dr. sc. tech. Roman Weichert, Dipl.-Ing. Wolfgang Kampke, Dipl.-Ing. Lisa Deutsch, Matthias Scholten
Im Spannungsfeld zwischen √Ėkologie und wirtschaftlicher Nutzung der Wasserkraft kommt der Fragestellung der erforderlichen Dotationswassermenge zur Gew√§hrleistung der Auffindbarkeit von Fischaufstiegsanlagen eine hohe Relevanz zu. Im Beitrag wird √ľber den aktuellen Stand der Technik hinsichtlich der Dotationswassermenge von Fischaufstiegsanlagen, Erkenntnisse aus neueren Untersuchungen, Empfehlungen sowie aktuelle Forschungsaktivit√§ten berichtet.
Die AquaWand, ein neuer mobiler Hochwasserschutz
Hartmut Wibbeler, Dipl.-Ing. Vincent Gabalda
Zur Verwirklichung eines ganzheitlichen und wirtschaftlichen Hochwasserschutzes sind die Merkmale ‚ÄěLogistik, Einfachheit und Schnelligkeit im Auf- und Abbau und Autarkie" von Bedeutung: Das Hochwasserschutzsystem ‚ÄěDie AquaWand" der Firma AQUABURG ist mit einer Stauh√∂he von 1,2 m und einer L√§nge von 18 m in die Versuchsanlage der Technischen Universit√§t Hamburg ‚Äď Harburg (TUHH) eingebaut und nach den Vorgaben des ‚ÄěSMARTeST Projektes" gepr√ľft worden.
Trend der Pflanzenschutzmittelfrachten in Flussgebieten
Dr. Martin Bach, Prof. Dr. Hans-Georg Frede
Seit vielen Jahren werden von der Landwirtschaftsverwaltung und -beratung, den Zulassungsbeh√∂rden sowie den Herstellern von Pflanzenschutzmitteln (PSM) vielf√§ltige Ma√ünahmen ergriffen, um den Eintrag von PSM in Oberfl√§chengew√§sser zu vermindern. Ob diese Ma√ünahmen tats√§chlich den gew√ľnschten Erfolg erzielt haben, ist jedoch bislang nicht √ľberpr√ľft worden. Die statistische Analyse des Trends der PSM-Frachten erlaubt eine Antwort auf die Frage, wie sich die PSM-Gew√§ssereintr√§ge l√§ngerfristig ver√§ndert haben.
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die j√ľngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Ums√§tze werden im Verh√§ltnis 30 zu 70 (70% f√ľr den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...