Heft 01 - 2013


Smart KKS: Verbesserung der Möglichkeit zur Zustandsbewertung von Rohrleitungen
Dipl.-Ing. Matthias M√ľller, Dipl.-Phys Rainer Deiss
Der immer st√§rker wachsende Stellenwert des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) als leistungsf√§higes Zustandsbewertungssystem verlangt eine deutlich st√§rkere Integration der KKS-Daten in die bestehende Infrastruktur eines Netzbetreibers. Die damit zusammenh√§ngenden erforderlichen technischen Anpassungen bei KKS-Schutzstromger√§ten und -Fern√ľberwachungssystemen k√∂nnen vergleichsweise einfach mithilfe von ‚ÄěEingebetteten Systemen‚Äú erfolgen.
Komplettlösung zur kontinuierlichen Überwachung von Wassernetzen
Dipl.-Ing. Christian Pust
Wasserverluste in Trinkwasserversorgungsnetzen sind ein gro√ües Problem. Moderne Systeme zur kontinuierlichen √úberwachung der Leitungsnetze helfen, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Eine spezielle Software wertet die zugrundeliegenden Durchflussmessungen aus und zeigt vorhandene Leckagen zuverl√§ssig an. Dank innovativer Messverfahren l√§sst sich die √§u√üerst flexible L√∂sung schnell, einfach und kosteng√ľnstig in jedem Rohrleitungsnetz installieren.
Klimawandel und die Folgen ‚Äď mehr als eine nur technische Herausforderung f√ľr die Stadtentw√§sserung
Dipl.-Ing. Axel Frerichs, Dipl.-Ing. Reinhard Hövel
Vermehrt auftretende Starkregen und ihre Folgen stellen die Kanalnetzbetreiber vor eine gro√üe Herausforderung. Es ist deshalb unerl√§sslich, die zuk√ľnftigen Entw√§sserungskonzepte auch auf die nach Expertenmeinung weltweit an Intensit√§t und H√§ufigkeit zunehmenden Starkregen auszurichten. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) setzt auf integrale Ans√§tze zur Ber√ľcksichtigung aller, nicht nur aus technischer Sicht relevanten Belange.
Schwierige HDD-Flusskreuzung durch eine 15 m dicke Kiesschicht
Dr. Giovanni Polloni
Die Trasse der Trecate-Chovasso-Pipeline kreuzt den Fluss Sesia nahe der norditalienischen Stadt Vercelli. Aufgrund der Dynamik und Unberechenbarkeit des Gewässers mit häufigen Hochwasserereignissen entschied der Pipelinebetreiber Esso Italiana, eine sichere Unterquerung des Hindernisses zu realisieren. Mittels Horizontalbohrtechnik konnte die Rohrleitung nun tief unter dem Flussbett verlegt werden, ohne die Deichbauten oder die Umwelt zu beeinträchtigen.
Rohrrelining bei Dauerfrost: Erneuerung einer Trinkwasser-Hauptversorgungsleitung
Dipl.-Ing. (FH) René Niespor
Als Teil des Versorgungssystems vom Wasserwerk Tettau nach Senftenberg wurde eine Fernwasserleitung erneuert. Die Trasse f√ľhrte gr√∂√ütenteils entlang der Autobahn 13 √ľber vorwiegend privates Ackerland. Nach einem Variantenvergleich, unter Ber√ľcksichtigung der Vor- und Nachteile bei der Bauausf√ľhrung unter den √∂rtlichen Bedingungen, hat sich der Wasserverband Lausitz (WAL) entschieden, die Leitungserneuerung im Rohrrelining-Verfahren mit PE-HD-Rohren DN 600 durchzuf√ľhren.
Leistungsr√ľckgang am Brunnen ‚Äď ein Planungsfehler?
Die Ergiebigkeit eines im Jahre 2001 errichteten Brunnens im ausgepr√§gt wasserwegsamen und gut durchl√§ssigen Lockersediment betrug beim Neubau mehr als 23 m¬≥/(h ‚ÄĘ m). Dieser hohe Wert verminderte sich trotz Regenerierungen innerhalb weniger Jahre stark, und selbst eine Intensiventsandung erbrachte lediglich eine tempor√§re Leistungssteigerung auf gerade einmal 10 m¬≥/(h ‚ÄĘ m). Die Ergebnisse waren f√ľr den Betreiber des Brunnens Anlass, vor weiteren Regenerierungsma√ünahmen die Ursachen der diese Ergiebigkeitsminderung verursachenden Kolmation und die damit zusammenh√§ngenden Vorg√§nge mithilfe geophysikalischer Methoden zeitabh√§ngig zu beobachten.
Korrosionsbest√§ndigkeit: Beurteilung von Werkstoffen f√ľr den Einsatz in Geothermieanlagen
Dr. rer. nat. Ralph Bäßler, Dipl.-Ing. (FH) Joana Sobetzki, Dr.-Ing. Helmuth Sarmiento Klapper
Aufgrund der extremen Betriebsbedingungen in Geothermieanlagen des Norddeutschen Beckens ist die Werkstoffauswahl f√ľr ober- und untert√§gige Kompo- nenten entscheidend f√ľr einen sicheren und zuverl√§ssigen Betrieb. Im Rahmen der Werkstoffqualifizierung wurden mittels klassischer Auslagerung und elektrochemischen Untersuchungen an zwei hochlegierten St√§hlen deren Einsatzgrenzen f√ľr die F√∂rderung von hochsalinarem Aquiferfluid der geothermischen Tiefbohrung in Gro√ü Sch√∂nebeck ermittelt. Die Ergebnisse und daraus resultierende Schlussfolgerungen werden hier vorgestellt.
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